Glattalbahnverlängerung Kloten: Regierungsrat gibt weiteren Kredit frei

Der Regierungsrat hat den Kredit für die nächste Projektierungsphase der Glattalbahnverlängerung Kloten freigegeben. Mit den 26,7 Millionen Franken können die bisher erarbeiteten Pläne bis zur Baureife weiterentwickelt werden. Das Gesamtprojekt umfasst neben der Verlängerung der erfolgreichen Glattalbahn vom Flughafen bis ins Entwicklungsgebiet Steinacker in Kloten zwei weitere Vorhaben: Zwingende Massnahmen für den Hochwasserschutz entlang des Altbachs sowie eine Velohauptverbindung zwischen dem Flughafen und dem Gebiet Grindel.

Ziel des Gesamtprojekts Glattalbahnverlängerung Kloten ist eine nachhaltige und klimaschonende Lösung für die zunehmenden Mobilitätsbedürfnisse in der Region. Hierfür soll die Glattalbahn verlängert und die im kantonalen Velonetzplan vorgesehene Velohauptverbindung gebaut werden. Aufgrund der örtlichen Überschneidung der Projekte sollen gleichzeitig die nötigen Hochwasserschutzmassnahmen für den Flughafen und die Stadt Kloten umgesetzt werden. Für die weiteren Projektierungsarbeiten stellt der Regierungsrat 26,7 Millionen Franken zur Verfügung.

Lösungen für drei Herausforderungen in Kloten gefunden

Während der letzten zwei Jahre erarbeiteten die Verkehrsbetriebe Glattal AG (VBG) mit Einbezug der lokalen Bevölkerung im Auftrag der Volkswirtschafts- sowie der Baudirektion das Vorprojekt. Die Arbeiten erfolgten in engem Austausch mit den zuständigen Stellen des Kantons und des Bundes sowie abgestimmt auf die erwartete Entwicklung des Steinackergebiets.

Die Platzverhältnisse im Zentrum von Kloten sind begrenzt, weshalb der sorgfältigen Planung der Verkehrsführung und der Gestaltung des Gewässerraumes eine hohe Bedeutung zukommt. Im Vorprojekt konnten die Linienführungen der Glattalbahn und der Velohauptverbindung festgelegt werden. Beide werden über eine neu zu erstellende Brücke über die Autobahn A51 gezogen. Dadurch entsteht eine attraktive, direkte und schnelle Verbindung zum Flughafen.

Bei einem Extremhochwasser des Altbachs drohen enorme Schäden am Flughafen und in der Stadt Kloten. Allfällige Hochwasser sollen deshalb künftig durch einen unterirdischen Entlastungsstollen abgeleitet werden. Das ermöglicht gleichzeitig eine naturnahe Gestaltung des Altbachs im Zentrum von Kloten.

Mitfinanzierung durch den Bund angestrebt

Durch die Zusammenfassung der drei Teilprojekte können die Arbeiten bestmöglich koordiniert werden. Das führt zu verkürzten Bauzeiten und optimierten Bauabläufen. Zudem ist der Hochwasserschutz während der gesamten Bauzeit gewährleistet. Gemäss Vorprojekt ist mit Kosten von rund 441 Millionen Franken zu rechnen. Die Kostengenauigkeit beträgt dabei +/- 20 Prozent. Die beiden Teilprojekte Glattalbahn und Velohauptverbindung sollen im Rahmen des Agglomerationsprogrammes der vierten Generation dem Bund zur Unterstützung unterbreitet werden. Auch beim Teil des Hochwasserschutzes wird eine Subventionierung durch den Bund angestrebt.

Inbetriebnahme voraussichtlich ab 2029

Die Bauarbeiten für die drei Teilprojekte sollen 2025 beginnen und rund vier Jahre dauern. Die 3,5 Kilometer lange Neubaustrecke der Glattalbahn in das Entwicklungsgebiet Steinacker könnte somit voraussichtlich ab 2029 in Betrieb genommen werden. Voraussetzung sind die vorgängige Plangenehmigung des Bundes sowie positive Finanzierungsentscheide des Regierungsrats und des Kantonsrats.

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