Klimadialog 2026

Bereits zum siebten Mal findet am 20. Oktober 2026 der Zürcher Klimadialog statt. Der Hitzesommer hat uns die Aktualität von Klimaschutz und Klimaanpassung spüren lassen. An der Veranstaltung im Volkshaus Zürich geben wir Einblick in die klimapolitische Stimmungslage im Kanton Zürich und blicken in die Zukunft. Sie sind herzlich eingeladen.

Update Klima: Wo wir stehen und wie es weitergeht

Kein Thema hat die Menschen in diesem Sommer so beschäftigt wie die grosse, lange Hitzebelastung und die ausgeprägte Trockenheit. Umso mehr gab und gibt die Frage zu reden: Was ist zu tun? Welche Klimaschutz- und  Klimaanpassungsmassnahmen sind wichtig und dringlich? 

Vor diesem Hintergrund, aber auch in Anbetracht der Tatsache, dass der diesjährige Klimadialog der erste der kommunalen Legislatur 2026-30 und der letzte der kantonalen Legislatur 2023-27 ist, möchten wir im Oktober kurz innehalten – und einerseits zurück, andererseits in die Zukunft zu blicken. Wo stehen wir in unseren Anstrengungen, die Klimastrategie des Kantons Zürich umzusetzen und in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung vorwärts zu kommen? Wie soll es weitergehen? Was denkt die Bevölkerung? Wie steht sie zu Klimaschutz- und Klimaanpassungsmassnahmen? Was können Kanton und Gemeinden tun, damit auf dem eingeschlagenen Weg rasche und wirkungsvolle Fortschritte gelingen?  

Mit diesen Fragen möchten wir uns im ersten Teil des diesjährigen Hauptanlasses beschäftigen.  

Nach der Pause stehen Ihnen fünf verschiedene Workshops zur Auswahl. Dort erhalten die Teilnehmenden einerseits fachlichen Input und entwerfen andererseits gemeinsam Ideen für «nächste Schritte».  

Dienstag, 20. Oktober 2026
ab 8 Uhr
Volkshaus Zürich, Stauffacherstrasse 60, Zürich

Programm

Willkommen zum 7. Klimadialog

  • Ab 8.00 Uhr: Eintreffen, Kaffee und Gipfeli
  • 8.30 Uhr: Begrüssung durch Regierungsrat Martin Neukom undMonika Keller, Präsidentin des Verbands der Gemeindepräsidien Kanton Zürich (GPV) 

Referate und Diskussionen

  • Inputreferat durch Regierungsrat Martin Neukom
  • Inputreferat durch Michael Hermann, Geschäftsführer Forschungsinstitut Sotomo
  • Diskussion mit Regierungsrätin Jacqueline Fehr, Regierungsrat Martin Neukom, Monika Keller, Präsidentin des Verbands der Gemeindepräsidien Kanton Zürich (GPV), Thomas Ziltener, Co-Präsident des Vereins Zürcher Gemeinde- und Verwaltungsfachleute (VZGV) und Michael Hermann, Geschäftsführer Forschungsins titut Sotomo 

Gemeinsam nächste Schritte entwerfen (Workshops) 

Den Teilnehmenden stehen fünf Workshops zur Auswahl. Die Workshops starten mit Inputreferaten. Diese werden für jeden Themenbereich ein Update zum Stand und zu den Entwicklungen geben. Anschliessend wird in Gruppen diskutiert, wie - mit Blick auf den gewählten Themenbereich - Fortschritte erzielt werden und wie die nächsten konkreten Schritte aussehen könnten. Die Teilnehmenden können mit der Anmeldung angeben, für welchen Workshop sie sich einschreiben möchten. 

