07 Bildungsdirektion
Geschäftsbericht 2025 15.04.2026
Schwerpunkte der Bildungsdirektion umfassten 2025 die Überarbeitung der Sicherheitsordner für die Schulen sowie Vorbereitungen für die Einführung der Schulsozialarbeit an Mittel- und Berufsfachschulen und den Ausbau von Studienplätzen für Medizin. Weiter wurde das Angebot für dieUnterstützung für Kinder, Jugendliche und Familien weiterentwickelt.
Auf dieser Seite
- Sicherheitshandbuch
- Pilotprojekt Informationssicherheit in den Zürcher Volksschulen
- Ausbildungsfördergesetz Pflege
- Schulsozialarbeit
- Erweiterungen oder Erneuerungen von Schulanlagen in Urdorf, Wetzikon und Zürich
- Ausbau Studienplätze für Medizin
- Eigentümerstrategien der Zürcher Hochschulen
- Versorgungskonzept ergänzende Hilfen zur Erziehung
- Lehrmittelentwicklung
- Kontinuität in der Schulbeurteilung
- Zahlen & Fakten auf der Plattform für bildungsstatistische Ergebnisse
- Leistungsgruppen
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- Weiterlesen
- Kontakt
Sicherheitshandbuch
Die Bildungsdirektion stellt den Schulen der Volksschule und der Sekundarstufe II einen vollständig überarbeiteten Sicherheitsordner zur Verfügung. Die Inhalte dienen als Grundlage für die Sicherheitskonzepte an den Schulen und bieten Informationen für die Schulleitungen, Behörden, Sicherheitsbeauftragte und Krisenteammitglieder. Mit dieser Unterstützung kann der Umgang mit Notfällen und Krisen besser im Schulbetrieb verankert werden. Der Sicherheitsordner enthält Checklisten für 26 Krisen- und Notfallszenarien mit strukturierten Handlungsanweisungen für Lehr- und Betreuungspersonen und Krisenteams.
Pilotprojekt Informationssicherheit in den Zürcher Volksschulen
Im Rahmen des Pilotprojekts Informationssicherheit wurden Grundlagen für den Schutz von Daten und Informationen in den Volksschulen erarbeitet. Die Grundlage dazu bilden das Gesetz über die Information und den Datenschutz (IDG) sowie die Empfehlungen der Datenschutzbeauftragten des Kantons. Die Fachstelle Bildung und ICT unterstützte den Verband Zürcher Schulpräsidien, indem sie Materialien, Schulungen und technische Hilfsmittel bereitstellten. In Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und den Pilotschulen wurden Umsetzungshilfen entwickelt. Für die Volksschulen bedeutet dies künftig unter anderem die Einführung klarer Rollen- und Berechtigungskonzepte, Sensibilisierung der Mitarbeitenden sowie die Umsetzung technischer Sicherheitsstandards. Alle Umsetzungshilfen sind auf der Webseite ICT-Coach publiziert.
Ausbildungsfördergesetz Pflege
Zentrales Element der ersten Etappe zur Umsetzung der Pflegeinitiative ist die Förderung der Ausbildung von Pflegefachpersonen auf Tertiärstufe mit einer Ausbildungsoffensive. Im Berichtsjahr sind auf kantonaler Ebene die rechtlichen Grundlagen dazu in Kraft getreten.
Die Ausbildungsoffensive umfasst die finanzielle Unterstützung verschiedener Massnahmen, die den Zugang zur Pflegeausbildung erleichtern. Ende des Berichtsjahres wurden über 1200 Studierende mit Förderbeiträgen Pflege unterstützt. Dafür stellen Bund und Kanton Mittel von rund 7 Mio. Franken zur Verfügung. Die Arbeiten zur Entwicklung und Umsetzung von innovativen Massnahmen zur Erhöhung der Zahl der Ausbildungsabschlüsse an Höheren Fachschulen haben ebenfalls gestartet. Im Sonderprogramm zur Erhöhung der Anzahl Bachelorabschlüsse an Fachhochschulen in der Pflege ist der zweite Teil gestartet. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften beteiligt sich daran mit dem Projekt Safe Learning Space.
