Aufgaben der Sozialbehörde

Inhaltsverzeichnis

Details

Kapitelnr.
2.1.01.
Publikationsdatum
14. Januar 2019
Kapitel
2 Organisation in der Sozialhilfe
Unterkapitel
2.1. Aufgaben der Gemeinde

Rechtsgrundlagen

Sozialhilfegesetz vom 14. Juni 1981 (SHG), LS 851.1 Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV), LS 851.11 Gemeindegesetz vom 2. April 2015 (GG), LS 131.1 § 7 Abs. 1 SHG § 7 Abs. 2 SHG § 7 Abs. 3 SHG § 13 SHG § 1 Abs. 1 SHV § 1 Abs. 2 SHV § 2 SHV § 3 SHV § 15 SHV

Erläuterungen

1.Aufgaben gemäss Sozialhilfegesetz

Gemäss § 6 SHG ist der Gemeindevorstand die Fürsorgebehörde (nachfolgend als Sozial-behörde bezeichnet). Die Gemeindeordnung kann die Zuständigkeit eines anderen Organes vorsehen. Die Gewährleistung der persönlichen Hilfe und die Durchführung der wirtschaftlichen Hilfe sowie die Berichterstattung an die zuständigen Oberbehörden obliegen der Sozialbehörde und stellen ihre gesetzlichen Aufgaben dar (§ 7 Abs. 1 SHG). Diese beinhalten im Wesentli-chen Folgendes: a. Treffen von zur Erfüllung der Aufgaben notwendigen organisatorischen Massnahmen im Rahmen des Gemeindegesetzes und der Gemeindeordnung (§ 1 Abs. 1 SHV). b. Zusammenarbeit mit den Beratungs- und Betreuungsstellen im Sinne von § 13 SHG (§ 1 Abs. 2 SHV). c. Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen und privaten sozialen Institutionen und Fördern der Koordination der sozialen Dienste in der Gemeinde (§ 7 Abs. 2 SHG und § 1 Abs. 2 SHV). d. Jährliche Berichterstattung an den Bezirksrat zuhanden der Sicherheitsdirektion über die Tätigkeit der Sozialbehörde sowie Vorlegen von zusätzlichen Berichten über bestimmte Fragen auf Verlangen (§ 2 SHV).

e. Mitwirkung in den Verbandsorganen von Zweckverbänden zur gemeinsamen Besorgung von Aufgaben der Sozialhilfe (§ 3 SHV). Siehe auch Kapitel 1.1.01 und Kapitel 1.1.02

2.Gewährung von persönlicher Hilfe

Wird die persönliche Hilfe nicht durch eine eigene Beratungs- und Betreuungsstelle durchge-führt, so sollte die Sozialbehörde

  • die Kompetenzen und die organisatorischen Abläufe klären,
  • sicherstellen, dass genügend und im Sinne von § 15 SHV geeignetes Personal sowie ausreichende Sachmittel zur Verfügung stehen, und die Beratungs- und Betreuungsstel-le soweit möglich unterstützen (z.B. im Rahmen einer Öffentlichkeitsarbeit),
  • den grundsätzlichen Tätigkeitsrahmen der Beratungs- und Betreuungsstelle festsetzen (Aufgaben, Werthaltungen und Ziele der persönlichen Hilfe).

3.Sozialpolitische Aufgaben

Welche sozialpolitischen Aufgaben von der Sozialbehörde bzw. anderen Organen wahrge-nommen werden, hängt von der jeweiligen Gemeindeordnung ab. Ist darin nichts geregelt, so gilt die Zuständigkeit des Gemeindevorstands (§ 48 Abs. 3 GG). Zu den sozialpolitischen Aufgaben können beispielsweise folgende gezählt werden:

  • Aufnahme von sozialen Anliegen, Diskussion von sozialen Problemen und Aufzeigen von Lösungsmöglichkeiten,
  • Ausarbeitung von Vorschlägen oder Vorstössen im sozialen Bereich,
  • Planung von sozialen Projekten und neuen Einrichtungen,
  • Information der Öffentlichkeit und von Fachstellen über soziale Fragen,
  • Koordination bzw. Vernetzung mit den übrigen Gemeindeorganen, mit Regionalen Ar-beitsvermittlungszentren (RAV), Berufsberatung und IV-Stellen z.B. im Zusammenhang mit iiz, mit der Jugend- und Familienberatung sowie mit anderen (privaten) Trägern der Sozialhilfe,
  • Unterstützung privater sozialer Organisationen und Dienste.

Rechtsprechung

Praxishilfen

Kontakt

Kantonales Sozialamt – Abteilung Öffentliche Sozialhilfe

E-Mail

sozialhilfe@sa.zh.ch

Für Fragen zur Interinstitutionellen Zusammenarbeit: iiz@sa.zh.ch


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