Katzen gehören im Kanton Zürich zu den beliebtesten Haustieren. Entsprechend fällt jedes Jahr viel gebrauchte Katzenstreu an. Diese muss in der Regel auf einer Deponie abgelagert werden. Nicht so bei Katzenstreu aus Pflanzenfasern, sie bietet auch sonst Vorteile.
Problematik
Eine Wohnungskatze benötigt jährlich rund 100 kg Katzenstreu – umgangssprachlich auch Katzensand genannt. Neben mineralischer Katzenstreu aus Bentonit oder Silikat gibt es auch Katzenstreu aus Pflanzenfasern. Gebrauchte Katzenstreu – auch Katzenstreu aus Pflanzenfasern – muss mit dem Haushaltskehricht entsorgt und in der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) verbrannt werden, da Krankheitserreger oder Medikamentenrückstände enthalten sein können.
Empfehlung
Katzenstreu aus Pflanzenfasern
Das AWEL empfiehlt, Katzenstreu aus Pflanzenfasern zu nutzen, weil sie in der KVA restlos verbrannt und thermisch genutzt werden kann. Dabei wird Strom und Wärme produziert.
Bei mineralischer Katzenstreu aus Bentonit oder Silikat bleibt hingegen ein beträchtlicher nicht brennbarer Rest als Schlacke übrig, der auf einer Deponie abgelagert werden muss. Im Kanton Zürich müssen pro Jahr etwa 9'000 Tonnen oder 450 Lastwagenladungen Rückstände aus solcher mineralischer Katzenstreu abgelagert werden. Und verfügbarer freier Deponieraum ist im Kanton Zürich knapp.
Kauf und Anwendung von Katzenstreu aus Pflanzenfasern
Katzenstreu aus Pflanzenfasern ist sowohl im Detailhandel als auch in gängigen Onlineshops erhältlich. Meist steht auf der Verpackung, dass die Streu aus Pflanzenfasern oder allgemein aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt ist.
Der Gebrauch von Katzenstreu aus Pflanzenfasern unterscheidet sich in der Anwendung nicht von Katzenstreu aus Bentonit oder Silikat. Produkte, die mit «klumpend» gekennzeichnet sind, bilden ähnlich wie Bentonitstreu Klumpen im Kontakt mit Flüssigkeiten. Diese können mit einer Schaufel entfernt werden, um das Katzenklo sauber zu halten.
So gelingt der Streuwechsel
Junge Katzen gewöhnen sich schnell an ein Katzenklo mit Streu aus Pflanzenfasern, besonders wenn sie gerade erst im neuen Haushalt angekommen sind.
Ältere Katzen können hingegen empfindlich auf einen Streuwechsel reagieren. Zur Eingewöhnung kann die neue, pflanzliche Streu über mehrere Wochen schrittweise zur alten Streu beigemischt werden, bis die alte Streu gänzlich ersetzt ist. Falls die Katze die neue, pflanzliche Streu gar nicht akzeptiert, sollte man zur alten Streu zurückkehren.
Weiterführende Informationen
Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.
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Kontakt
Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft – Sektion Abfallwirtschaft