Mehrfamilienhaus-Sanierung mit Photovoltaik-Fassade und Batteriespeicher
Das Wohn- und Geschäftshaus an der Hofwiesenstrasse in Zürich wurde umfassend saniert und zu einem PlusEnergieBau weiterentwickelt. Eine aktive Photovoltaik-Fassade, Batteriespeicher und intelligentes Lastmanagement erhöhen den Eigenverbrauch des Solarstroms und tragen zur Netzstabilität bei.
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Ausgangslage
- Für PlusEnergieBauten bei mehrgeschossigen Gebäuden muss die Photovoltaik zunehmend in die Fassade integriert werden.
- Bestehende PV-Fassaden erfüllten bisher oft hohe ästhetische Anforderungen nur eingeschränkt.
- Ein hoher Eigenverbrauch von lokal produziertem Solarstrom wird für Netzstabilität und Wirtschaftlichkeit immer wichtiger.
- Batteriespeicher und intelligentes Lastmanagement ermöglichen eine bessere Nutzung des lokal erzeugten Stroms.
Projektbeschrieb
Das Wohn- und Geschäftshaus Hofwiesenstrasse 22 / Rothstrasse 48 in Zürich aus den 1980er Jahren wurde umfassend saniert und um zwei Geschosse erweitert. Die bestehende Gebäudehülle wurde durch eine hochgedämmte hinterlüftete Photovoltaik-Fassade ersetzt, die Strom über Dach und Fassade produziert. Ziel war die Entwicklung einer wirtschaftlichen und ästhetisch hochwertigen «aktiven Glasfassade», die sich auch für weitere Neubauten und Sanierungen eignet. Zusätzlich wurde ein Batteriespeicher mit intelligentem Lastmanagement eingesetzt, um den Eigenverbrauch für Wärmepumpe, Warmwasser, Gebäudetechnik sowie Haushaltsstrom zu optimieren. Das Projekt wurde von Viridén + Partner gemeinsam mit ewz, e4plus und weiteren Partnern umgesetzt.
Projektziele
- Entwicklung einer ästhetischen und wirtschaftlichen Photovoltaik-Fassade
- Optimierung des Eigenverbrauchs durch Batteriespeicher und Lastmanagement
- Erkenntnisse zu Netzstabilität und Lastverschiebung auf Gebäude- und Quartierstufe
Erkenntnisse
Das Projekt zeigt, dass aktive Glasfassaden bei Sanierungen und Neubauten wirtschaftlich und mit hohen ästhetischen Ansprüchen umgesetzt werden können. Die Photovoltaik-Fassade erzeugt insbesondere an Ost-, Süd- und Westfassaden einen gleichmässigeren Stromertrag über den Tag und über das Jahr hinweg. Durch den zusätzlichen Batteriespeicher stieg der Eigenverbrauchsanteil von 38.6 % auf 67.5 %, der Autarkiegrad von 33.5 % auf 57.4 %. Zudem zeigt das Projekt, dass PlusEnergieBauten mit Batteriespeichern zur Netzstabilität auf Quartierstufe beitragen können.
Ausblick
Die Erkenntnisse aus dem Projekt sollen künftig bei weiteren Sanierungen und Neubauten mit integrierter Photovoltaik-Fassade genutzt werden. Besonders die Kombination aus ästhetischer Fassadengestaltung, Batteriespeicher und Lastmanagement bietet Potenzial für urbane Gebäude und Quartiere.
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