Neues Konjunkturboard für den Kanton Zürich

Mit dem heute lancierten Konjunkturboard Zürich stellen das Amt für Wirtschaft, die Zürcher Kantonalbank und die Zürcher Handelskammer die wichtigsten Konjunkturindikatoren für den Kanton Zürich neu gebündelt, verständlich und regelmässig aktualisiert zur Verfügung.

Konjunkturelle Entwicklung regelmässig analysieren

Konjunkturdaten zur Zürcher Wirtschaft sind vorhanden – aber oft verteilt, unterschiedlich aufbereitet und schwer vergleichbar. Das Amt für Wirtschaft, die Zürcher Kantonalbank und die Zürcher Handelskammer lancieren aus diesem Grund das Konjunkturboard Zürich. Es ist ab sofort online zugänglich unter konjunkturboard.zuerich.

Das Konjunkturboard beurteilt halbjährlich die konjunkturelle Entwicklung der Zürcher Wirtschaft. Grundlage bilden die regelmässigen Konjunkturumfragen in Zusammenarbeit mit der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich. Es bündelt ausgewählte, bewährte Indikatoren, ordnet sie ein und macht Entwicklungen zeitnah sichtbar. Ziel ist es, ein gemeinsames Lagebild zu schaffen – für Unternehmen, für die Politik und für eine interessierte Öffentlichkeit.

Konjunkturboard bietet Orientierung und stärkt Planbarkeit

Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh hält fest: «Das Konjunkturboard ist ein neues und wertvolles Instrument für den Standort Zürich, mit dem wir einen noch aktuelleren Überblick über konjunkturelle Entwicklungen erhalten. Ich danke der Zürcher Handelskammer und der Zürcher Kantonalbank, dass dieses Format gemeinsam ermöglicht werden konnte.»

Die drei Partner verbinden unterschiedliche Stärken: Das Amt für Wirtschaft stellt die Verankerung im öffentlichen Auftrag und den Zugang zu regionalen Daten sicher. Die Zürcher Handelskammer bringt als Stimme der Wirtschaft die Perspektive der Unternehmen und Branchen ein. Die Zürcher Kantonalbank ergänzt das Gremium mit volkswirtschaftlicher Expertise bei der Beurteilung der Schweizer Konjunktur und ihrer internationalen Einbettung.

Raphaël Tschanz, Direktor der Zürcher Handelskammer, sieht im Konjunkturboard einen konkreten Mehrwert für die Wirtschaft: «Unsere Mitglieder brauchen Orientierung, und zwar zeitnah, verständlich und in kompakter Form. Das Konjunkturboard übersetzt zentrale Indikatoren in klare Botschaften und stärkt so die Planbarkeit. Damit lassen sich Trends und Handlungsoptionen frühzeitig erkennen.»

Aus Sicht der Zürcher Kantonalbank steht neben der gemeinsamen Datengrundlage auch der ökonomische Austausch im Zentrum. «Das Konjunkturboard Zürich bündelt die komplementären Stärken wichtiger Akteure im Kanton Zürich und stärkt dadurch das ökonomische Verständnis für den Wirtschaftsraum Zürich. Das Konjunkturboard schafft damit Transparenz und erleichtert den Dialog zwischen Realwirtschaft und Finanzwelt», sagt Martin Weder, Chefökonom der Zürcher Kantonalbank.  

Verhaltene, aber robuste Entwicklung der Zürcher Gesamtwirtschaft

Die aktuellen Konjunkturdaten zeichnen ein Bild einer aufgrund der schwächelnden globalen Wirtschaft verhaltenen, aber dennoch robusten Zürcher Gesamtwirtschaft. Seit Jahresbeginn zeigt die Geschäftslage der Zürcher Unternehmen eine Aufwärtsbewegung. Unter Einbezug verschiedener Prognosen geht das Konjunkturboard für 2026 von einem moderaten realen BIP-Wachstum von 1 bis 1,5% im Kanton Zürich aus (sporteventbereinigt). Zürich profitiert im aktuellen Umfeld von seiner auf Dienstleistungen ausgerichteten Wirtschaftsstruktur. In der zweiten Jahreshälfte dürfte der Kanton aufgrund des anziehenden globalen Wirtschaftswachstums und den nach wie vor konstanten Konsumausgaben wieder etwas dynamischer wachsen.

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