Kanton und Gemeinden sorgen mit ökologischen Aufwertungen dafür, dass Flüsse und Bäche wieder naturnaher werden. Die natürlichen Funktionen sollen gefördert und ökologische Defizite behoben werden. Je nach Gewässer und örtlichen Bedingungen sind unterschiedlich grosse und kleine bauliche Massnahmen zielführend.
Aktuelle Situation im Kanton Zürich
Viele Fliessgewässer im Kanton Zürich sind in einem schlechten ökologischen Zustand: Sie wurden verbaut, kanalisiert und haben zu wenig Raum, um ihre natürlichen Funktionen zu erfüllen. Über ein Fünftel der Gewässer sind heute eingedolt, verlaufen also unter dem Boden.
Ökomorphologische Zustände der Fliessgewässer
Ökologische Aufwertungen sind wichtig, damit die Flüsse und Bäche ihre natürlichen Funktionen wieder erfüllen können. Naturnahe, dynamische Gewässer mit strukturreichen Uferzonen bieten Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen und verbessern den Hochwasserschutz. Zudem sind sie attraktive Erholungsräume für die Bevölkerung.
Revitalisierungen
Revitalisierungen zielen darauf ab, beeinträchtigte Gewässer wieder möglichst naturnah zu gestalten. Der Fluss oder Bach erhält dank einer Revitalisierung wieder mehr Raum und kann vielfältige Lebensräume gestalten. Revitalisierungen leisten deshalb den grössten Beitrag an die ökologische Vielfalt. Ihre Planung und Umsetzung nimmt aber Zeit in Anspruch und ist mit aufwändigeren Bauarbeiten verbunden.
Seit 2011 verlangt der Bund von den Kantonen, die Revitalisierung der Gewässer zu planen. Der Kanton Zürich hat daraufhin das Revitalisierungspotenzial aller Gewässer geprüft und rund 100 von 3600 Kilometern als vorrangig eingestuft. Diese Abschnitte sollen bis 2035 revitalisiert werden. Für grössere Gewässer ist der Kanton zuständig, für kleinere die Gemeinden.
Abgeschlossene Revitalisierungsprojekte
Strukturverbessernde Massnahmen
Bei grösseren Gewässern setzt der kantonale Gewässerunterhalt strukturverbessernde Massnahmen um. Mit dem Einbau von Wurzelstöcken, Pfählen und Lenkelementen entstehen abwechslungsreichere und dynamischere Gewässer. Diese Massnahmen schaffen neue Lebensräume für Fische und andere Wasserlebewesen und Pflanzen.
Mit dem Programm «Vielfältige Zürcher Gewässer» unterstützt der Kanton seit 2022 Gemeinden und Private, die ein Gewässer ökologisch aufwerten und pflegen wollen.
Abgeschlossene strukturverbessernde Massnahmen
Offenlegungen bei
Hochwasserschutz-Projekten
Bei kommunalen Hochwasserschutzprojekten werden eingedolte Fliessgewässer wo möglich wieder offengelegt und – wie bei Revitalisierungsprojekten – ökologisch aufgewertet. Diese Abschnitte werden als «indirekte Revitalisierungen» bezeichnet, weil sie nicht an die Revitalisierungsvorgabe des Bundes angerechnet werden. Sie sorgen aber für eine deutliche ökologische Verbesserung.
Abgeschlossene Offenlegungen
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Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft – Abteilung Wasserbau