Zürcher Arbeitslosenquote sinkt saisonal bedingt leicht
Medienmitteilung 06.07.2026
Die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich ist im Juni leicht auf 2,8 Prozent gesunken. Gleichzeitig wurden deutlich mehr offene Stellen gemeldet. Die Zürcher Wirtschaft zeigt sich insgesamt weiterhin solide und die Geschäftslage bleibt stabil.
Die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich ist im Juni von 2,9 auf 2,8 Prozent gesunken. Bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren 25'413 Personen als arbeitslos gemeldet, 126 weniger als im Vormonat. Dieser saisonbedingte Rückgang fällt jedoch schwächer aus als um die Jahreszeit üblich. Bereinigt um diese saisonalen Effekte zeigt sich deshalb ein Anstieg der Arbeitslosigkeit um 345 Personen. Damit setzt sich der Trend fort: Seit 2023 steigt die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich und in der Schweiz tendenziell an.
Wieder mehr offene Stellen
Die Arbeitslosenzahlen blieben im Juni in den meisten Branchen weitgehend stabil. Den deutlichsten Rückgang verzeichneten das Baugewerbe (-105 Personen) sowie die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (-97), zu denen unter anderem der Gartenbau zählt. Zugenommen hat die Zahl der Arbeitslosen dagegen insbesondere in der Finanz- und Versicherungsbranche (+58) sowie im Bereich Erziehung und Unterricht (+40).
Die Zahl, der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen, ist im Juni gegenüber dem Vormonat um 1’164 Stellen gestiegen und beträgt neu 8’084 Stellen. Besonders stark nachgefragt wurden im vergangenen Monat Reinigungspersonal (+374 Stellen) sowie Hilfsarbeitskräfte in der Herstellung von Waren (+308).
Erwartete Geschäftslage verbessert sich leicht
Die Geschäftslage der Zürcher Wirtschaft blieb im Juni insgesamt stabil und wird weiterhin positiver beurteilt als in der Gesamtschweiz. Auch der Ausblick hat sich zuletzt leicht aufgehellt. Die Zürcher Wirtschaft entwickelt sich trotz anspruchsvollem Umfeld weiterhin solide. Das zeigt sich sowohl in der stabilen Geschäftslage als auch in den leicht verbesserten Erwartungen. Dazu tragen insbesondere die Finanzbranche und die Industrie bei: Die Unternehmen beider Branchen beurteilen ihre Geschäftserwartungen für die kommenden Monate wieder etwas optimistischer.
Bei den Beschäftigungserwartungen ergibt sich kein einheitliches Bild. Während Unternehmen in der Finanzbranche und der Industrie wieder etwas häufiger mit einer stabilen oder steigenden Beschäftigung rechnen, hat sich diese Einschätzung in anderen Branchen – vor allem im Projektierungssektor und im Detailhandel – leicht eingetrübt.