Erleichterte Einbürgerung

Dieses Verfahren richtet sich hauptsächlich an ausländische Ehepartner von Schweizerinnen oder Schweizern, an ausländische Kinder eines schweizerischen Elternteils, an staatenlose Kinder sowie an Ausländer der dritten Generation.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Informationen

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) ist für die gesamte Durchführung des erleichterten Einbürgerungsverfahrens sowie für den Entscheid zuständig. Der Kanton Zürich und die Wohngemeinden machen die Abklärungen für das SEM. Wenden Sie sich deshalb bei Fragen bitte an das SEM.  

Personen, die in eingetragener Partnerschaft leben, können sich nicht im erleichterten Verfahren einbürgern lassen. Sie müssen das ordentliche Einbürgerungsverfahren durchlaufen.

Die Bewerberin oder der Bewerber erwirbt das Gemeinde- und Kantonsbürgerrecht des Ehepartners bzw. der Ehepartnerin oder des Elternteils. Staatenlose Kinder werden an ihrem Wohnort eingebürgert.

Das Einbürgerungsverfahren dauert ungefähr 2 Jahre.

Wer kann sich erleichtert einbürgern lassen?

Für die erleichterte Einbürgerung braucht es keine C-Bewilligung (Niederlassungsbewilligung). Die erleichterte Einbürgerung gilt für folgende Personen (diese Liste ist nicht abschliessend):

  • Ausländerinnen oder Ausländer, die mit einem Schweizer oder einer Schweizerin verheiratet sind. Der Schweizer Ehemann oder die Schweizer Ehefrau muss bereits vor der Heirat Schweizer oder Schweizerin gewesen sein.
  • staatenlose Kinder
  • Kinder unter 22 Jahren eines eingebürgerten Elternteils
  • Personen der dritten Ausländergeneration

Dritte Ausländergeneration

Personen der dritten Ausländergeneration informieren sich auf der Website des Staatssekretariats für Migration (SEM). Eine gute Übersicht findet sich auch auf der Website der Eidgenössischen Migrationskommission EKM.

Personen der dritten Ausländergeneration fordern das Gesuchsformular beim SEM an. Bitte geben Sie Ihre Beweggründe sowie Name, Vorname, Adresse, PLZ und Ort an. Das Gesuchsformular wird Ihnen per Post zugestellt.

Ablauf der Einbürgerung

Sich informieren

Informieren Sie sich über das Verfahren der erleichterten Einbürgerung auf unserer Webseite und auf der Webseite des Bundes (Staatssekretariat für Migration SEM).

Empfehlenswert ist aber eine Beratung bei Ihrer Wohngemeinde. Die Gemeinde prüft mit Ihnen, ob Sie die Voraussetzungen für eine erleichterte Einbürgerung erfüllen und berät Sie über das weitere Vorgehen. Diese Vorprüfung ist unverbindlich.

Gesuchsformular

Alle erforderlichen Dokumente und Beilagen erhalten Sie bei Ihrer Wohngemeinde oder beim SEM.

Dokumente organisieren

Beschaffen Sie alle Unterlagen, die Sie für das Einbürgerungsgesuch brauchen und senden Sie diese zusammen mit dem vollständig ausgefüllten und unterzeichneten Einbürgerungsgesuch (A3-Formular) auf dem Postweg an den Bund.

Wenn Sie im Ausland wohnen, reichen Sie das Gesuch bei der zuständigen Schweizer Botschaft an Ihrem Wohnsitz ein.

Bearbeitung Ihres Gesuchs

Bund – Vorprüfung

Der Bund prüft, ob das Gesuch vollständig ist und Sie die formellen Einbürgerungsvoraussetzungen erfüllen. Danach beauftragt er die kantonalen Einbürgerungsbehörden mit den Erhebungen zu den Einbürgerungsvoraussetzungen.

Kanton – Erhebungen

Der Kanton Zürich klärt laufende Strafverfahren, Strafverurteilungen und migrationsrechtliche Fragen ab. Für weitere Erhebungen und die Prüfung der Integration arbeitet der Kanton mit der Polizei und der Wohngemeinde zusammen.

Polizei – Erhebungen

Die Polizei führt im Auftrag des Kantons Erhebungen zu polizeilichen Vorkommnissen durch, insbesondere betreffend das Bestehen der ehelichen Gemeinschaft.

Wohngemeinde – Erhebungen

Die Wohngemeinde führt im Auftrag des Kantons Zürich weitere Erhebungen durch und prüft die Integration anhand eines Gespräches. Sie erstellt dazu einen Erhebungsbericht.

