Katzenstreu aus Pflanzenfasern – die ökologisch bessere Wahl

Katzen gehören im Kanton Zürich zu den beliebtesten Haustieren. Entsprechend fällt jedes Jahr viel gebrauchte Katzenstreu an. Diese muss in der Regel auf einer Deponie abgelagert werden. Nicht so bei Katzenstreu aus Pflanzenfasern, sie bietet auch sonst Vorteile.

Vergleich von mineralischer Katzenstreu und Katzenstreu aus Pflanzenfasern vor und nach der Kehrichtverbrennung, mit Löffel.
Rückstände mineralischer vs. pflanzlicher Katzenstreu nach der Verbrennung in einer Kehrichtverwertungsanlage (KVA). Quelle: Baudirektion AWEL Bild «Vergleich von mineralischer Katzenstreu und Katzenstreu aus Pflanzenfasern vor und nach der Kehrichtverbrennung, mit Löffel.» herunterladen

Handelsübliche Katzenstreu, umgangssprachlich auch Katzensand, besteht meistens aus dem Tonmineral Bentonit. Dieses Mineral wird weltweit abgebaut, energieintensiv getrocknet und zu einem Granulat verarbeitet, das Flüssigkeiten aufsaugt und dabei Klumpen bildet. Daneben gibt es auch Katzenstreu aus Pflanzenfasern mit vergleichbaren Eigenschaften, beispielsweise aus Holzresten. In der Schweiz muss gebrauchte Katzenstreu – auch Katzenstreu aus Pflanzenfasern – wegen möglicher Krankheitserreger und Medikamentenrückstände mit dem Hauskehricht entsorgt werden.

9'000 Tonnen Katzenstreu landen jährlich auf Deponien

Katzenstreu aus Bentonit macht laut der letzten Schweizer Kehrichtsackstudie von 2022 etwa 4.4% des Gewichts eines durchschnittlichen Kehrichtsacks aus. Nach der Verbrennung des Haushaltskehrichts in der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) bleibt ein nicht brennbarer Rückstand aus Mineralien und Metallen zurück – die sogenannte Schlacke. Haushaltskehricht macht zwar nur rund die Hälfte der in den KVAs verbrannten Abfälle aus. Dennoch stammen schlussendlich gemäss Schätzungen des Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) bis zu zehn Prozent der Schlacke von mineralischer Katzenstreu.

Im Kanton Zürich macht die durch mineralische Katzenstreu verursachte Schlacke pro Jahr etwa 9'000 Tonnen oder 450 Lastwagenladungen aus. Doch der Platz zur Deponierung von Kehrichtschlacke wird im Kanton Zürich immer knapper. Neue Deponien oder Deponieerweiterungen sind zwar vorgesehen, der Planungs- und Bewilligungsprozess ist allerdings aufwendig und langwierig.

Pflanzliche Katzenstreu bringt verschiedene Vorteile

Im Gegensatz zu Katzenstreu aus Bentonit verbrennt Katzenstreu aus Pflanzenfasern in der KVA nahezu restlos. Dabei wird nicht nur Abfall in Form von Schlacke vermieden, sondern auch Energie für das Fernwärmenetz und die Stromversorgung produziert. Es gibt zahlreiche Alternativen zu Katzenstreu aus Bentonit. Sie bestehen meist aus Holzfasern, Holzschnitzeln oder Getreideresten und sind sowohl im Detailhandel als auch in Onlineshops erhältlich. Auf der Verpackung sollte klar deklariert sein, dass die Streu aus Pflanzenfasern beziehungsweise aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Katzenstreu aus Pflanzenfasern saugt Flüssigkeiten auf und bildet je nach Produkt auch Klumpen. Im Gebrauch unterscheidet sie sich daher kaum von Bentonitstreu. Ausserdem hat Katzenstreu aus Pflanzenfasern weitere Vorteile: Sie ist nur halb so schwer wie Katzenstreu aus Bentonit und kann Gerüche ohne Zusatz von Duftstoffen neutralisieren.

Das AWEL empfiehlt deshalb, Katzenstreu aus Pflanzenfasern zu verwenden. Damit lässt sich die Menge an Schlacke reduzieren und wertvoller Deponieraum sparen.
 

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