Goldene Ehrenmedaille des Regierungsrates an Maria Becker

Der Regierungsrat hat Maria Becker die goldene Ehrenmedaille des Regierungsrates verliehen. Die bekannte Schauspielerin und Regisseurin erhält die goldene Ehrenmedaille in Anerkennung ihrer Verdienste für die Theater- und Filmkunst.

Der Regierungsrat verleiht jedes Jahr einer herausragenden Persönlichkeit mit besonderen kulturellen Verdiensten auf Vorschlag der Kulturförderungskommission die goldene Ehrenmedaille des Regierungsrates.

Maria Becker wurde 1920 in Berlin als Tochter des Schauspielerehepaares Maria Fein und Theodor Becker geboren. 1936 emigrierte sie mit ihrer Mutter nach Wien, wo sie am Max-Reinhardt-Seminar studierte. Bereits als Achtzehnjährige erhielt sie 1938 ein Engagement am Zürcher Schauspielhaus, an dem sie mit Unterbrechung bis 1965 tätig war. Maria Becker erlebte eine glanzvolle Karriere als Schauspielerin. In allen denkbaren klassischen und modernen Stücken spielte sie eine kaum überschaubare Fülle an bedeutenden Rollen. Einem breiten Publikum wurde sie schliesslich durch ihre Auftritte in etlichen Fernsehfilmen und –krimis wie zum Beispiel «Derrick», «Der Alte» und «Siska» bekannt. Ebenso war sie in Kinofilmen zu sehen. Maria Becker konnte am 28. Januar 2005 ihren 85. Geburtstag feiern. Anfangs dieses Jahres spielte sie im Theater Stadelhofen die Rolle der Dame in Grazia Meiers Komödie «Drama in Weiss».

Dank der dynamisch erfüllten Eindringlichkeit ihrer Gestaltung werden viele ihrer Rollenporträts noch lange in der Erinnerung ihres Publikums haften bleiben. Mit der Verleihung der goldenen Ehrenmedaille soll ihre Arbeit als Theater- und Filmschauspielerin wie auch als Regisseurin ausgezeichnet werden. Ebenso sollen ihre besonderen Verdienste um das Schauspielhaus Zürich und um die Gründung der «Schauspieltruppe Zürich» gewürdigt werden. Damit hat Maria Becker in anerkennungswürdiger Weise Herausragendes für die zürcherische Theaterkultur geleistet.

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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