Leerwohnungszahlen

Am 1. Juni 2026 standen im Kanton Zürich 4189 Wohnungen leer. Gegenüber dem Vorjahr sind das 374 mehr. Die Leerwohnungsziffer ist innert Jahresfrist nur leicht gestiegen: von 0,48 auf 0,52 Prozent.

Überblick

Leerwohnungsziffer seit Jahren
tief

Die Leerwohnungsziffer weist den Anteil der leeren Wohnungen am gesamten Wohnungsbestand aus, wobei sie auch Einfamilienhäuser umfasst. Sie hat im Kanton Zürich innert Jahresfrist von 0,48 auf 0,52 Prozent zugenommen. Die Periode mit wenig Leerständen dauert somit an. Vor zehn Jahren hatte die Leerwohnungsziffer noch bei 0,84 Prozent gelegen.

Die tiefen Leerstände zeigen, dass die Nachfrage nach Wohnraum im Kanton Zürich weiterhin hoch ist und das Angebot damit nicht Schritt halten kann. Der Wohnbausaldo, das heisst die Zahl der neu gebauten Wohnungen minus jener der abgebrochenen, lag letztes Jahr erneut auf tiefem Niveau.

Nach Region

Alle Regionen betroffen

Im zweiten Jahr in Folge liegt die Leerwohnungsziffer in allen Zürcher Regionen unter einem Prozent. Am höchsten ist sie im Oberland (0,95 Prozent) und am Pfannenstiel (0,90 Prozent).

Die beiden grössten Städte, Zürich und Winterthur, melden etwas höhere Leerstände als in den Vorjahren. Die Leerwohnungsziffern bleiben aber mit 0,11 Prozent in Zürich respektive 0,20 Prozent in Winterthur unter dem 10-Jahres-Durchschnitt.

Nach Wohnungsgrösse

Kleine und grosse Wohnungen gefragt

Abgesehen von den 2-Zimmerwohnungen sind die Leerstände bei allen Wohnungsgrössen innert Jahresfrist gestiegen. Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr sind aber so klein, dass man von einer beinahe unveränderten Situation sprechen muss.

Weiterhin liegen die Leerwohnungsziffern der verschiedenen Wohnungsgrössen sehr nahe beieinander. Neu haben die Wohnungen mit sechs oder mehr Zimmern die höchste Leerwohnungsziffer (0,60 Prozent) und die 5-Zimmerwohnungen die zweithöchste (0,53 Prozent).

Dies ist bemerkenswert, weil die grossen Wohnungen – oft Einfamilienhäuser – üblicherweise die tiefste Leerwohnungsziffer aufweisen. Ob es sich dabei um einen anhaltenden Trend oder ein einmaliges Phänomen handelt, kann derzeit noch nicht beurteilt werden.

Nach Gebäudetyp

Leerstand bei Ein- und Mehrfamilienhäusern
vergleichbar

Einer der begehrtesten Wohnungstypen ist das Einfamilienhaus. Dies erklärt, weshalb die Leerwohnungsziffer für diese Wohnform auf sehr niedrigem Niveau ist. Seit 2023 gibt es aber einen schwachen Aufwärtstrend auf das Niveau der Jahre vor Corona. Während der Pandemie war der Nachfrageüberhang nach einem Haus mit Garten besonders ausgeprägt.

Die derzeit rund 700 leeren Einfamilienhäuser entsprechen einer Leerwohnungsziffer von 0,58 Prozent, was über dem 10-Jahres-Durchschnitt liegt.

Bemerkenswert ist, dass die Leerwohnungsziffer der anderen Wohnungen seit einigen Jahren ungefähr gleich gross ist wie jene der Einfamilienhäuser. Zurzeit liegt sie mit 0,51 Prozent sogar darunter.

Nach Gebäudealter

Neubauten stehen selten leer

Seit 2021 ist die Wohnbautätigkeit im Kanton Zürich durchwegs
gering. Die wenigen neuen Wohnungen, die auf den Markt kamen, waren und sind sehrgefragt.

Dieses Jahr haben die Gemeinden 600 leere Neubauwohnungen
(Baujahr 2024 oder später) gemeldet. Das sind zwar 120 mehr als im Vorjahr, mit
3,02 Prozent bleibt die Leerwohnungsziffer für Neubauten aber weiterhin tief.
Vor zehn Jahren lag sie bei deutlich über 6,00 Prozent.

