Projektwettbewerb für Klinik Schlosstal der ipw in Winterthur ist entschieden

Die Baudirektion, vertreten durch das Hochbauamt, hat im Auftrag der Gesundheitsdirektion einen Projektwettbewerb für die Erweiterung der Klinik Schlosstal in Winterthur der Integrierten Psychiatrie Winterthur - Zürcher Unterland (ipw) veranstaltet. Gewonnen hat das Projekt «GreenGrass» von Bollhalder / Eberle Architektur aus St. Gallen.

Das kantonale psychiatrische Spital ipw (Integrierte Psychiatrie Winterthur - Zürcher Unterland) ist verantwortlich für die psychiatrische Grundversorgung der Stadt und der Region Winterthur sowie der Region Zürcher Unterland. Sein Leistungsauftrag umfasst die Behandlung von psychisch Erkrankten vom Jugendlichen- bis ins hohe Erwachsenenalter. Die ipw betreibt ihre stationären Angebote heute an zwei, nur wenige Kilometer voneinander entfernten Standorten: In der Klinik Schlosstal in Winterthur mit 140 Betten und in der Hard in Embrach mit 70 Betten. Um eine günstige Betriebsgrösse zu erreichen und um Doppelspurigkeiten zu vermeiden, soll das stationäre Angebot der ipw in den nächsten Jahren am Standort Schlosstal in Winterthur konzentriert werden.

Gemäss Wettbewerbsvorgabe sollen die dazu nötigen Kapazitäten in einem Ersatzbau (vier Stationen mit je 20 Betten) auf dem Areal der Klinik Schlosstal untergebracht und logistisch mit der Gesamtanlage verbunden werden. Darüber hinaus soll das Angebot für Zusatzversicherte mit einer Station mit 16 Betten in demselben Gebäudekörper verbessert werden. Neben diesem konkreten Projekt für einen Ersatz- und Ergänzungsbau sowie für einen Werkhof war im Wettbewerb konzeptionell darzustellen, wie langfristig zwei weitere Stationen auf dem Areal der ipw in Winterthur untergebracht werden könnten.

«GreenGrass» – zurückhaltende Ergänzung, die betrieblich überzeugt

Das Preisgericht hatte insgesamt 33 Projekteingaben zu beurteilen, wovon sechs Projekte in die engere Auswahl kamen. Gewonnen hat das Projekt «GreenGrass» von Bollhalder / Eberle Architektur aus St. Gallen. Kantonsbaumeister Matthias Haag, Vorsitzender der Jury, gab dies heute an der Eröffnung der Wettbewerbsausstellung in Winterthur bekannt. Den 2. Platz belegt die Rohrbach Wehrli Pellegrino Architekturagentur GmbH aus Winterthur, der 3. Rang geht an die Armon Semadeni Architekten GmbH aus Zürich.

Das Siegerprojekt überzeugte die Jury mit einem sorgfältig durchgearbeiteten Vorschlag, der die bestehende Anlage zurückhaltend ergänzt und betrieblich überzeugt. Für die Patientinnen und Patienten und für die Mitarbeitenden entstehen attraktive, gut nutzbare und stimmungsvolle Räume im Dienste von Therapie und Genesung. Das Projekt sieht vor, einen kompakten Baukörper direkt an die Anlage aus den 1970er-Jahren anzugliedern. Das zusätzliche Raumprogramm wird in zwei ineinander verschränkten Gebäudeflügeln untergebracht, wobei eine spätere Erweiterung um zwei zusätzliche Stationen in einem dritten Flügel möglich ist. Die Stationen sind übersichtlich organisiert mit einer zweckmässigen Raumanordnung, einem raschen, geschützten Zugang im Notfall, einem geräumigen Intensivbereich und eingeschobenen Loggien als Aussenbereiche.

Unter der Leitung des Hochbauamtes und in Zusammenarbeit mit den Nutzern wird das Projekt «GreenGrass» nun weiterentwickelt. Ziel ist es, bis Herbst 2016 dem Regierungsrat und dem Kantonsrat ein bewilligungsfähiges Bauprojekt vorlegen zu können. Wenn diese dem Projekt zustimmen und keine Rekurse gegen das Bauprojekt erfolgen, sollte der Neubau Ende 2019 bezugsbereit sein.

Ausstellung in der Klinik Schlosstal

Die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten ist in der Klinik Schlosstal im Haus Gelb an der Wieshofstrasse 102 in Winterthur öffentlich zugänglich. Sie dauert von 10. bis 19. Juni 2015 (Öffnungszeiten: Mo bis Fr 16-19 Uhr, Sa und So 13-16 Uhr).
Am Samstag, 13. Juni 2015, wird um 14 Uhr eine öffentliche Führung für Interessierte angeboten.

(Medienmitteilung der Baudirektion)

Hinweis

Diese Meldung ist vor 2018 erschienen. Gegenüber der ursprünglichen Fassung sind alle Bilder, Links und Downloads entfernt worden. Dies beim Wechsel zum neuen kantonalen Webauftritt 2020.
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