Militärkaserne Zürich: Projektierung für Instandsetzung und Umnutzung kann beginnen

Der Regierungsrat hat rund 22 Millionen Franken bewilligt, um die Gesamtinstandsetzung und Umnutzung der Militärkaserne in Zürich zu projektieren. In das historische Gebäude soll das Bildungszentrum für Erwachsene (BiZE) einziehen.

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Das Kasernenareal ist das grossflächigste Areal im Stadtzentrum und als geschütztes Denkmal von nationaler Bedeutung. Die parallel zur Sihl verlaufende, 120 Meter lange Militärkaserne ist von weitem sichtbar. Seit dem Auszug der Armee vor über 30 Jahren wird das Gebäude mit Baujahr 1876 vor allem durch die Kantonspolizei genutzt. Diese zieht 2022 in das neue Polizei- und Justizzentrum.

Mehr Platz für Kantonsschulen

Da die Kantonsschulen in Zürich dringend zusätzlichen Platz benötigen, soll nach der umfassenden Gesamtinstandsetzung und dem Umbau das BiZE in das historische Gebäude einziehen. Dies war vom Kantonsrat bereits 2018 im kantonalen Richtplan festgelegt worden. Das BiZE besteht aus der kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene (KME) und der Berufsschule für Weiterbildung EB Zürich. Der Umzug schafft am bisherigen BiZE-Standort Riesbach Platz für das Literargymnasium, das sich bisher im Rämibühl befindet.

Grössere Räume für den Schulbetrieb

Der Umbau der denkmalgeschützten Bausubstanz wird anspruchsvoll. Es gilt, das wertvolle Erbe sorgfältig zu bewahren und gleichzeitig eine zeitgemässe Infrastruktur für den Schulbetrieb zu schaffen. Die Grundstruktur der Militärkaserne mit ehemaligen Schlafsälen für 1'400 Soldaten eignet sich gut für den Schulbetrieb mit rund 850 Schülerinnen und Schülern. Teilweise sind jedoch offene oder grössere Räume erforderlich, was gezielte Eingriffe in die Baustruktur bedingt. Der zentrale Trakt erhält einen gläsernen Aufbau, der das neue Atrium optimal belichtet. Das Erdgeschoss wird gemäss dem Masterplan «Zukunft Kasernenareal Zürich» für publikumsorientierte Nutzungen geöffnet. Aus einem Wettbewerb im selektiven Verfahren ging das Projekt «Pilum» der Spillmann Echsle Architekten AG aus Zürich als Sieger hervor.

Eine erste grobe Schätzung der Gesamtkosten beläuft sich auf rund 170 Millionen Franken. Einzelne Untersuchungen der alten Bausubstanz wurden zwar bereits vorgenommen, aber erst mit der vertieften Planung kann ein genauerer Kostenrahmen festgelegt werden.

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Thomas Maag

Stv. Leiter Kommunikation, Baudirektion


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heute Donnerstag, 9. Juli 2020, von 10.30 bis 12.00 Uhr