Gemeine Küchenschelle

Artname deutsch
Gemeine Küchenschelle
Artname lateinisch
Pulsatilla vulgaris
Aktionsplan
Ja
Ziellebensraum
Lichter Wald
Fauna/Flora
Flora
Forstkreis
FK2, FK4, FK5, FK6, FK7

Gemeine Küchenschelle

Nahaufnahme der violett blühenden gemeinen Küchenschelle
Blühende gemeine Küchenschelle Quelle: Foto: Philippe Juillerat

Artbeschrieb

Blüte der Gemeine Küchenschelle

Nahaufnahme der gemeinen Küchenschelle mit trockener Streu im Hintergrund
Blüte der gemeinden Küchenschelle Quelle: Foto: Michael Wiesner

Blätter der Gemeinen Küchenschelle

Bild der grundständigen Blätter der Gemeinen Küchenschelle mit trockener Streu im Hintergrund
Grundständige Blätter der Gemeinen Küchenschelle Quelle: Foto: Thomas Meyer
  • 5-20 cm hoch
  • Stängel zottig weiss behaart und aufrecht
  • Grundständige Blätter nicht überwinternd, nicht seidig glänzend, 1-2-fach gefiedert mit höchstens 2 mm breiten Zipfeln, Oberseite anfangs behaart und zuletzt +/- kahl
  • Stängelblätter im Quirl und verwachsen, mit schmalen Zipfeln und zottig behaart
  • Blüten auf kurzem, behaartem Stiel
  • 6 rotviolette (bis hellviolette) Blütenblätter, aussen zottig behaart, beim Aufblühen aufrecht, zahlreiche Staub- und Fruchtblätter
  • Blütezeit Mitte März – Mitte April (im Wald / an schattigen Standorten bis Ende April)

Ähnliche Arten

Im blühenden Zustand sind keine ähnlichen Arten vorhanden.
Vegetativ können die grundständigen Blätter mit anderen Arten – z.B. junge Blätter der Wilden Möhre (Daucus carota) – verwechselt werden

Pflege und Gefährdung

Was hilft der Art?

  • Periodisches Entbuschen (alle verholzten Sträucher insbesondere sich vegetativ ausbreitende und laubtragende)
  • Wuchsstellen gelegentlich auflichten (Abschätzen wie gross Eingriff werden soll, bei zu radikaler Auflichtung werden Stellen evtl. zu extrem (Trockenheit)
  • Schnitt der Konkurrenzvegetation (evtl. Ausmagerung mit 2-mal mähen: 15. Juli mit Aussparung der Pflanzen oder hoher Schnitt und Ende September /Mitte Oktober)
  • Späte Mahd (ab 1. August), ideale magere Flächen ab 15. August oder noch später bis Ende Sept. (wichtig ist niedrige Vegetation beim Aufblühen im Frühling), evtl. Laub/Streu rechen im Frühling
  • Jäten der Problempflanzen (Verholzte, Neophyten, Leguminosen, Brachypodium, Molinia)
  • Leichte Bodenstörungen zulassen, evtl. Beweidung möglich
     

Was gefährdet die Art?

  • Verbuschung, Verwaldung, Sukzession (zunehmende Verdunkelung der Wuchsorte)
  • Vermehrte Konkurrenz (auch durch invasive Arten) infolge Nährstoffzunahme im Boden
  • Rückgang von Pionierböden
  • Zunehmende Trockenheit
  • Zerstörung des Lebensraums
  • Sammeln und Ausgraben
  • Evtl. Verkreuzung mit Gartenpflanzen in der näheren Umgebung

Lebensraumansprüche und Vorkommen

  • Auf Kalk
  • Nährstoffarme, humusfreie, trockene, flachgründige, neutral bis basische Stellen
  • Auf Sand, Schluff, Mergel, Kies,Stein, Fels
  • Trockene und steinige Rasen
  • Lichte Föhrenwälder (Erico-Pinion, Cytiso-Pinetum), Föhrensteppenwälder
  • Halbtrockenwiesen
  • Felsköpfe

Nach Delarze
4.2.2 MitteleuropäischerTrockenrasen (Xerobromion)
4.2.4 Mitteleuropäischer Halbtrockenrasen (Mesobromion)
6.4.3 Kontinentaler Föhren-Steppenwald (Ononido-Pinion)

Waldstandorte Kanton Zürich

  • Typischer Weisseggen-Buchenwald(14)
  • Weisseggen-Buchenwald (mit Liguster) (14w)
  • Bergseggen-Buchenwald (15)
  • Geissklee-Föhrenwald (64)
  • Erika-Föhrenwald (65)

Arten mit gleichen/ähnlichen Ansprüchen im Wald (nicht abschliessend)

  • Feinblättriger Lein (Linum tenuifolium)
  • Frühlings-Fingerkaut (Potentilla verna)
  • Edel-Gamander (Teucrium chamaedrys)

Weiteres

  • Alle Pflanzenteile sind giftig

Anna Wunderli

Aktionsplanverantwortliche Kanton Zürich

wunderli@toposmm.ch
+41 44 451 52 55

Kontakt

Amt für Landschaft und Natur – Abteilung Wald

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