Psychosoziale Risiken im Betrieb

Psychosoziale Risiken im Betrieb entstehen durch ungeeignete Arbeitsbedingungen oder soziale Spannungen. Sie können die psychische und physische Gesundheit der Arbeitnehmenden beeinträchtigen. Um solchen Risiken vorzubeugen, sind unter anderem verständliche Dokumente sowie eine klare Kommunikation im Betriebsalltag entscheidend.

Themenfelder

Psychosoziale Risiken entstehen nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit verschiedenen Bereichen der Arbeit. Die wichtigsten Themenfelder sind die Arbeitsplatzgestaltung, die Arbeitsstruktur und -organisation, der Mutterschutz, die psychische Gesundheit bei Lernenden und der Schutz der persönlichen Integrität. 

Das Bild ist eine Collage auf fünf kleinen Bilder. Die kleinen Bilder stellen den Jugendarbeitsschutz, Mutterschutz, Schutz der persönlichen Integrität , Arbeitsbelastungen und die Arbeitsplatzgestaltung dar.
Quelle: Nora Vögeli Grafik Design

Arbeitsplatzgestaltung

Die Gestaltung des Arbeitsplatzes beeinflusst nicht nur die körperliche, sondern auch die psychische Gesundheit. Lärm, schlechte Ergonomie oder ungünstige Arbeitsbedingungen können psychosoziale Belastungen verstärken. Ein gut gestalteter Arbeitsplatz schafft die Grundlage für gesundes und konzentriertes Arbeiten. Entdecken Sie nachfolgend die wichtigsten Links zur Arbeitsplatzgestaltung:

Arbeitssturktur und Arbeitsorganisation

Die Art und Weise, wie Arbeit aufgebaut und organisiert ist, hat einen grossen Einfluss auf die psychische Gesundheit. Klare Aufgaben, genügend Handlungsspielraum und eine angemessene Arbeitsbelastung gehören ebenso dazu wie gut geplante Arbeitsabläufe, realistische Termine und ausreichende Erholungszeiten. Eine gute Arbeitsstruktur und Arbeitsorganisation hilft, Stress, Überforderung und andere psychosoziale Risiken zu verringern. Entdecken Sie nachfolgend die wichtigsten Links zu Arbeitsstruktur und Arbeitsorganisation:

Mutterschutz

Während der Schwangerschaft können belastende Arbeitsbedingungen die Gesundheit von Mutter und Kind bereits ab der ersten Schwangerschaftswoche gefährden. Aus diesem Grund sollte eine Frau bereits vor der Schwangerschaft über mögliche Gefahren an ihrem Arbeitsplatz informiert werden. So kann sie ihren Arbeitgeber frühzeitig über ihre Schwangerschaft in Kenntnis setzen und rechtzeitig Massnahmen zum Schutz ihrer selbst und ihres Kindes ergreifen. Entdecken Sie nachfolgend die wichtigsten Links zum Mutterschutz:

Psychische Gesundheit von Lernenden

Lernende sind besonders auf Unterstützung und Orientierung angewiesen. Ein wertschätzendes Arbeitsumfeld, klare Anleitungen und eine offene Kommunikation helfen, psychosoziale Belastungen früh zu erkennen und die psychische Gesundheit zu stärken. Entdecken Sie nachfolgend die wichtigsten Links zur psychischen Gesundheit von Lernenden:

Schutz der persönlichen Integrität

Ein respektvoller Umgang ist eine wichtige Voraussetzung für ein gesundes Arbeitsumfeld. Mobbing, Diskriminierung oder sexuelle Belästigung zählen zu den psychosozialen Risiken und können die Gesundheit erheblich beeinträchtigen. Klare Regeln und eine gelebte Kultur des Respekts schaffen Sicherheit und Vertrauen. Entdecken Sie nachfolgend die wichtigsten Links zum Schutz der persönlichen Integrität:

Auswirkungen psychosozialer Risiken

Zu den wichtigsten gesundheitlichen Gefährdungspotenzialen zählen sowohl körperliche als auch psychische Beschwerden, wobei die folgenden Beispiele nicht abschliessend sind. Auf physischer Ebene können unter anderem ein erhöhter Puls oder Blutdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Magenprobleme sowie Rücken- und Kopfschmerzen auftreten. Auch Schlafprobleme und körperliche Erschöpfung gehören zu den möglichen Folgen.

Psychische Auswirkungen zeigen sich häufig in Konzentrationsstörungen, verringerter Arbeitszufriedenheit und Motivationsverlust. Zudem kann die Erholungsfähigkeit beeinträchtigt sein, etwa durch das Nicht-Abschalten-Können, was oft mit einem verschlechterten Gesundheitsverhalten hinsichtlich Ernährung, Suchtmittelkonsum oder Bewegungsmangel einhergeht. Weitere mögliche Folgen sind emotionale Erschöpfung und Burnout sowie sozialer Rückzug, Depressionen oder Angsterkrankungen.

Rechtliche Grundlagen

Das Arbeitsgesetz (Artikel 6) und die dazugehörige Verordnung 3 (Artikel 2) enthalten mehrere Bestimmungen zum Schutz vor psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, alle notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um die Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen. Dies umfasst auch Massnahmen zum Schutz der psychischen Gesundheit.

Gemäss Obligationenrecht (Artikel 328) ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Persönlichkeit der Arbeitnehmer zu achten und zu schützen. Dazu gehört auch der Schutz vor psychischen Belastungen, die durch die Arbeit verursacht werden könnten.

Die EKAS-Richtlinie Nr. 6508 der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit (EKAS) verpflichtet Unternehmen zur Umsetzung eines systematischen Sicherheits- und Gesundheitsmanagements. Dabei müssen auch psychosoziale Risiken bewertet und Massnahmen zu deren Vermeidung ergriffen werden.

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