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Photovoltaik (PV) übernimmt einen wachsenden Beitrag unserer Stromversorgung. PV-Strom lässt sich fast überall und auf unterschiedlich grossen Dächern und Infrastrukturen produzieren. Das ist sehr positiv. Allerdings fällt er vor allem dann an, wenn die Sonne scheint und nicht unbedingt dann, wenn wir ihn lokal benötigen. Die zurückgegangenen Einspeisetarife machen zudem die maximale Ausnützung geeigneter Flächen weniger attraktiv. Lokale Kooperationen von PV-Stromerzeugern und -verbrauchern (sog. ZEV oder LEG) können die Wirtschaftlichkeit deutlich steigern, da sie von reduzierten Netzentgelten profitieren oder ganz davon befreit sind. Gleichzeitig entsteht dadurch ein Anreiz, Energie dort zu produzieren, wo sie verbraucht wird. Für Gemeinden sind solche lokalen Kooperationen auch deshalb interessant, da sie einen zusätzlichen Anreiz für den Umstieg auf E-Fahrzeuge darstellen und so zu einem rascheren Rückgang von CO2- und Feinstaubemissionen beitragen. 

Carsten Schroeder vom Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) wird aufzeigen, welche Erfahrungen sein Unternehmen mit solchen Kooperationen macht und was Gemeinden unternehmen können, um solche Kooperationen zu fördern.   

Referent: 

  • Carsten Schroeder, Leiter strategische Regulierung, ewz

Auf den ersten Blick sinken die Treibhausgasemissionen im Verkehr nur sehr zögerlich. Wenn man jedoch genauer hinschaut, sind zumindest im Bereich E-Mobilität deutliche Fortschritte zu sehen. Es deutet alles darauf hin, dass sich die Elektrifizierung weiter durchsetzt, die Frage ist nur, wie schnell. Damit diese Entwicklung weiter an Fahrt aufnehmen kann, wurden Hemmnisse der Elektrifizierung analysiert und Massnahmen entwickelt.

Im Workshop soll es darum gehen, wie jede Gemeinde die Elektrifizierung und damit die Reduktion von CO2- und Feinstaubemissionen beschleunigen kann. Und natürlich, wie sie gute Voraussetzungen schaffen kann für die ressourcenschonendsten Fortbewegungsformen Fuss- und Veloverkehr, die Attraktivität von Sharing-Modellen und der öffentlichen Verkehrsmittel.

Referent:

- Cuno Bieler, Projektleiter, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, Kanton Zürich (AWEL)  

Der Sommer 2026 hat einen deutlichen Eindruck davon vermittelt, wie die künftigen Sommer zunehmend aussehen werden. Unsere Siedlungsgebiete wurden vielerorts nicht für so hohe Temperaturen gebaut. Daher sind viele Städte und Gemeinden daran, die klimaangepasste Siedlungsentwicklung voranzubringen und die Bevölkerung besser vor Hitze zu schützen.

Das heisst: schattenspendende Bäume erhalten und neu pflanzen, mit offenen Wasserflächen für Kühlung sorgen, Kaltluftströme sichern und Flächen entsiegeln. Ebenfalls sorgen Schwammstadt-Massnahmen dafür, dass Niederschläge dem Siedlungsraum länger zur Verfügung stehen. Mit der Revision des Planungs- und Baugesetzes (PBG) von 2024 verfügen die Gemeinden über erweiterte rechtliche Möglichkeiten, um präventiv zur Hitzeminderung beizutragen. Ergänzend können die Gemeinden auf verschiedene kantonale Beratungsangebote und Informationen, insbesondere zu Hitzeminderung, Schwammstadt und Regenwassermanagement, zurückgreifen.

In akuten Hitzewellen braucht es zusätzlich organisatorische Massnahmen des Gesundheitsschutzes, um insbesondere vulnerable und stark exponierte Bevölkerungsgruppen zu schützen. Hier gibt es konkrete Vorschläge und Empfehlungen für die Gemeinden. In diesem Workshop geht es also darum, wie Gemeinden aktiv mit der zunehmenden Hitzebelastung umgehen können – präventiv wie akut.

Referentin:

- Tanja Schmid, Projektleiterin, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, Kanton Zürich (AWEL) 

- Axel Luyten, Wiss. Mitarbeiter, Forschungsgruppe Climate, health and policy, Swiss TPH

