Gemeine Küchenschelle
Gemeine Küchenschelle
Artbeschrieb
Blüte der Gemeine Küchenschelle
Blätter der Gemeinen Küchenschelle
- 5-20 cm hoch
- Stängel zottig weiss behaart und aufrecht
- Grundständige Blätter nicht überwinternd, nicht seidig glänzend, 1-2-fach gefiedert mit höchstens 2 mm breiten Zipfeln, Oberseite anfangs behaart und zuletzt +/- kahl
- Stängelblätter im Quirl und verwachsen, mit schmalen Zipfeln und zottig behaart
- Blüten auf kurzem, behaartem Stiel
- 6 rotviolette (bis hellviolette) Blütenblätter, aussen zottig behaart, beim Aufblühen aufrecht, zahlreiche Staub- und Fruchtblätter
- Blütezeit Mitte März – Mitte April (im Wald / an schattigen Standorten bis Ende April)
Ähnliche Arten
Im blühenden Zustand sind keine ähnlichen Arten vorhanden.
Vegetativ können die grundständigen Blätter mit anderen Arten – z.B. junge Blätter der Wilden Möhre (Daucus carota) – verwechselt werden
Pflege und Gefährdung
Was hilft der Art?
- Periodisches Entbuschen (alle verholzten Sträucher insbesondere sich vegetativ ausbreitende und laubtragende)
- Wuchsstellen gelegentlich auflichten (Abschätzen wie gross Eingriff werden soll, bei zu radikaler Auflichtung werden Stellen evtl. zu extrem (Trockenheit)
- Schnitt der Konkurrenzvegetation (evtl. Ausmagerung mit 2-mal mähen: 15. Juli mit Aussparung der Pflanzen oder hoher Schnitt und Ende September /Mitte Oktober)
- Späte Mahd (ab 1. August), ideale magere Flächen ab 15. August oder noch später bis Ende Sept. (wichtig ist niedrige Vegetation beim Aufblühen im Frühling), evtl. Laub/Streu rechen im Frühling
- Jäten der Problempflanzen (Verholzte, Neophyten, Leguminosen, Brachypodium, Molinia)
- Leichte Bodenstörungen zulassen, evtl. Beweidung möglich
Was gefährdet die Art?
- Verbuschung, Verwaldung, Sukzession (zunehmende Verdunkelung der Wuchsorte)
- Vermehrte Konkurrenz (auch durch invasive Arten) infolge Nährstoffzunahme im Boden
- Rückgang von Pionierböden
- Zunehmende Trockenheit
- Zerstörung des Lebensraums
- Sammeln und Ausgraben
- Evtl. Verkreuzung mit Gartenpflanzen in der näheren Umgebung
Lebensraumansprüche und Vorkommen
- Auf Kalk
- Nährstoffarme, humusfreie, trockene, flachgründige, neutral bis basische Stellen
- Auf Sand, Schluff, Mergel, Kies,Stein, Fels
- Trockene und steinige Rasen
- Lichte Föhrenwälder (Erico-Pinion, Cytiso-Pinetum), Föhrensteppenwälder
- Halbtrockenwiesen
- Felsköpfe
Nach Delarze
4.2.2 MitteleuropäischerTrockenrasen (Xerobromion)
4.2.4 Mitteleuropäischer Halbtrockenrasen (Mesobromion)
6.4.3 Kontinentaler Föhren-Steppenwald (Ononido-Pinion)
Waldstandorte Kanton Zürich
- Typischer Weisseggen-Buchenwald(14)
- Weisseggen-Buchenwald (mit Liguster) (14w)
- Bergseggen-Buchenwald (15)
- Geissklee-Föhrenwald (64)
- Erika-Föhrenwald (65)
Arten mit gleichen/ähnlichen Ansprüchen im Wald (nicht abschliessend)
- Feinblättriger Lein (Linum tenuifolium)
- Frühlings-Fingerkaut (Potentilla verna)
- Edel-Gamander (Teucrium chamaedrys)
Weiteres
- Alle Pflanzenteile sind giftig
Kontakt
Amt für Landschaft und Natur – Abteilung Wald