Gebietsmanagement Lengg

Das Bild zeigt eine Luftaufnahme des Gesundheitsclusters Lengg. Der Blick geht in Richtung Witikon. Im Bildmittelgrund ist die Baustelle des neuen Kinderspitals zu sehen, dahinter die Bauten der weiteren Gesundheitseinrichtungen.

Die Lengg ist ein wichtiger Standort von verschiedenen Gesundheits- und Forschungseinrichtungen, ein beliebtes Erholungsgebiet für die Bevölkerung sowie Standort eines der beiden Seewasserwerke der Stadt Zürich. Im Gebietsmanagement Lengg werden die verschiedenen Interessen und Synergien aufeinander abgestimmt, um das Gebiet gesamtheitlich zu entwickeln.

Inhaltsverzeichnis

Ausgangslage

Das Gebiet Lengg liegt am östlichen Stadtrand von Zürich in den Quartieren Hirslanden und Riesbach und grenzt an die Gemeinde Zollikon. Zahlreiche Institutionen aus den Bereichen Gesundheit und Forschung sind in der Lengg angesiedelt:

  • Balgrist Campus
  • ETH Zürich
  • Klinik Hirslanden
  • Mathilde Escher Stiftung
  • Pflegezentrum Rehalp
  • Pflegezentrum Riesbach
  • Psychiatrische Universitätsklinik (PUK)
  • Schulthess Klinik
  • Schweizerische Epilepsie-Stiftung (EPI)
  • Universitäts-Kinderspital Zürich
  • Universitätsklinik Balgrist
  • Universität Zürich
  • Wohn- und Pflegezentrum Blumenrain

In der Lengg arbeiten schweizweit die meisten Beschäftigten im Gesundheitsbereich. In naher Zukunft wird das neue Universitäts-Kinderspital Zürich (Kispi) in der Lengg seinen Betrieb aufnehmen.

Übersichtskarte Lengg

Gebiet Lengg mit den heutigen Nutzungen und Institutionen Bild «» herunterladen

Ziele

Im Auftrag der Gesundheits- und der Bildungsdirektion wurde unter der Federführung des Amts für Raumentwicklung (ARE) der Baudirektion Zürich im Jahr 2014 die Gebietsplanung gestartet. Das ARE wurde beauftragt, in Zusammenarbeit mit den beteiligten Akteuren auf Basis einer Testplanung einen Masterplan mit einem Zeithorizont bis 2040 zu erarbeiten, der eine Entwicklungsperspektive, die Grundsätze der räumlichen Entwicklung und die Schritte zu deren Umsetzung beinhaltet. Dieser Masterplan bildete die Grundlage für die Teilrevision des kantonalen Richtplans und ist die Basis für die Anpassung weiterer Planungsinstrumente und für Bauprojekte.

Zeitschiene
Planungsgrundlagen

Perspektive Lengg (2015)

In einem ersten Schritt wurde von Januar 2015 bis September 2015 zusammen mit allen beteiligten Akteuren das zukünftige Profil der Lengg mit Handlungsfeldern als «Perspektive Lengg» definiert. Die «Perspektive Lengg» ist das gemeinsame Bekenntnis zu einer langfristigen, koordinierten Entwicklung. Sie definiert die wesentlichen strategischen Stossrichtungen für die Entwicklung als Standort für die Gesundheitsversorgung, Forschung und Bildung sowie das Erfordernis einer qualitätsvollen Einbindung des Gebiets in die umliegenden Quartiere.

Testplanung (2016)

Im Anschluss an die Erarbeitung der «Perspektive Lengg» wurde von Oktober 2015 bis März 2016 ein städtebauliches Varianzverfahren in Form einer Testplanung mit drei Teams durchgeführt. Das Ziel der Testplanung war es, mögliche Lösungsansätze für die Umsetzung des Profils für das Gesamtgebiet unter Berücksichtigung der Handlungsfelder (bauliche Weiterentwicklung der Institutionen, Bewahrung des bauhistorischen Erbes, Stärkung des Freiraums, Erschliessung, Aufenthaltsqualität, nachhaltige Energieversorgung etc.) sowie der Wachstumsbedürfnisse der Institutionen auszuloten.

Vertiefungen (2017)

Im Anschluss an die Testplanung wurden die Themen Energie, Verkehr und Freiraum vertieft untersucht. Die Erkenntnisse aus diesen Vertiefungen flossen in geeigneter Form in den Masterplan ein.

Masterplan (2017)

Im Masterplan sind die von den beteiligten Akteuren gemeinsam getragene Haltung und die Eckwerte für die weitere Entwicklung der Lengg als Gesundheits-, Forschungs- und Bildungsstandort festgehalten. Er legt die Grundsätze der räumlichen Entwicklung fest:

  • die bauliche Entwicklung erfolgt qualitätsvoll
  • der öffentliche Raum ist ein wichtiges verbindendes Element
  • die Lengg bleibt ein wichtiges Erholungsgebiet
  • die vertiefte Betrachtung erfolgt in vier Teilgebieten
  • die Erschliessung wird sichergestellt
  • die Energieversorgung wird im Verbund gelöst

Der Masterplan zeigt auf, wie die Entwicklungsvorstellungen für die Lengg umgesetzt werden sollen. Damit bildet er die Grundlage für die notwendigen Anpassungen der kantonalen und kommunalen Planungsinstrumente und definiert Teilprojekte für weitere vertiefende räumliche Konzepte und raumplanerische Verfahren.

Masterplan Lengg

Masterplan Lengg
Masterplan Lengg

Teilrevision 2017 des kantonalen Richtplans (2017–2021)

Gestützt auf den Masterplan wurden die Eckwerte der Gebietsplanung im Rahmen der Teilrevision 2017 des kantonalen Richtplans behördenverbindlich festgelegt. Die Revision war Voraussetzung, damit die nutzungsplanerischen Grundlagen entsprechend der gewünschten räumlichen Entwicklung angepasst werden können. Sie wurde 2017 in Angriff genommen und im Juni 2021 vom Kantonsrat festgesetzt.

Ansprechperson Gebietsmanagement Lengg

Karin Hollenstein

Projektleiterin Gebietsmanagement Lengg, Amt für Raumentwicklung

karin.hollenstein@bd.zh.ch
+41 43 259 41 67

Informationsveranstaltungen

Vertreterinnen und Vertreter des Kantons Zürich, der Stadt Zürich und des Vereins «Gesundheitscluster Lengg» haben Interessierten aus der Bevölkerung Anfang Juni 2022 ein Update über die aktuellen Vorgänge im Gebiet Lengg vermittelt und die Fragen der Anwesenden beantwortet.

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