Wohnen im Alter

Wohnen im Alter ist ein zentrales Thema der Raumentwicklung. Eine Beispielsammlung von Projekten und Wohnmöglichkeiten zum Thema «Selbstbestimmtes Wohnen im Alter» gibt Aufschluss.

Inhaltsverzeichnis

Ausgangslage

Die Alterung der Gesellschaft und die Vielfalt der Lebensstile führen zu einem erhöhten und veränderten Bedarf an Betreuungs- und Pflegeangeboten für Wohnen im Alter.

Altersgerechte Wohnungen

Während der Alltag mit zunehmendem Alter mühsam und beschwerlich wird, nimmt gleichzeitig das Bedürfnis nach lebenslangem autonomem Wohnen und aktiver Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu (Zimmerli, 2012).

Altersgerechte Wohnungen mit Unterstützungs- und Vernetzungsangeboten können dazu beitragen, die Autonomie und Integration von älteren Menschen möglichst lange aufrechtzuerhalten und den Eintritt in ein Alters- und Pflegeheim hinauszuzögern. Dies wirkt sich auch positiv auf die Pflegekosten aus.

Wohnbedürfnisse und Wohnmobilität im Alter

Gemäss der Studie «Wohnbedürfnisse und Wohnmobilität im Alter» (Zimmerli, 2012) bleiben jedoch viele Menschen nach dem Auszug der Kinder, nach einer Trennung oder nach dem Tod des Partners im Familienheim und verpassen somit den rechtzeitigen Umzug in eine altersgerechte Wohnung.

Herausforderungen

Ältere Menschen haben es bei einem Wohnungswechsel ab dem Rentenalter auf dem Eigentums- und Hypothekarmarkt allerdings schwer. Auch auf dem Mietwohnungsmarkt gelten ältere Mieterinnen und Mieter aufgrund von allfälligem Mehraufwand als wenig attraktiv, wie die Auftragsstudie der Age Stiftung und der Zürcher Frauenzentrale zum Thema «Wohnen im Alter, Ältere Menschen in der Wohnwirtschaft» belegt (Fahrländer Partner, 2010).

Gleichzeitig nimmt die Umzugsbereitschaft von älteren Menschen mit zunehmendem Alter ab. Ein Grund dafür ist ein festzustellender Mangel an preisgünstigen und attraktiven Angeboten ausserhalb der Zentren und Agglomerationen, welche ein autonomes Wohnen bis ins hohe Alter ermöglichen würden.

Handlungsbedarf

Die Studien haben zu einem erhöhten Bewusstsein der Gemeinden für die Problematik beigetragen. Vielen Gemeinden fehlt es jedoch an Erfahrungen und Kompetenzen, um die Bereitstellung von preisgünstigen und attraktiven Angeboten für autonomes Wohnen im Alter gezielt voranzutreiben. Der Bedarf lässt sich nicht nur mit Neubauten abdecken, sondern verlangt auch nach einer nachhaltigen Entwicklung von Bestandsbauten für verschiedene Generationen und Ansprüche.

In Ergänzung zur vorliegenden Auftragsstudie zu «Wohnbedürfnissen und Wohnmobilität im Alter» und ihren Handlungsempfehlungen wurde die Hochschule Luzern vom Amt für Raumentwicklung beauftragt, vorbildhafte Beispiele aus dem Kanton Zürich aufzuarbeiten, die ein autonomes Wohnen im vertrauten Umfeld bis ins hohe Alter ermöglichen und damit zur Entlastung des Pflegeaufwands der Gemeinden beitragen.

Die Beispiele und Erkenntnisse daraus sollen sowohl den Gemeinden als auch den Trägerschaften und Partnern bei konkreten Projekten als Anregung dienen.

Gelbe Wohnhäuser der altersdurchmischten Siedlung Soligänter in Bülach, im Vordergrund eine grüne Kinderrutschbahn.
Altersdurchmischte Siedlung Soligänter in Bülach

Verena Poloni

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