Schulsozialarbeit
Im Berichtsjahr wurden die gesetzliche Grundlage für die flächendeckende Einführung der Schulsozialarbeit an kantonalen Mittelschulen sowie an kantonalen und kantonal finanzierten Berufsfachschulen geschaffen. Mit einem niederschwelligen Beratungsangebot soll Schülerinnen, Schülern und Lernenden in Krisen frühzeitig Unterstützung geboten werden und damit Absenzen, Ausbildungsabbrüche sowie soziale Folgekosten reduziert werden. In den Mittelschulen wird für jeweils 800 Schülerinnen und Schüler eine Vollzeitstelle für Schulsozialarbeit vorgesehen. In den Berufsfachschulen wird das bereits bestehende Unterstützungsangebot aufgestockt. Die Umsetzung erfolgt ab 1. April 2026.
Erweiterungen oder Erneuerungen von Schulanlagen in Urdorf, Wetzikon und Zürich
Im Frühling konnten in Urdorf zwei Erweiterungsbauten der Kantonsschule Limmattal offiziell ihren Betrieb starten. Sie bieten moderne Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht, zwei Doppelsporthallen, eine Aula sowie eine grosszügige Aussenanlage. Die zweite Inbetriebnahme von neuem Schulraum folgte auf das Schuljahr 2025/2026 mit der Einweihung des Ersatzneubaus der Baugewerblichen Berufsschule an der Limmatstrasse in Zürich. Dieser bietet zeitgemässe Unterrichtsflächen, Mehrzweckräume sowie zwei neue Sporthallen für rund 1500 Lernende aus dem Bereich Planung und Rohbau. Der Neubau ist ein Meilenstein bei der Umsetzung der Berufsbildungsmeile.
Die dritte Inbetriebnahme folgte im Herbst nach rund drei Jahren Bauzeit mit dem Abschluss der Gesamtinstandsetzung der Gewerblichen Berufsschule Wetzikon. Die Unterrichtsflächen für die 2600 Lernenden aus den Bereichen Auto, Bau, Elektro, Holz und Unterhalt konnten damit in der Stammschulanlage konzentriert werden. Mit offenen Aufenthalts- und Selbstlernbereiche wird ein zeitgemässes Lernumfeld geschaffen. Die erweiterte Mensa und der neue Mehrzweckraum bieten Platz für grössere Informationsanlässe und Veranstaltungen.
Ausbau Studienplätze für Medizin
Mit dem Projekt Med500+ will der Kanton die Anzahl Studienplätze für Humanmedizin erhöhen und damit einen Beitrag zur Behebung des akuten Mangels an Ärztinnen und Ärzten leisten. Zur Umsetzung der Motion KR-Nr. 125/2021 betreffend Mehr Studienplätze für Humanmedizin in Zürich wurde dem Kantonsrat die Vorlage 6049 überwiesen (RRB Nr. 948/2025). Die Zahl der Studienplätze für Medizin soll von heute 430 auf 700 erhöht werden. Um den Ausbau zu ermöglichen, sind sowohl eine Reform der Ausbildung als auch die Schaffung eines neuen Lernzentrums Medizin notwendig. Die Erhöhung um 270 Studienplätze erfolgt gestaffelt und der Endausbau ist für 2037 vorgesehen.
Eigentümerstrategien der Zürcher Hochschulen
Die Universität Zürich, die Pädagogische Hochschule Zürich, die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und die Zürcher Hochschule der Künste erhalten neu Eigentümerstrategien. Diese dienen der transparenten Steuerung der Hochschulen durch den Kanton als Träger und unterstützen den Regierungsrat und den Kantonsrat bei der Ausübung der Aufsicht über die Hochschulen. Die Eigentümerstrategien orientieren sich am übergeordneten Recht und berücksichtigen die verfassungsrechtlich garantierte Wissenschaftsfreiheit sowie die damit verbundene Hochschulautonomie. Der Regierungsrat hat die Eigentümerstrategie für die Universität 2025–2028 im Berichtsjahr festgelegt und dem Kantonsrat zur Genehmigung vorgelegt (RRB Nr. 894/2025). Sie umfasst unter anderem Vorgaben zu den wissenschaftlichen Leistungen, zur universitären Medizin, zur Infrastruktur und zu den Finanzen. Die Eigentümerstrategien für die anderen Hochschulen folgen nach einer entsprechenden Änderung des Fachhochschulgesetzes voraussichtlich 2026.
