Daten & Karten

Hier finden Sie aktuelle Messdaten, Emissionsbilanzen für verschiedene Schadstoffe und Zeitstände sowie darauf basierende modellierte Luftbelastungskarten für den Kanton Zürich.

Messungen

Luftqualität

Im Gebiet von OSTLUFT wird an über 20 Standorten die Luftqualität anhand der Leitschadstoffe Stickstoffdioxid (NO2), Feinstaub (PM) und Ozon (O3) mit automatischen Messstationen in hoher zeitlicher Auflösung erfasst. Dieses Netz wird ergänzt durch zusätzliche Messsysteme, die räumlich und zeitlich flexibel eingesetzt werden können um spezifische Fragen zu beantworten (z.B. ein dichtes Netz von NO2-Passivsammlern). Die Erkenntnisse über die Luftqualität werden durch eigene aktuelle Modellrechnungen vertieft und anschaulich dargestellt.

Wie beurteilen wir die Luftqualität?

Wir beziehen uns hier bei der Beurteilung der Luftqualität auf die Langzeitbelastung durch verschiedene Schadstoffe. Dafür vergleichen wir Jahreswerte mit den gesetzlichen Grenzwerten der Schweizer Luftreinhalteverordnung sowie mit den gesundheitsbezogenen Richtwerten der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Grundlage für den Vergleich sind Luftqualitäts-Messdaten und die aus Karten berechnete Bevölkerungsbelastung.

Grenzwerte: Rechtlich verbindlich. Werden sie überschritten, müssen die Kantone Massnahmenpläne aufstellen.

WHO-Richtwerte: Unverbindlich. Neuester wissenschaftlicher Stand zum Schutz der Gesundheit. Sie liegen meist tiefer als die gegenwärtigen Schweizer Grenzwerte.

Übersicht über die wichtigsten Immissionsgrenzwerte der Schweizer Luftreinhalteverordnung (LRV) gegenüber den WHO-Richtwerten aus dem Jahr 2021.

 
 
 
 
  Berechnungsvorschrift WHO-Richtwert LRV-Grenzwert
Stickstoffdioxid Jahresmittel 10 µg/m3 30 µg/m3
Feinstaub PM10 Jahresmittel 15 µg/m3 20 µg/m3
Feinstaub PM2.5 Jahresmittel 5 µg/m3 10 µg/m3
Ozon typische Spitzenbelastung1 - 100 µg/m3
  mittlere Sommertagbelastung2 60 µg/m3 -

1 genaue Definition: 98%-Perzentil der ½-Stunden Mittelwerte eines Monats.
2 genaue Definition: Durchschnitt der maximalen täglichen 8-Stunden Mittelwerte der Ozon-Konzentration in den sechs aufeinanderfolgenden Monaten mit der höchsten Ozon-Konzentration im Sechsmonatsdurchschnitt.

Mehr zu Grenz- und Richtwerten

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

In der Schweizer Luftreinhalteverordnung hat der Bundesrat Immissionsgrenzwerte für verschiedene Luftschadstoffe festgelegt. Sie sollen gemäss den Kriterien des Umweltschutzgesetzes Menschen, Tiere, Pflanzen, Böden vor schädlichen und lästigen Auswirkungen der Luftschadstoffe umfassend schützen. Werden die Grenzwerte überschritten, so spricht man von «übermässiger» Belastung. Dann haben die Kantone den Auftrag, Massnahmenpläne aufzustellen, um die Luftqualität zu verbessern.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Richtwerte, die auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Luftbelastung beruhen. Die aktuellen Richtwert-Empfehlungen stammen aus dem Jahr 2021. Sie zeigen: schädliche Auswirkungen von Luftbelastung beschränken sich nicht nur auf hohe Belastungen, sondern treten auch deutlich unterhalb der gegenwärtigen Schweizer Grenzwerte auf. Die Eidgenössische Kommission für Lufthygiene empfiehlt daher dem Bundesrat eine entsprechende Anpassung der Grenzwerte.

