Umgebaute Shedhallen in Wädenswil eingeweiht
Medienmitteilung 04.09.2026
Wo früher Webmaschinen ratterten, ist nun das Departement Life Sciences und Facility Management der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zuhause. Um deren Raumbedarf nachzukommen, wurden die denkmalgeschützten Shedhallen umgenutzt.
Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) wächst und benötigt deshalb zusätzliche Flächen für Lehre und Forschung. Um diesen Bedarf zu decken, hat der Kanton Zürich Liegenschaften auf dem Campus Reidbach in Wädenswil von der Tuwag Immobilien AG langfristig gemietet. Um die Räume an die Anforderungen der ZHAW anzupassen, hat das kantonale Hochbauamt die denkmalgeschützten Shedhallen zusammen mit der Eigentümerin des Gebäudes umgebaut.
Nun ist das Departement Life Sciences und Facility Management der ZHAW in die Hallen eingezogen. Regierungsrat und Baudirektor Martin Neukom, Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Silvia Steiner, Rektorin der ZHAW Regula Jöhl, Thomas Brassel von der Tuwag Immobilien AG sowie Architektin Lucie Kohout von der Hotz Partner AG haben die erneuerten Shedhallen heute feierlich eingeweiht.
Offene Lernlandschaften und neue Laborräume
Im Zentrum der oberen Shedhalle befindet sich die offen gestaltete Bibliothek. Sie ist das Herzstück des Gebäudes. Weil die Trennwände nicht ganz bis zur Decke gehen und viele Räume verglast sind, wirken die Lernbereiche offen – damit bewahrt die Halle ihre ursprüngliche Grosszügigkeit und ermöglicht einen lebendigen Austausch. Ergänzt wird das Angebot durch zeitgemässe Unterrichtsräume sowie Arbeitsplätze für Studierende. Mit sogenannten «Raum-in-Raum-Kuben» konnten zusätzliche Möglichkeiten zum Lernen und für Besprechungen geschaffen werden.
In der unteren Shedhalle sind moderne Biotechnologielabore und Arbeitsflächen entstanden, in denen Lehre, Forschung und Praxis eng miteinander verknüpft sind. Diese Flächen werden künftig vom Institut für Chemie und Biotechnologie der ZHAW genutzt.
Geschichte bewahren, Ressourcen sparen
Mit der Gesamterneuerung ist es gelungen, ein bedeutendes Zeugnis der Industriegeschichte zu erhalten und an die Anforderungen eines zeitgemässen Lehr- und Forschungsbetriebs anzupassen. Damit konnte ein Abbruch der Gebäude verhindert werden, was Ressourcen schont und graue Energie in bedeutendem Umfang einspart. Der Umbau der denkmalgeschützten Shedhallen erfolgte in enger Abstimmung mit der kommunalen Denkmalpflege. Die Fassaden blieben weitgehend unverändert. Wo zusätzliche Fenster notwendig waren, wurden sie in den Bestand integriert. Wichtige Bauteile wie die historischen Stützen, Träger, Balken und die charakteristische Shed-Dachkonstruktion konnten erhalten werden.
Galerie
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In der oberen Shedhallen befindet sich eine offen gestaltete Bibliothek als Herzstück des Gebäudes. Der industrielle Charakter der Shedhallen blieb erhalten, historische Stützen und Balken prägen die Räume weiterhin. Quelle: Alexander Gempeler, Bern Bild «Grosser, offener Raum mit Holzboden, vielen Pflanzen, Sitzgelegenheiten, mobilen Bücherregalen und sichtbaren Deckeninstallationen.» herunterladen -
In der unteren Shedhalle sind hochmoderne Biotechnologielabore und Arbeitsflächen entstanden. Quelle: Alexander Gempeler, Bern Bild «Modernes Labor mit mehreren mobilen Tischen, weissen Schränken und komplexer Rohrinstallation an Decke und Säulen.» herunterladen -
Viele Trennwände gehen nicht ganz bis zur Decke und einige Räume sind verglast, dadurch sind die Lernbereiche offen und der Austausch wird gefördert. Quelle: Alexander Gempeler, Bern Bild «Langer Flur in einem modernen Gebäude mit Reihen von grauen Schliessfächern, freiliegenden Lüftungskanälen und Pflanzen in runden Gefässen.» herunterladen