Vogelgrippe

Mit dem Vogelzug im Herbst steigt jeweils die Gefahr der Vogelgrippe. Die Tierhaltenden tun gut daran, ihre Geflügelhaltungen vor Wildvögeln abzuschirmen.

Inhaltsverzeichnis

Vogelgrippe – Massnahmen verlängert

Wegen der Vogelgrippe ist Ende November 2022 die ganze Schweiz zum Kontrollgebiet erklärt worden. In diesem Gebiet gelten klare Bestimmungen zum Schutz des Geflügels vor einer Ansteckung. Die Geflügelhaltenden sind verpflichtet, Schutzmassnahmen umzusetzen. Diese Massnahmen haben zum Ziel, den Kontakt zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel zu unterbinden.

Bund und Kantone haben aufgrund einer Risikoeinschätzung (Vogelzug, infizierte Wildvögel) entschieden, das Kontrollgebiet und somit auch die Schutzmassnahmen bis mindestens Mitte März 2023 aufrechtzuerhalten. Details sind der Medienmitteilung des BLV zu entnehmen.

Kontrollgebiet – was gilt?

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Um Hausgeflügel wirksam vor der Vogelgrippe zu schützen, muss der Kontakt mit Wildvögeln unterbunden werden. Bund und Kantone haben hierfür drei Varianten ausgearbeitet, von denen eine umgesetzt werden muss:

a)    Sie beschränken den Auslauf des Hausgeflügels auf den geschlossenen Aussenklimabereich (Wintergarten).

b)    Sie stellen sicher, dass im Aussenbereich Futter- und Tränkestellen nicht zugänglich sind für Wildvögel und dass die Auslaufflächen und Wasserbecken durch Zäune oder Netze mit einer Maschenweite von höchstens 4 cm gegen den Zuflug von Wildvögeln gesichert sind. In der Regel heisst dies, die Tiere ausschliesslich im Stall oder im Wintergarten zu füttern und zu tränken.

c)    Sie halten das Hausgeflügel in einem geschlossenen Stall.

Weiter müssen Hühnervögel von Wasser- und Laufvögeln getrennt gehalten werden.

Ebenfalls müssen Hygienemassnahmen umgesetzt werden.

Hygienemassnahmen sollen verhindern, dass das Vogelgrippe-Virus durch Personen oder über Geräte bzw. Material in die Tierhaltung eingeschleppt wird. Deshalb sind diese Massnahmen umzusetzen:

a)    Beschränken Sie die Anzahl Personen, welche die Tierhaltung betreten dürfen, auf das Notwendige.

b)    Sie müssen eine Hygieneschleuse einrichten.

c)    Sorgen Sie dafür, dass:

  • die Tierhaltung ausschliesslich mit Kleidern und Schuhen betreten wird, die nur für die Arbeiten in der Tierhaltung verwendet und regelmässig gewaschen beziehungsweise gereinigt werden, und
  • alle Personen die Hände waschen und desinfizieren, bevor sie die Tierhaltung betreten und nach Abschluss der Arbeiten.

Das Veterinäramt Zürich hat ein Dokument mit Umsetzungshilfen zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen, trotz den Restriktionen eine tierschutzkonforme Freilandhaltung einzurichten. Es gibt auch ein Merkblatt dazu, wie eine Hygieneschleuse eingerichtet werden kann. Diese Dokumente finden Sie weiter unten unter «Umsetzungshilfen».

Weitere Umsetzungshilfen sind auf der Website des BLV abrufbar.

Wassergeflügel braucht täglich Zugang zu einer Bademöglichkeit. Daran ändert sich auch durch die Massnahmen gegen die Vogelgrippe nichts. Da ein Teich schlecht allseitig engmaschig eingezäunt werden kann, sind hier spezielle Massnahmen zu ergreifen, um Wildvögel von der Wasserstelle fernzuhalten. Hier haben sich insbesondere Flatterbänder bewährt, welche an Bäumen und Sträuchern oder Pflöcken befestigt und um sowie über den Schwimmteich gespannt werden, s. Foto.

Flatterbänder
Flatterbänder werden um und über die Schwimmgelegenheit gespannt, um Wildvögel abzuschrecken. Quelle: VETA ZH

Das Haus-Wassergeflügel, welches den Teich und die Umgebung bereits kennt, toleriert die Flatterbänder in der Regel nach kurzer Eingewöhnung gut. Somit können Enten und Gänse kontrolliert, während wenigen Stunden am Tag, die gewohnte Schwimmgelegenheit nutzen. Die restliche Zeit verbringen sie in der geschützten Aufstallung (z. B. Stall, Folientunnel, Scheune).

Wichtig: Bei diesem Arrangement ist es besonders wichtig, die Tiere wirklich vor Wildvögeln geschützt zu füttern und zu tränken, das heisst, im Stall drin. Am besten direkt vor und nach dem Bad. Das Wassergeflügel muss von Hühnern getrennt gehalten werden.

Die Maschenweite darf höchstens 4 cm betragen. Allenfalls muss deshalb ein engmaschigeres Netz über die Voliere gelegt werden. Weiter müssen die Tiere an einem überdachten Ort gefüttert und getränkt werden.

Spatzen sind in der aktuellen Situation bislang nicht als Überträger der Vogelgrippe festgestellt worden. Wie alle anderen Vögel können aber auch sie infiziert werden und die Krankheit dann weitertragen. Deshalb sollten Futter- und Wasserstellen in Geflügelhaltungen auch für Spatzen unerreichbar eingerichtet werden. Je engmaschiger der Vogelschutz ist, desto besser.

Sollten Sie weitere Fragen haben oder bei der Umsetzung der Schutzmassnahmen trotz den online zur Verfügung gestellten Umsetzungshilfen auf technische Schwierigkeiten stossen, nehmen Sie bitte via kanzlei@veta.zh.ch mit uns Kontakt auf.

Schützen Sie Ihr Hausgeflügel vor der Vogelgrippe 

Aktuell treffen Wasservögel an den Schweizer Gewässern zur Überwinterung ein. Damit steigt das Risiko, dass die Vogelgrippe in Tierhaltungen eingeschleppt wird. Treffen Sie deshalb vorbeugende Massnahmen, um Ihr Geflügel zu schützen.

Vermeiden Sie den Kontakt zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel:

  • Schützen Sie Futter- und Wasserstellen vor Wildvögeln.
  • Wechseln Sie vor dem Betreten der Stallungen stets Ihre Schuhe und Überkleider und desinfizieren Sie die Hände.
  • Bereiten Sie sich darauf vor, den Auslauf der Tiere rasch überdachen zu können.

Umsetzungshilfen Hygienemassnahmen und Einschrän­kungen der Freilandhaltung

Die Umsetzungshilfen zu den Hygienemassnahmen und zu den Einschrän­kungen der Freilandhaltung in Geflügelhaltungen informieren Sie darüber, wie Sie Ihre Geflügelhaltung im Ernstfall vor dem Virus schützen können. 

Registrierungspflicht

Die Haltung von Geflügel (auch Hobbyhaltungen) muss beim Veterinäramt Zürich registriert werden.

Grosse Geflügelhaltungen müssen zudem bei der Tierverkehrsdatenbank gemeldet sein und das Einstallen einer neuen Herde innert zehn Tagen melden.

Weiterführende Informationen

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Kontakt

Veterinäramt

Adresse

Waltersbachstrasse 5
8090 Zürich
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Telefon

+41 43 259 41 41

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