Für den diesjährigen Anstieg sind ausserdem zu grossen Teilen
die Stadt Zürich und die Gemeinde Regensdorf verantwortlich. Dort war in den
letzten Jahren auch die Neubautätigkeit hoch. Kantonsweit melden etwa gleich
viele Gemeinden zunehmende Neubauleerstände wie abnehmende.

Nach Eigentumsform

Mietwohnungen prägend

Die grosse Mehrheit der Haushalte im Kanton Zürich wohnt zur Miete. Dies spiegelt sich bei den Leerständen. Mehr als 75 Prozent davon sind Mietwohnungen.

Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Leerstände im Gleichschritt entwickelt. Beim Eigentum haben sie um 9 Prozent zugenommen, bei den Mietwohnungen um 10 Prozent.

Schaut man aber etwas weiter zurück, zeigen sich fundamentale Unterschiede: Der Leerstand bei den Mietwohnungen liegt fast 30 Prozent unter dem 10-Jahres-Durchschnitt, beim Wohneigentum hingegen 5 Prozent darüber.

Gemeinde- und Bezirksdaten

Kommunale Leerstände mit Bedacht interpretieren

Zur Erfassung der Wohnungsleerstände greifen die Gemeinden auf unterschiedliche Methoden zurück und passen diese bei Bedarf an. Sie können zum Beispiel Registerdaten oder Daten der Elektrizitätswerke nutzen und bei Immobilienverwaltungen anfragen. In der Regel nutzen sie eine Kombination unterschiedlicher Erhebungsmethoden. Aufgrund der freien Methodenwahl und dem Einfluss von Neubauprojekten ist die Vergleichbarkeit der Leerstände und -ziffern auf Gemeindeebene eingeschränkt.

Die Leerwohnungsziffer auf Gemeinde- und Bezirksebene ist im Datenportal Zürcher Gemeinden in Zahlen zu finden.

Open Government Data (OGD)

    Methode

    Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

    Die Leerwohnungszählung wird nach den Vorgaben des Bundesamts für Statistik durchgeführt. Sie erfasst bei allen Gemeinden die am 1. Juni leerstehenden Wohnungen, die entweder zur dauernden Miete oder zum Kauf angeboten werden. Nicht erfasst werden Wohnungen, die zwar unbewohnt, jedoch schon vermietet oder verkauft sind. Die ausgewiesenen Leerstandszahlen umfassen also nur jenen Teil des Wohnungsangebots, der nicht sofort von der Nachfrage
    absorbiert wird. 

    Die Leerwohnungsziffer beschreibt, wie viele Prozent aller Wohnungen in einem Gebiet leer stehen. Sie wird berechnet anhand der Leerwohnungszahl und des Gesamtwohnungsbestands. Manchmal heisst sie auch Leerwohnungsquote.

    Ansprechpersonen

    Basil Schläpfer

    Analyse Leerwohnungen

    basil.schlaepfer@statistik.ji.zh.ch
    +41 43 259 75 39

    Andriu Cavelti

    Erhebung Leerwohnungen

    andriu.cavelti@statistik.ji.zh.ch
    +41 43 259 75 78

    Auskunft, Beratung, Auswertung nach Mass

    Haben Sie Fragen zu unseren Daten und Analysen? Wünschen Sie Beratung oder eine massgeschneiderte Auswertung? Nutzen Sie für Anfragen das folgende Formular oder wenden Sie sich via Telefon oder E-Mail (datashop@statistik.zh.ch) an unseren Data Shop.

    Weiterführende Informationen

    Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

    Kontakt

    Amt für Statistik und Daten

    Adresse

    Schöntalstrasse 5
    8090 Zürich
    Route (Google)
    Adresse wurde kopiert Adresse konnte nicht kopiert werden

    Telefon

    +41 43 259 75 00

    Montag, Mittwoch und Freitag: 9 bis 12 Uhr

    Dienstag: 13 bis 16 Uhr

    Donnerstag: 9 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr

    E-Mail

    datashop@statistik.zh.ch

    Für dieses Thema zuständig: