Kanton fördert seinen Kadernachwuchs
Medienmitteilung 14.09.2012
Der Kanton Zürich sorgt vor, damit er auch künftig genug geeignete Führungskräfte findet. Mit einer direktionsübergreifenden Kadernachwuchsförderung will er ab 2013 jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen, die für eine Position im oberen Kader in Frage kommen. Das Kadertraining erfolgt berufsbegleitend und dauert 18 Monate. Besonders auch die Aufstiegschancen von Frauen sollen verbessert werden.
Das obere Kader des Kantons Zürich umfasst zurzeit rund 400 Personen. Schon heute fällt es oft nicht leicht, bei Vakanzen solche Stellen zu besetzen. Wegen des demografischen Wandels und steigenden Anforderungen wird sich das künftig noch akzentuieren. Gemäss einer Erhebung des kantonalen Personalamtes werden in den kommenden zehn Jahren rund 35 Prozent dieser Kaderpositionen aufgrund von Pensionierungen neu zu besetzen sein. Der Rekrutierungsbedarf wird also zunehmen. Aus diesem Grund erachtet es der Regierungsrat als wichtig, die internen Personalressourcen vorausschauend zu pflegen und Nachwuchskräfte zu fördern. Das entspricht auch einem Legislaturziel, das festhält, dass der Kanton ein attraktiver Arbeitgeber sein soll.
Das vom Regierungsrat beschlossene Ausbildungsprogramm startet erstmals 2013 und umfasst mehrere Workshops zu Führungsfragen sowie zu Themen des Personal- und Verwaltungsmanagements, verteilt auf anderthalb Jahre. Es richtet sich an Angehörige des unteren und mittleren Kaders. Geplant ist, jeweils 15 Teilnehmende aus allen Direktionen und der Staatskanzlei aufzunehmen. Ein grosses Potenzial ortet der Regierungsrat speziell bei den Frauen, die in Kaderpositionen nach wie vor untervertreten sind. Einen Anspruch auf eine Stelle im oberen Kader erhalten die Teilnehmenden jedoch nicht. Dem Personalamt entstehen für das Angebot jährlich wiederkehrende Kosten von rund 200'000 Franken, die der Regierungsrat bewilligt hat. Erste Erfahrungen mit einem ähnlichen, direktionsinternen Programm hat das Personalamt seit 2011 bereits mit der Finanzdirektion gemacht.
(Medienmitteilung des Regierungsrates)
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