Literaturförderung in ihrer ganzen Vielfalt

Die Fachstelle Kultur vergibt fünf Werkbeiträge und sechs Anerkennungsbeiträge an Zürcher Autorinnen und Autoren sowie an eine Übersetzerin und einen Übersetzer. Die Vielfalt der geförderten Texte widerspiegelt das breite Spektrum literarischen Schaffens. Erstmals wurde ein Werkbeitrag für ein Übersetzungsprojekt vergeben.

Einmal jährlich vergibt die Fachstelle Kultur Werk- und Anerkennungsbeiträge im Bereich Literatur. 2017 werden Förderbeiträge von insgesamt 228'000 Franken vergeben. Die Vergabe der Förderbeiträge erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Literatur der kantonalen Kulturförderungskommission.

Mit der diesjährigen Vergabe der Werk- und Anerkennungsbeiträge fördert der Kanton Zürich das gesamte Spektrum literarischen Schaffens: von der Graphic Novel über klassische Belletristik bis hin zum Kinderbuch. Erstmals war es dieses Jahr möglich, ein Gesuch für einen Werkbeitrag an ein Übersetzungsprojekt von literarischen Werken zu stellen. Möglich macht dies die Zusammenarbeit mit Übersetzungsexpertinnen und Übersetzungsexperten der jeweiligen Sprache. Die Fachstelle Kultur bekräftigt damit ihre Haltung, wonach sie das Übersetzen eines literarischen Werkes als künstlerische Leistung versteht und unterstreicht, dass Übersetzen mehr ist als das Übertragen von Wörtern von der einen in die andere Sprache. Wer übersetzt, muss neben der Sprache auch die Erzählung, deren Herkunft und Kontext verstehen, muss sich den Rhythmus der Texte aneignen, ein Werk durchdringen.

Preisträgerinnen und Preisträger bilden breites Spektrum ab

Die Gesuchstellenden mussten eine Textprobe von 20 bis 30 Seiten des sich in Arbeit befindenden Literaturprojektes einreichen. Die Jury prüfte insgesamt 35 Gesuche, der Wettbewerb wurde anonym durchgeführt. Die folgenden vier Autorinnen und Autoren sowie ein Übersetzer erhalten je einen Werkbeitrag:

  • Ilia Vasella (24'000 Franken für die sich in Arbeit befindende Erzählung «Sommergesellschaft»)
  • Ivona Brdjanovic (36'000 Franken für das Romanprojekt «Grad»)
  • Matthias Gnehm (24'000 Franken für die geplante Graphic Novel)
  • Bettina Spoerri (48'000 Franken für das Romanprojekt «Im Wellental oder Das Ende der Unschuld»)
  • Yves Raeber (36'000 Franken für das Übersetzungsprojekt «In Erde gebettet»)

Zudem erhalten folgende fünf Autorinnen und Autoren sowie eine Übersetzerin auf Empfehlung der Fachgruppe Literatur je einen Anerkennungsbeitrag von 10'000 Franken für bereits veröffentlichte Texte:

  • Zora del Buono: «Hinter Büschen, an eine Hauswand gelehnt» (Roman)
  • Urs Hardegger: «Es gilt die Tat – Zürich im Herbst 1917» (Dokumentarische Erzählung)
  • Sunil Mann: «Immer dieser Gabriel» (Kinderbuch, Lesealter ab 8 Jahren)
  • Adolf Muschg: «Der weisse Freitag» (Erzählung)
  • Klara Obermüller: «Spurensuche – Ein Lebensrückblick in 12 Bildern» (Memoiren)
  • Ruth Gantert: «Frédéric Pajak: Ungewisses Manifest» (Graphic Novel – Übersetzung ins Deutsche)

Lesereise durch den Kanton

An vier öffentlichen Lesungen im September und Oktober werden die ausgezeichneten Autorinnen und Autoren zu hören und zu sehen sein. Die Lesereise, eine von der Fachstelle Kultur in Zusammenarbeit mit vier Literaturinstitutionen im Kanton Zürich organisierte Veranstaltungsreihe, bringt Autorinnen und Autoren mit dem Publikum zusammen. Am 17. September gastiert die Lesereise in Wetzikon, am 23. September in Bülach, am 3. Oktober in Affoltern und zum Abschluss der Lesereise durch den Kanton am 6. Oktober in Dübendorf. Detaillierte Informationen zu den vier Leseabenden sind ab Mitte August auf der Webseite der Fachstelle Kultur oder in den regionalen Veranstaltungsagenden zu finden.

(Medienmitteilung der Direktion der Justiz und des Innern)

Hinweis

Diese Meldung ist vor 2018 erschienen. Gegenüber der ursprünglichen Fassung sind alle Bilder, Links und Downloads entfernt worden. Dies beim Wechsel zum neuen kantonalen Webauftritt 2020.
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