Erste Zürcher Demokratiewoche bringt Menschen ins Gespräch

Wie entsteht das Budget des Kantons Zürich? Wie sieht der Arbeitsalltag eines Regierungsratsmitglieds aus? Solche und andere Fragen diskutierten bei «Inside Regierungsrat – Die Jugend fragt nach» Jugendliche mit Mitgliedern der Zürcher Regierung. Der Austausch war ein Höhepunkt der ersten Zürcher Demokratiewoche, die vom 14. bis 18. September 2026 im Rathaus Zürich stattgefunden hat. Über 600 Personen besuchten die Veranstaltungen und Ausstellungen.

Klimaschutz, Krankenkassenprämien, Mietpreise: Jugendliche des Zürcher Jugendparlaments, des Jugendforums Zürcher Oberland, der Schule für Gestaltung Zürich und des Bildungszentrums Limmattal brachten die Themen, die sie beschäftigen, ins Rathaus – und diskutierten sie dort mit Regierungsrätinnen und Regierungsräten. Das Format hiess «Inside Regierungsrat» und erlebte im Rahmen der Demokratiewoche seine Premiere. «Ich fand es eine sehr coole Erfahrung, persönlich mit einer Regierungsrätin reden und ihr meine Sicht darstellen zu können», sagte eine Teilnehmerin.

Auch Regierungsrätin Jacqueline Fehr erlebte den Austausch positiv: «Demokratie lebt davon, dass Menschen ihre Überzeugungen einbringen und einander zuhören. Der Austausch mit den Jugendlichen hat gezeigt, wie interessiert, kritisch und engagiert die nächste Generation unsere Demokratie mitgestaltet.»

Vielfältige Zugänge zur Demokratie

Die Demokratiewoche fand vor dem Hintergrund des Internationalen Tags der Demokratie vom 15. September statt. Ins Leben gerufen hat sie die zur Direktion der Justiz und des Innern gehörende Koordinationsstelle Teilhabe.

Gemeinsam mit über einem Dutzend Organisationen aus Zivilgesellschaft, Hochschulen und Verwaltung entstand ein abwechslungsreiches Programm. So führten die Parlamentsdienste des Kantonsrates Interessierte durchs 700 Jahre alte Rathaus. Die Pestalozzi-Bibliothek stellte ein Bücherregal mit verbotenen Büchern aus der ganzen Welt aus. Darüber hinaus gab es weitere Informations- und Diskussionsanlässe, zum Beispiel über die Auswirkungen von KI auf die Demokratie, aber auch über aktuelle Themen wie die Neutralitätsinitiative.

Manche Angebote richteten sich an die breite Öffentlichkeit, andere gezielt an Schulklassen oder Fachpersonen.

Eine Woche mit grosser Resonanz

An den Anlässen nahmen rund 600 Personen teil – vom Primarschulkind bis zu Menschen im Pensionsalter. Sie diskutierten, probierten neue Formen der Beteiligung aus und begegneten Menschen mit anderen Erfahrungen und Perspektiven.

Die Rückmeldungen der Besuchenden und der beteiligten Organisationen seien sehr positiv, bilanziert Céline Colombo, die Leiterin der Koordinationsstelle Teilhabe. «Die Neugier der Teilnehmenden, die engagierten Gespräche und die Beiträge unserer Partnerorganisationen haben das Rathaus zu einem lebendigen Ort der Demokratie gemacht.»

Die Koordinationsstelle Teilhabe wertet die erste Demokratiewoche nun gemeinsam mit den beteiligten Organisationen aus und prüft eine Weiterführung des Formats. Die Koordinationsstelle ist seit 2024 in Zusammenarbeit mit dem Campus für Demokratie für die Regionalkoordination des Tags der Demokratie im Kanton Zürich zuständig.
 

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