Kommission für die Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Zürich feiert 25-jähriges Bestehen

Im Kulturhaus Kosmos diskutieren Expertinnen und Experten am 19. September das Thema «Teilzeit und Karriereknick – Lücken in der Sozialvorsorge?» und machen auf Reformbedürfnisse in den Sozialversicherungen aufmerksam. Anlass zum Gespräch bildet das 25-jährige Bestehen der Kommission für die Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Zürich.

59 Prozent der Schweizerinnen und 17.6 Prozent der Schweizer arbeiten Teilzeit, oft um ihr Berufs- und Privatleben vereinbaren zu können. Die daraus folgenden Einkommens- und Vorsorgelücken können bei der Pensionierung zur Falle werden, in erster Linie für Frauen. Die erste und zweite Säule sollten eigentlich 60 Prozent des letzten Lohnes ersetzen, doch 60 Prozent von einem tiefen Lohn reichen nicht aus.

Mit Redaktorin Andrea Fischer diskutieren Andrea Lübberstedt, Leiterin des kantonalen Sozialamts, Kurt Pärli, Professor für soziales Privatrecht, Thomas Gerber, Leiter Vorsorge der AXA, und Gabriela Winkler, Präsidentin der Kommission für die Gleichstellung von Frau und Mann. Im Zentrum des Gesprächs stehen Lösungen für eine zeitgemässe Sozialvorsorge und die Herausforderungen von Reformen.

In einem Seitenblick spricht Fabrizio Gilardi, Professor für Policy-Analyse am Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich, über den Einfluss von Rollenvorbildern auf die Frauenvertretung in der Politik. Mangelnde Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben stehen in Konkurrenz mit den Ambitionen vieler Politikerinnen. Seine Befunde zeigen, dass weibliche Vorbilder kaum Einfluss auf die politische Laufbahn von Frauen haben.

Die Kommission für die Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Zürich berät seit 1995 den Regierungsrat in Gleichstellungsangelegenheiten. Meilensteine in der Arbeit waren der für die Gemeinden wichtige Kinderbetreuungsindex und die kantonsweite Spitaltagung «Am Puls des Arbeitslebens» zur Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben im Gesundheitssektor.

Zum Abschluss spielt das Duo Henrietta mit Saxophonistin Nicole Johänntgen und Jörgern Welander live.  

(Medienmitteilung der Fachstelle Gleichstellung)

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