Saisonaler thermischer Energiespeicher Mettmenstetten
Saisonale Wärmespeicher sind zentral für eine fossilfreie Wärmeversorgung, benötigen aber oft viel Fläche. In Mettmenstetten wird ein unterirdischer Speicher mit vertikaler Tunnelbauweise untersucht, der Sommerwärme für den Winter nutzt. Die Studie prüft, ob diese platzsparende Lösung technisch und wirtschaftlich umsetzbar ist.
Auf dieser Seite
Ausgangslage
- Saisonale Wärmespeicher sind ein zentraler Baustein für eine fossilfreie Wärmeversorgung, benötigen jedoch oft grosse Flächen. In Mettmenstetten wird deshalb ein unterirdischer Wärmespeicher untersucht, der sommerliche Überschusswärme für die Nutzung im Winter speichert.
- Thermische saisonal Speicher (STES) können einen massiven Beitrag zur Energiewende leisten und gleichzeitig den Strombedarf im Winter deutlich entlasten.
- Während oberirdische Speicher häufig am fehlenden Platz scheitern, bietet die unterirdische Lösung die Möglichkeit, die Oberfläche weiterhin zu nutzen. Die Studie untersucht die technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit dieses platzsparenden Speicheransatzes.
Projektbeschrieb
In Mettmenstetten wird eine Machbarkeitsstudie für einen unterirdischen saisonalen Wärmespeicher durchgeführt. Dieser speichert Wärme aus Photovoltaik, Solarthermie und Abwärme und stellt sie im Winter für ein Wärmenetz bereit. Die neue Tunnelbauweise ermöglicht eine Nutzung der Oberfläche, etwa für Landwirtschaft oder Sport. Das System wird als Ergänzung zur Holzheizzentrale geplant, wobei Holz nur für Spitzenlasten eingesetzt wird. Das Projekt wird von Renercon gemeinsam mit der OST, Amberg Engineering und weiteren Partnern umgesetzt.
Projektziele
- Nachweis der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit eines unterirdischen Wärmespeichers sowie Bewertung von Standort und Bauweise.
- Erreichen von Zielwerten für den Speicher: 6 GWh Kapazität, 3 MW Leistung, Kosten 80–110 CHF pro Kubikmeter.
- Integration in ein Wärmenetz zur Entlastung des Stromnetzes durch reduzierte Wärmepumpenlast im Winter.
Ausblick
Bei positiver Bewertung ist der Bau einer Pilotanlage geplant. Ziel ist es, die Technologie im realen Betrieb zu testen.
Weitere Projektpartner
- Amberg Engineering AG: Franz Pacher
- Bauer Spezialtiefbau AG: Bruno Huber
- FH OST: Florian Ruesch
- Gemeinde Mettmenstetten, Marcel Eicher
Ähnliche Projekte
Kontakt
Pilotprojekte Energie – Energie