Bei Bau, Betrieb, Unterhalt, Sanierung und Rückbau von Gebäuden und Infrastrukturen entstehen erhebliche Treibhausgasemissionen. Mit gezielten Massnahmen können diese erheblich reduziert werden, wie z.B. durch die Verwendung von Recycling-Baustoffen oder durch die Wiederverwendung von Bauteilen oder Baustoffen. Auch die Elektrifizierung von Baustellen, die lokal Treibhaus- und Lärmemissionen senken, oder Umbauprojekte statt Neubauten können grosse Beiträge leisten. Solche Massnahmen setzen oft voraus, dass man die Dinge anders macht als bisher und aktiv neue Wege beschreitet: z.B. neue Ansätze in der Beschaffung ausprobiert (z.B. Recycling-Anteile, Betonqualität oder ReUse-Bauteile), bei Planungen vom Bestehenden statt dem leeren Blatt ausgeht, bestehende Bauteile oder Baustoffe nicht als «alt» sondern als «nachhaltig» wahrnimmt, etc. Der Kanton und verschiedene Gemeinden haben dazu schon Erfahrungen gesammelt. Hier geht es darum, auf diesen aufzubauen und konkrete Ideen zu entwickeln und Massnahmen zu überlegen, die sich rasch realisieren lassen.

Referierende:

- Daniel Heule, Fachprojektleiter Nachhaltigkeit, Hochbauamt, Kanton Zürich

- Dr. Rupert Lieb, Ingenieur, Tiefbauamt, Kanton Zürich  

Netto Null gelingt nur mit dem Rückhalt der Bevölkerung. Doch dafür ist ein entsprechendes Bewusstsein nötig. Was braucht es, damit dieses Bewusstsein in der Bevölkerung wachsen kann? Darum geht es in diesem Workshop. Die Teilnehmenden erhalten Fachwissen zu Partizipation und Beteiligung vermittelt und erfahren auch die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeitsgruppe Teilhabe des Klimadialogs. Wir diskutieren, wie starke und verbindliche Strukturen für eine aktive Beteiligung und für ein aktives Mitgestalten in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung entstehen können. Und natürlich geht es auch darum, wie die Bevölkerung motiviert werden kann, diese Strukturen zu nutzen. Zur Veranschaulichung und Inspiration präsentieren wir Best-Practice-Beispiele aus Zürcher Gemeinden. Und wir möchten zur Diskussion einladen, wie Partizipation in der kommunalen Praxis funktioniert und nachhaltige Wirkung entfalten kann. 

Referentin:

- Marisol Keller, Projektleiterin, Koordinationsstelle Teilhabe, Kanton Zürich  

Auf Wiedersehen

  • 12.30 Uhr: Schlusswort durch Regierungsrätin Jacqueline Fehr
  • Anschliessend Stehlunch im Foyer des Volkshauses

Anmeldung

Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, welchen Workshop Sie besuchen möchten. Aus organisatorischen Gründen wird auch eine zweite Wahl abgefragt. Wir versuchen natürlich, bei allen Teilnehmenden die erste Wahl zu berücksichtigen, sind aber dankbar, wenn wir im Bedarfsfall die zweite Priorität kennen.

Anmeldeschluss ist am Dienstag, 13. Oktober 2026.

Die Gastgebenden

Seit Anfang 2023 gehört der Klimadialog zum Programm «Gemeinden 2030». Dieses wird getragen von der Baudirektion und der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich sowie vom Verband der Gemeindepräsidien des Kantons Zürich (GPV), dem Verein Zürcher Gemeindeschreiber und Verwaltungsfachleute (VZGV) sowie dem Verband der Zürcher Schulpräsidien.

Gastgeberinnen und Gastgeber des Klimadialogs sind:

  • Regierungsrat Martin Neukom, Baudirektor
  • Regierungsrätin Jacqueline Fehr, Vorsteherin der Direktion der Justiz und des Innern
  • Monika Keller, Gemeindepräsidentin Greifensee, Präsidentin des Verbands der Gemeindepräsidien Kanton Zürich (GVP)
  • Thomas Ziltener, Co-Präsident Verein Zürcher Gemeinde- und Verwaltungsfachleute (VZG)
  • Theo Meier, Präsident Verband Zürcher Schulpräsidien (VZS)
Logo des Projekts Gemeinden 2030, Schriftzug auf Kantonsumriss; Punkty symbolisieren Gemeinden
Logo Gemeinden 2030

Kontakt

Baudirektion / Direktion der Justiz und des Innern – Projektteam Klimadialog

Adresse

Stampfenbachstrasse 12
8090 Zürich
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E-Mail

klimadialog@zh.ch