Lichtemissionen

Künstliche Beleuchtung macht die Nacht zum Tag. Dies wirkt sich negativ auf Menschen, Tiere und Pflanzen aus. Mit einer zweckmässigen Beleuchtung lassen sich unnötige Lichtemissionen und schädliche Lichtimmissionen vermeiden und zudem Strom und Kosten sparen.

Inhaltsverzeichnis

Messungen

Die nächtliche Beleuchtung von Aussenräumen hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Das Licht erhellt den Nachthimmel und hat weitreichende negative Auswirkungen auf Natur und Menschen. Um den Grad der Lichtverschmutzung quantifizieren zu können, führt das AWEL an unterschiedlichen Standorten Messungen der Helligkeit des Nachthimmels durch. Die Resultate der Messungen aus dem Jahr 2016 sind im Bericht «Sky Quality Meter: Resultate 2016» festgehalten.

Auswirkungen

Lichtverschmutzung ist ungenutztes Kunstlicht

Die künstliche Aufhellung des Nachthimmels verursacht schädliche oder lästige Einwirkungen auf den Menschen und seine Umwelt. Der Begriff Lichtverschmutzung bezeichnet direkt blendendes Kunstlicht und Kunstlicht, das an Luft- und Staubteilchen in der Atmosphäre gestreut wird und damit den Himmel aufhellt (Lichtglocke). Aussenräume wurden in den letzten Jahrzehnten immer stärker beleuchtet. Ein erheblicher Teil des Lichts wird dabei nicht genutzt und erhellt stattdessen den Nachthimmel.

Lichtverschmutzung beeinflusst Mensch und Natur

Licht ist ein wichtiger Zeitgeber für viele biologische Prozesse. Beim Menschen kann künstliches Licht deshalb den Schlaf-Wach-Rhythmus verändern. Dies beeinträchtigt die Gesundheit.

Störungen des natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus durch künstliche Beleuchtung wirken sich auch negativ aus auf lichtempfindliche Tier- undPflanzenarten, darunter bedrohte und geschützte Arten. Nachtaktive Insekten, Amphibien oder Säugetiere können in ihrem normalen Lebensablauf (Nahrungssuche, Fortpflanzung, usw.) gestört werden. Für viele Insekten wirken künstliche Lichtquellen als eigentliche Fallen. Weiter werden nachtaktive Zugvögel, die sich unter anderem an den Sternen orientieren, von den Lichtglocken über Agglomerationen angezogen und bei ihrem Flug in die Winter- oder Sommerquartiere behindert.

Lichtverschmutzung ist Energieverschwendung

Zweckmässig eingesetzte Beleuchtung vermindert den Energieverbrauch und vermeidet Kosten.

Planung und Betrieb

Fünf Grundsätze für die Planung und den Betrieb von Beleuchtungen gilt es zu beachten:

  • Notwendigkeit: Nur sicherheitsrelevante Beleuchtung vorsehen. Gesamtlichtstrom minimieren.
  • Ausrichtung: Lichtstrom von oben nach unten richten. Lichtlenkung von unten nach oben vermeiden.
  • Lichtlenkung: Verminderung von unnötigen Emissionen durch präzise Lichtlenkung.
  • Helligkeit: Objekte nur so hell beleuchten wie notwendig.
  • Lichtsteuerung: Berücksichtigung der Nachtruhe durch Abschaltung oder Verwendung von Bewegungsmeldern.

Merkblatt für Gemeinden

Ein Merkblatt und der Vollzugsschlüssel Umwelt, Kapitel 4 Strahlung (Mobilfunk, Licht, Radon) informieren die Behörden über ihre Aufgaben und Massnahmen zur Vermeidung von Lichtverschmutzung.

  • Vorbild bei eigenen Bauten und Anlagen
  • Verordnungskompetenzen der Gemeinden
  • Auflagen im Baubewilligungsverfahren
  • Behandlung von Reklamationen

Kontakt

Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft – Abteilung Luft, Klima und Strahlung

Adresse

Stampfenbachstrasse 12
8090 Zürich
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Telefon

+41 43 259 29 85

Kontaktperson Valentin Delb

Für dieses Thema zuständig: