Schweizer Alant
Rauer Alant
Artbeschrieb
- 15 - 45 cm hoch
- Stängel und Blätter (auch Oberseite) rauh behaart (Name!)
- Stängel meist nicht verzweigt
- Blätter oval bis lanzettlich, +/- ganzrandig, nicht stengelumfassend sitzend, etwas ledrig
- Blüten gelb, meist einköpfig, 3 - 5 cm breit; Zungenblüten 1mm breit; mit Pappus (5 - 6 mm)
- Äussere Hüllblätter aufrecht und anliegend, aussen auf den Nerven und am Rand mit langen Haaren
Ähnliche Arten
Das Weidenblättrige Rindsauge (Buphthalmum salicifolium) unterscheidet sich vom Rauen Alant durch folgende Merkmale:
- Zungenblüten 2 - 3 mm breit (statt nur 1 mm)
- Blattrand oft rötlich
- Pappus ohne Haare, häutig (nur ca. 0.5 mm lang)
Weidenblättriges Rindsauge
Der Weiden-Alant (Inula salicina) unterscheidet sich vom Rauen Alant durch folgende Merkmale:
Morphologisch
- 25 - 80 cm hoch
- Stängel meist kahl
- Blätter meist senkrecht abstehend und oft abwärts gebogen (nicht schräg aufwärts)
- Blätter kahl, nur unterseits auf den Nerven kurzborstig behaart und am Rand fein bewimpert
- Obere Blätter mit herzförmigen Grund halbstängelumfassend
- Äussere Hüllbätter aussen kahl, am Rand bewimpert; mit zurückgebogener Spitze
Lebensraum
- Auf wechselfeuchten, dichten Böden
- In Feuchtwiesen (Pfeifengraswiesen)
Weiden-Alant
Pflege und Gefährdung
Was hilft der Art?
- Später Schnitt ab 15. September
- Am Wuchsort Konkurrenten reduzieren (Gebüsche, Adlerfarn, Fiederzwenke, Brombeeren, Nielen, Junggehölze)
- Fiederzwenke reduzieren mit zusätzlichem Frühschnitt ab 15.Juni (Rauer Alant sollte blühen); Pflanzen markieren und erst mit 2. Schnitt schneiden oder stehen lassen
- Wuchsorte dauerhaft offenhalten
- Periodisch entbuschen
- Wald mit Vorkommen der Art gezielt auflichten
- Förderung offener Stellen, Freistellen von Felsen
- Schutz der Pflanzen mit Gatter vor Gämsen (breiten sich im Norden des Kantons Zürich aus), und auch Tiere auf ein verträgliches Mass reduzieren
Was gefährdet die Art?
- Zuwachsen von Felsstandorten
- Konkurrenz durch Fiederzwenke
- Verbuschen von lichten Waldstellen
- Verdunkelung der Bestände
- Verbuschen bzw. Zuwachsen der Offenflächen im Wald
- Weitere Ausbreitung der Gäms-Population im Kanton Zürich. Gämsen fressen Pflanzen bodeneben (!) und wiederholt ab, sie können eine Population leicht zum Aussterben bringen. Dies ist auch eine Gefahr für Blütenpflanzen im Lichten Wald allgemein.
- Blütenstände werden von Rehen gefressen
Lebensraumansprüche und Vorkommen
- Trockene, kalkreiche, flachgründige, steinige und nährstoffarme Böden in warmen Lagen, lichtbedürftig
- Sonnige, trockene, konkurrenzarme Standorte
- Lichte Eichen- und Föhrenwälder, Felsbänder
- Trockenwarme Säume
- Trockenwiesen
- Vorkommen nur im Nordosten des Kantons Zürich
Nach Delarze
4.2.3 - Insubrischer Trockenrasen (Diplachnion)
5.1.1 - Trockenwarmer Krautsaum (Geranion sanguinei)
Arten mit gleichen/ähnlichen Ansprüchen (nicht abschliessend)
- Bayrischer Bergflachs (Thesium bavarum), siehe Steckbrief
- Berg-Kronwicke (Coronilla coronata)
- Blutroter Storchschnabel (Geranium sanguineum)
- Gemeine Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris), siehe Steckbrief
Weiteres
Schutzstatus
Kontakt
Amt für Landschaft und Natur – Abteilung Wald