Für unsere Beurteilung der Luftqualität berücksichtigen wir beide Grundlagen. Rechtlich verbindlich sind die Schweizer Grenzwerte - aus ihnen leitet sich der Auftrag zur kantonalen Massnahmenplanung ab. Informativ ist der Vergleich mit den WHO-Richtwerten - er zeigt, ob die Luftbelastung nach heutigem Wissensstand ungesund ist.

In den nachfolgenden Abbildungen ist immer der aktuelle Grenz- und Richtwert über den gesamten Betrachtungszeitraum eingezeichnet, auch wenn Grenz- und Richtwerte zu einzelnen Schadstoffen teils erst später eingeführt oder auf das heutige Niveau gesenkt wurden.

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

In den nachfolgenden Abbildungen lassen sich teilweise die Schadstoffe, Zeiträume, Darstellungsarten und einzelne Inhaltselemente interaktiv auswählen. Messorte sind in lufthygienische Standortklassen eingeteilt. Das heisst, die Ergebnisse einer Standortklasse lassen sich auf ähnliche Standorte verallgemeinern. Die «mittlere Bevölkerungsbelastung» ist eine statistische Kennzahl zur mittleren Schadstoffbelastung aller im Kanton Zürich oder der jeweiligen Gemeinde wohnenden Personen.

Klima

Der Kanton Zürich betreibt seit Mitte 2019 ein eigenes Messnetz, das die Lufttemperatur und –feuchte an ausgewählten Standorten kontinuierlich misst. Diese Messungen sind wichtig, um zu verstehen, welchen Einfluss die Versiegelung und die Bebauung auf das Lokalklima haben und wie wirksam die einzelnen Massnahmen sind.

Modellierte Jahreskarten und Emissionsbilanzen

Die aufgeführten Emissionsbilanzen der wichtigsten Luftschadstoffe und Treibhausgase sowie die Luftbelastungskarten für den Kanton Zürich stammen aus der gesamtschweizerischen Berechnung. Sie decken die Zeitstände 2015, 2020, 2021 und 2030 ab und stehen als Open Government Data (OGD) zur freien Verfügung.

Immissionskarten

Die Belastungskarten sind auf dem kantonalen GIS-Browser dargestellt. Sie stehen zudem als Geodienste (WMS und WCS) zur Verfügung und können damit für eigene (GIS-)Anwendungen genutzt werden.

Detailliertere Informationen zu den verwendeten Grundlagen für die Erstellung des Emissionskatasters und der Immissionskarten finden sich auf den Seiten des Bundes (BAFU).

verwendete Grundlagen

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Basierend auf Emissionsdaten und Modellen zur Schadstoffausbreitung sowie von chemischen und physikalischen Prozessen in der Atmosphäre kann die Konzentration von Luftschadstoffen berechnet werden.

Mit dem aktualisierten und verfeinerten PolluMap-Modell wurden die Konzentrationen der Luftschadstoffe Stickstoffdioxid (NO2), Russ (BC) und Feinstaub (PM10 und PM2.5) für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein berechnet.

Der wesentliche Treiber für die Immissionsentwicklung sind die Emissionen.

Für die neue PolluMap-Applikation wurden aktualisierte Emissionen 2015 und Emissionsprognosen 2020 und 2030 verwendet, wie sie ab Mitte 2019 im Emissionsinformations-System Schweiz (EMIS) – die Datenbank des BAFU mit den nationalen Luftschadstoff- und Treibhausgasemissionen – implementiert waren.

Kontakt

Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft – Sektion Klima und Mobilität

Adresse

Stampfenbachstrasse 12
8090 Zürich
Route (Google)
Adresse wurde kopiert Adresse konnte nicht kopiert werden

Telefon

+41 43 259 43 50

Kontaktperson Gian-Marco Alt

E-Mail

gian-marco.alt@bd.zh.ch

Für dieses Thema zuständig: