Instandstellung und Attraktivitätssteigerung des Schlosses Laufen am Rheinfall

Der Regierungsrat hat für die Instandstellung und Attraktivitätssteigerung des Schlosses Laufen einen Objektkredit von 12,14 Millionen Franken bewilligt. Das Schloss Laufen und der Zugang zum Rheinfall werden instand gestellt und erneuert. Die baulichen Massnahmen enthalten ein Besucherzentrum mit Ticketing, Souvenirshop und Imbiss, eine neue Ausstellung im Nordtrakt, die Renovation der Zugangswege zum Rheinfall, eine Doppelaufzugsanlage und ein behindertengerechter Belvedereweg. Gleichzeitig sollen dadurch der Besucherrückgang gestoppt und die Attraktivität und die Besuchsdauer markant gesteigert werden, damit das Naturschauspiel Rheinfall auch in Zukunft eine Top-Destination für den Tourismus bleibt.

Die auf die Mitte des letzten Jahrhunderts zurückgehende touristische Infrastruktur beim Schloss Laufen ist heute in einem sehr schlechten Zustand. Insbesondere der Zugang zum Rheinfall muss aus Sicherheitsgründen saniert werden. Gleichzeitig leidet die Anlage beim Schloss Laufen, wie die gesamte Tourismusattraktion Rheinfall, unter einem starken Besucherrückgang.

Gestützt auf die Studie «Rheinfall 2000 Plus» der an den Rheinfall anstossenden Grundeigentümer, hat der Kanton Zürich die für das Schloss Laufen entwickelten Ideen überprüft. Die dabei erarbeiteten Ansätze für eine sanfte, mit dem Ort verknüpfte Aufwertung dienten als Grundlage für die unter der Leitung des kantonalen Hochbauamtes durchgeführten Wettbewerbe für den Umbau des Personalhauses zum neuen Besucherzentrum und für ein touristisches Inszenierungskonzept.

Bauliche Massnahmen

Das aus den Wettbewerben hervorgegangene touristische Gesamtkonzept umfasst eine Reihe von Elementen, die zusammenwirken: Die Einrichtung eines Besucherzentrums mit Ticketing, Souvenirshop und Imbiss, die Errichtung einer neuen Ausstellung im Nordtrakt Schloss Laufen, die Renovation der Zugangswege zum Rheinfall und die gezielte Bepflanzung des Nordhangs. Eine Doppelaufzugsanlage und ein behindertengerechter Belvedereweg ermöglichen den Besuch als Rundgang und dessen Inszenierung mit interaktiven Exponaten, die sich mit akustischen Phänomenen auseinandersetzen. Das durch die Interessengemeinschaft Rheinfall in Auftrag gegebene gemeinsame touristische Angebots- und Vermarktungskonzept «Rheinfall – Urkraft Wasser» findet seine Bestätigung im geplanten Bauvorhaben Schloss Laufen.

Die für die Umsetzung dieser baulichen Massnahmen geplanten Investitionskosten belaufen sich auf 12,14 Millionen Franken. Rund 20 Prozent der Kosten sind für werterhaltende Massnahmen vorgesehen. Die in einem Vorprojekt festgehaltene Grobkostenschätzung von 8,5 Millionen Franken wurde durch die Weiterentwicklung des touristischen Gesamtkonzeptes und die Aufwertung der Vorprojekte angepasst.

Mit diesen Massnahmen werden die Steigerung der Attraktivität des Schlosses Laufen und des Erlebnisses Rheinfall sichergestellt. Im Rahmen der notwendigen Unterhaltsmassnahmen werden gleichzeitig die Bauten und die Landschaft unter Berücksichtigung der Schutzwürdigkeit aufgewertet. Ausserdem bietet die Errichtung der zeitgemässen Infrastruktur eine optimale Grundlage für die Erhöhung der Besucherzahlen und der Besuchsdauer.

Potenzial als touristischer Magnet ausnützen

Damit werden die Vorgaben des Immobilienamtes als neuem Eigentümervertreter des Kantons Zürich umgesetzt. Die zu erwartenden Nettoerträge führen zu einem zukünftigen Marktwert, der nach Abzug der geplanten Investitionen im Bereich des aktuellen Bilanzwertes liegt. Die Wirtschaftlichkeit der geplanten Investitionen und des langfristigen Betriebs ist somit gewährleistet.

Mit der Umsetzung des touristischen Gesamtkonzepts Schloss Laufen trägt der Kanton Zürich zu einer Vision der Interessengemeinschaft Rheinfall bei. Das Naturschauspiel Rheinfall wird mit hohem Erlebnis-, Erholungs- und Wiedererkennungswert für die Besuchenden als touristischer Magnet genutzt und soll von Schweiz Tourismus als Top50-Destination klassiert werden.

Neues Betriebskonzept

Das projektierte Vorhaben erfordert ein neues Betriebskonzept. Dadurch können die heutigen Miet- und Pachtverträge nicht mehr weitergeführt werden. Um den geplanten Baubeginn nicht zu gefährden, wurden die Miet- und Pachtverträge ordentlich und unter Einhaltung der vorgegebenen Fristen gekündigt. Zusammen mit der Interessengemeinschaft Rheinfall werden für die Bereiche Umgebungsunterhalt, Parkplatzbewirtschaftung, Gastronomie und touristische Vermarktung gemeinsame Konzepte erarbeitet und geprüft. Die Ergebnisse daraus werden im Pflichtenheft für ein neues Betriebskonzept berücksichtigt. Gleichzeitig werden mit den bestehenden Mietern und Pächtern Gespräche über das weitere Vorgehen geführt.

Das Baubewilligungsverfahren wurde Ende April 2008 eingeleitet, so dass im Herbst 2008 mit den Bauarbeiten begonnen und im Sommer 2009 die Anlagen in Betrieb genommen werden können.

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

Hinweis

Diese Meldung ist vor 2018 erschienen. Gegenüber der ursprünglichen Fassung sind alle Bilder, Links und Downloads entfernt worden. Dies beim Wechsel zum neuen kantonalen Webauftritt 2020.
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