Kanton – Überweisung an den Bund

Der Kanton stellt anhand der Erkenntnisse den Erhebungsbericht fertig. Die Akten werden für den Einbürgerungsentscheid an den Bund geschickt. Das Verfahren innerhalb des Kantons Zürich ist nun abgeschlossen.

 

Nach diesem Verfahrensschritt wenden Sie sich für weitere Auskünfte oder auch bei Fragen bitte ans SEM.

 

Bund – Erteilung Schweizer Bürgerrecht

Bei der erleichterten Einbürgerung ist der Bund für den Einbürgerungsentscheid allein zuständig. Er stützt seinen Entscheid auf den Erhebungsbericht des Kantons und allfällige eigene Erhebungen.

Abschluss Einbürgerungsverfahren

Sie erhalten vom Bund die Einbürgerungsverfügung. Sie können innert 30 Tagen Rekurs einlegen. Wenn Sie keinen Rekurs einlegen, wird die Verfügung nach 30 Tagen rechtskräftig. Sobald die Verfügung rechtskräftig ist, haben Sie das Schweizer Bürgerrecht.

Wenn Sie Schweizer Ausweispapiere (ID/Pass) bestellen möchten, wenden Sie sich bitte an Ihre Wohngemeinde oder ans Passbüro.

Voraussetzungen

Bei der erleichterten Einbürgerung ist das Staatssekretariat für Migration (SEM) für den Entscheid allein zuständig. Das bedeutet der Kanton oder die Gemeinde entscheiden nicht. Das SEM prüft alle Voraussetzungen selbst.   

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Wenn Sie mit einer Schweizerin oder einem Schweizer verheiratet sind, können Sie ein Gesuch um erleichterte Einbürgerung stellen.

Folgende Voraussetzungen müssen Sie erfüllen:

  • seit mindestens drei Jahren mit einer Schweizerin oder einem Schweizer verheiratet
  • seit mindestens fünf Jahren in der Schweiz aufgehalten, davon mindestens ein Jahr vor Gesuchseinreichung
  • keine unbezahlten Betreibungen
  • definitive Steuerrechnungen sind bezahlt
  • keine Einträge im schweizerischen Strafregister
  • Respektierung der Werte der Bundesverfassung
  • eine Landessprache sprechen
  • finanzielle Unabhängigkeit
  • Unterstützung der Integration der Familienmitglieder in die Schweiz
  • Grundkenntnisse über die Schweiz
  • Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in der Schweiz
  • die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz nicht gefährden

Wenn Sie nicht in die Einbürgerung der Eltern miteinbezogen wurden und zu diesem Zeitpunkt minderjährig waren, können Sie vor dem 22. Geburtstag ein Gesuch um erleichterte Einbürgerung stellen.

Folgende Voraussetzungen müssen Sie erfüllen:

  • seit mindestens fünf Jahren in der Schweiz wohnhaft, davon mindestens drei Jahre vor Gesuchseinreichung
  • keine unbezahlten Betreibungen (ab 16 Jahren)
  • definitive Steuerrechnungen sind bezahlt (ab 18 Jahren)
  • keine Einträge im schweizerischen Strafregister (ab 18 Jahren)
  • Respektierung der Werte der Bundesverfassung
  • eine Landessprache sprechen
  • finanzielle Unabhängigkeit (Volljährige)
  • Unterstützung der Integration der Familienmitglieder in die Schweiz (wenn zutreffend)
  • Grundkenntnisse über die Schweiz
  • Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in der Schweiz
  • die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz nicht gefährden

Staatenlose minderjährige Kinder können ein Gesuch um erleichterte Einbürgerung stellen.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:  

  • seit mindestens fünf Jahren in der Schweiz wohnhaft, davon mindestens ein Jahr vor Gesuchseinreichung
  • keine unbezahlten Betreibungen (ab 16 Jahren)
  • keine Einträge im schweizerischen Strafregister
  • Respektierung der Werte der Bundesverfassung
  • eine Landessprache sprechen
  • Grundkenntnisse über die Schweiz
  • Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in der Schweiz
  • die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz nicht gefährden

Gebühren

Bei der erleichterten Einbürgerung erhebt das Staatssekretariat für Migration (SEM) eine Gebühr. Die Gebühr beträgt CHF 900. Für Personen unter 18 Jahren beträgt die Gebühr CHF 650.

Kontakt

Gemeindeamt des Kantons Zürich – Abteilung Einbürgerungen

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Adresse

Wilhelmstrasse 10
8005 Zürich
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Postadresse

Postfach
8090 Zürich

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