Versorgungskonzept ergänzende Hilfen zur Erziehung
Im Berichtsjahr wurde mit der Fertigstellung des Versorgungskonzepts 2026–2029 ein Meilenstein in der strategischen Steuerung der ergänzenden Hilfen zur Erziehung gesetzt. Als Ergebnis eines breit angelegten, partizipativen Gesamtplanungsprozesses schafft das Versorgungskonzept eine umfassende Grundlage dafür, das Angebot für sozialpädagogische Familienhilfe, Familienpflege, Dienstleistungsangebote in der Familienpflege und Heimpflege zielgerecht weiterzuentwickeln. Strategisch fokussiert das Versorgungskonzept auf fünf Schwerpunkte: Ausbau vorhandener Stärken der stationären Hilfen, Profilierung der sozialpädagogischen Familienhilfe, optimierte Hilfe zur Hilfeinanspruchnahme, Stärkung von Careleavern und eine gezielte Qualitätsentwicklung des Systems. Mit dem Versorgungskonzept legt der Kanton nicht nur eine Steuerungsgrundlage vor, sondern unterstreicht seine langfristige Verpflichtung, bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Unterstützung für Kinder, Jugendliche und Familien sicherzustellen.
Lehrmittelentwicklung
Die neuen Deutschlehrmittel erweisen sich als sehr erfolgreich. Das Lehrmittel etabliert sich auch ausserhalb des Kantons als marktführend neben den bisherigen Marktführern Mathematik und dem Französisch-Lehrmittel dis donc!. Im Berichtsjahr erschien der letzte Teil Deutsch vom Kindergarten bis zur neunten Klasse. Geplant sind weitere Lehrmittel, die unter engem Einbezug der Schulen entwickelt und erprobt werden: Join In und Reach out, ein neues Englisch-Lehrmittel für den zweiten und dritten Zyklus. Der erste Band für die dritte Primarschule wird im Frühjahr 2027 erscheinen.
Kontinuität in der Schulbeurteilung
Die Fachstelle für Schulbeurteilung hat auf der Grundlage der Strategie Evaluation 26 den nächsten Evaluationszyklus vorbereitet. Im Evaluationszyklus 2026–2031 werden die meisten Schulen zum fünften Mal beurteilt. Die Ergebnisse werden vielfach für die Schul- und Unterrichtsentwicklung genutzt. In den vergangenen Jahren konnte die Fachstelle zahlreichen Schulen eine hohe Qualität und positive Entwicklungen zurückmelden. Dieser Weg wird weiterverfolgt, indem ausgehend von den Vorgaben des Bildungsrates Inhalte und Verfahren der externen Evaluation auf heutige Anforderungen an Schule und Unterricht und auf die aktuellen Bedürfnisse der Volksschule ausgerichtet werden. Bei der Gestaltung des neuen Evaluationszyklus wird darauf geachtet, die Stärken des bisherigen Verfahrens zu erhalten und in einem dynamischen Schulfeld für Kontinuität zu sorgen. Gleichzeitig werden die Digitalisierung und die Verschlankung einzelner Verfahrensschritte genutzt, um den Aufwand für die Schulen weiter zu verringern.
Zahlen & Fakten auf der Plattform für bildungsstatistische Ergebnisse
Das bildungsstatistische Angebot auf der kantonalen Webseite wurde im Berichtsjahr erneuert und erweitert. Die Bildungsplanung sammelt Zahlen und Fakten zum Bildungssystem und erstellt oder begleitet Studien und Evaluationen. Damit werden die Planung und Weiterentwicklung des Bildungswesens unterstützt. Die Ergebnisse sind nun unter Zahlen & Fakten in der Bildung auf der kantonalen Webseite veröffentlicht. Diese sind als farbige und teilweise interaktive Grafiken und Tabellen mit Erklärungen aufbereitet. Die Suche und die erweiterte Suche helfen, Themen vom Kindergarten bis zur Universität schnell zu finden, zum Beispiel Informationen zur Entwicklung der Volksschule, zur Beschäftigungssituation von Lehrpersonen oder zu Lernenden in der Berufsbildung. Wer sich für Hintergründe der Studien, Analysen und Erhebungen interessiert, findet diese auf der neuen Seite Studien & Erhebungen in der Bildung.
Leistungsgruppen
Der Bericht enthält Informationen folgender Leistungsgruppen:
- 7000 Bildungsverwaltung
- 7050 Hochbauinvestitionen Bildungsdirektion
- 7100 Lehrmittelverlag
- 7200 Volksschulen
- 7301 Mittelschulen
- 7306 Berufsbildung
- 7401 Universität (Beiträge)
- 7402 Sonstige universitäre Leistungen
- 7406 Fachhochschulen (Beiträge)
- 7407 Ausserkantonale Fachhochschulen und Höhere Fachschulen
- 7501 Kinder- und Jugendhilfe
- 7502 Berufsberatung und Ausbildungsbeiträge
- 7930 Berufsbildungsfonds