Urban Mining

Der Begriff «Urban Mining» steht für die Aufforderung, Rohstoffe in Produkten und Infrastrukturen nach Gebrauchsende weiterzunutzen. Damit Wertstoffe problemlos wieder dem Stoffkreislauf zugeführt werden können, sollten sie möglichst schadstofffrei und sortenrein sein.

Inhaltsverzeichnis

«Kreislaufwirtschaft» – ein Gebot der Stunde

Auf verschiedenen Ebenen steht die Forderung im Raum, mehr für eine «Kreislaufwirtschaft» zu tun.

Im Rahmen der kreislauforientieren Abfallwirtschaft, als ein Teilbereich der Kreislaufwirtschaft, wurden in den letzten Jahren grosse Erfolge erzielt – nicht zuletzt dank eines wirkungsvollen Handelns der Zürcher Abfall- und Ressourcenwirtschaft. Im Zentrum dieser Aufforderung steht der Begriff «Urban Mining». Es geht darum, Rohstoffe in Produkten und Infrastrukturen am Ende ihres Gebrauchs weiter zu nutzen. Denn diese stellen zusammen riesige Material- und Rohstofflager dar.

Ressourcenschonung, die Verminderung von Umweltauswirkungen sowie die Elimination von Schadstoffen und die Schonung von Deponievolumen sind Hauptziele des Konzepts von «Urban Mining» in der Abfall- und Ressourcenwirtschaft. Dahinter steht die Haltung, dass möglichst keine Wertstoffe auf Deponien abgelagert werden oder in anderen «letzten Senken verschwinden».

Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft auf allen Ebenen trägt zu dieser Zielerreichung bei.

«Die Kreislaufwirtschaft will Probleme der Wegwerfgesellschaft beheben. Anstatt Produkte nach dem Konsum wegzuwerfen, werden Kreisläufe durch Teilen, Wiederverwenden, Reparieren, Wiederaufbereiten und Recycling geschaffen. In einer Kreislaufwirtschaft werden Produkte, Materialien und Ressourcen so lange wie möglich (wieder-)verwendet, und ihr Wert wird erhalten. Dadurch werden im Gegensatz zum linearen Wirtschaftssystem weniger Primärrohstoffe verbraucht, und es wird weniger Abfall erzeugt. Kreislaufwirtschaft ist ein ganzheitlicher Ansatz, der den gesamten Kreislauf von der Rohstoffgewinnung über die Design-, Produktions-, Distributions- und eine möglichst lange Nutzungsphase bis hin zum Recycling betrachtet. Damit Produkte und Materialien im Kreislauf bleiben, müssen alle Akteure den gesamten Kreislauf berücksichtigen und sich dementsprechend verhalten.»

Magazin «die umwelt» 4/2019 (Bundesamt für Umwelt 2019)

Urban Mining Potentialbetrachtung

Im Unterschied zu einem natürlichen Rohstoffvorkommen oder Rohstofflager kann die Nutzung des «urbanen Rohstofflagers» nicht jederzeit erfolgen und die Stoffe sind während der Produktnutzung auf viele Teillager verteilt.

Mit der eigens entwickelten Methode der «Urban Mining Potentialbetrachtung» werden Fakten zu den nachfolgenden Stoffen zusammengetragen. Alle Faktenblätter sind gleich aufgebaut und enthalten im achten Abschnitt ein Fazit unter dem Titel «Ressourcenmanagement – das Ganze im Überblick».

Sämtliche wichtigen Aussagen sind in einem stoffspezifischen Literaturverzeichnis referenziert. Die Faktenblätter entstanden in enger Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Geotechnischen Kommission (SGTK).

Faktenblätter «Urban Mining»

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Fact sheets (English versions)

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