«Beyond.Zero»: Gebäude als CO₂-Senken
Im modularen Forschungsgebäude NEST der Empa entsteht eine neue Unit, die erstmals CO₂-negative und stark CO₂-optimierte Baumaterialien in einem realen Bauprojekt kombiniert. Ziel ist es, Gebäude als langfristige Kohlenstoffsenken zu etablieren und damit einen Beitrag zur Erreichung der Netto-Null-Ziele im Bausektor zu leisten.
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Ausgangslage
- Die Schweiz und der Kanton Zürich verfolgen Netto-Null-Ziele bis spätestens 2050.
- Negative Emissionstechnologien (NET) sind zentral für schwer vermeidbare Emissionen.
- Ab dem Jahr 2050 wird in der Schweiz mit jährlich 12 Mio. Tonnen CO2 gerechnet, die mit Carbon Capture and Storage und NET langfristig gebunden werden sollen.
- Der Bausektor ist der einzige Bereich, der CO₂ in grossen Mengen dauerhaft speichern kann.
Projektbeschrieb
Die Empa realisiert im NEST-Gebäude in Dübendorf die Unit «Beyond.Zero», in der CO₂-negative und CO₂-optimierte Materialien erstmals in einem realen Bauprojekt eingesetzt werden. Dazu gehören mit Pflanzenkohle angereicherter Beton, Dämmstoffe aus Pflanzenkohle, Klinker-reduzierter Zement, Basalt-Armierungen und magnesiumbasierte Lehm-Bausteine. Ergänzt wird das Projekt durch eine Roadmap für den Kanton Zürich zur Umsetzung von NET im Bauwesen. Die Unit dient als Demonstrationsobjekt, Kommunikationsplattform und Ausgangspunkt für Pilotprojekte mit öffentlichen Bauherren.
Projektziele
- Demonstration CO₂-negativer Baumaterialien im realen Bau
- Entwicklung neuer Bilanzierungsansätze für Gebäude mit negativer CO₂-Bilanz
- Verbreitung der konkreten Technologien und Resultate über NEST-Kommunikationskanäle und Veranstaltungen
- Erarbeitung einer Roadmap für den Kanton Zürich zur Umsetzung von NET im Bauwesen
Weitere Projektpartner
- Bundesamt für Bauten und Logistik
- Implenia
- Omya
- OOS
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