Grundstein für Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich gelegt

Heute startet mit der Grundsteinlegung offiziell der Hochbau für das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich (SVG). Der Neubau entsteht neben der Bezirksanlage Winterthur. Er erhöht die Sicherheit und erfüllt höhere Nachhaltigkeitsstandards. Der Bezug ist für Herbst 2027 geplant.

Heute Vormittag feierten Regierungspräsident und Baudirektor Martin Neukom, Präsidentin des Sozialversicherungsgerichts Annette Grieder-Martens und Vizepräsident Erich Gräub sowie Daniela Zimmer und Tilmann Schmidt von Zimmer Schmidt Architekten den Beginn der Hochbau-Arbeiten. Martin Neukom übergab den künftigen Nutzenden des Gebäudes auf der Baustelle eine Plakette, die mit Holz aus dem nachhaltig bewirtschafteten Wald des Kantons Zürich hergestellt wurde. Sie erinnert daran, dass das Gebäude mit lokalem kantonseigenem Holz aus dem Staatswald erstellt wird und somit zu einer nachhaltigen Bauweise beiträgt (vgl. Box).

Justizstandort Winterthur wird gestärkt

Das Sozialversicherungsgericht behandelt mit über 80 Mitarbeitenden jährlich rund 2'000 Beschwerden und Klagen. Diese stammen aus den Bereichen Invaliden-, Unfall-, Arbeitslosen-, Kranken-, Alters- und Hinterlassenenversicherung wie auch aus der beruflichen Vorsorge. Das Gericht ist heute an der Winterthurer Lagerhausstrasse eingemietet. Mit dem Neubau stärkt der Kanton den Standort Winterthur: Das neue Gericht entsteht östlich der Bezirksanlage an der Hermann-Götz-Strasse. Dort sind bereits das Bezirksgericht, die Staatsanwaltschaft, das Untersuchungsgefängnis, die Kantonspolizei, die Jugendanwaltschaft und das Forensische Institut angesiedelt. Die räumliche Nähe ermöglicht künftig mehr Synergien. Das künftige Gericht bietet den Mitarbeitenden eine attraktive Infrastruktur. Um die Sicherheit zu erhöhen, sind darin die öffentlichen Bereiche von den Bereichen für Mitarbeitende getrennt.

Nachhaltiger Neubau

Für den Neubau wurde ein Objektkredit von 40.9 Mio. Franken gesprochen. Das Bauprojekt stammt von Zimmer Schmidt Architekten aus Zürich. Entstehen wird ein schlanker Holzbau, der auf einem massiv ausgebildeten Sockelgeschoss steht. Das Projekt erfüllt die Anforderungen des Standards «Nachhaltiges Bauen Schweiz» sowie Minergie-P-ECO. Auf dem Dach wird eine Photovoltaik-Anlage installiert. Der Bezug des Gebäudes ist für Herbst 2027 geplant.
 

Mit Zürcher Holz CO2-Emissionen beim Bauen reduzieren

Das neue Sozialversicherungsgericht wird unter anderem mit Holz aus dem Zürcher Staatswald erbaut. Durch den Einsatz von regional gewonnenem Holz bleiben einerseits die Transportwege kurz. Andererseits kann teilweise auf andere, emissionsintensive Baustoffe wie Beton verzichtet werden. Zudem wird der im Holz gespeicherte Kohlenstoff langfristig im Gebäude gebunden.
Der Kanton ist Eigentümer von 3500 Hektar Staatswald, was der Fläche von 4900 Fussballfeldern entspricht. Die Baudirektion verfolgt das Ziel, dieses lokale Holz vermehrt als Baustoff zu nutzen. Derzeit werden zwei Neubauten des Kantons mit Holz aus dem Staatswald erbaut: das Bezirksgericht Hinwil und das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich in Winterthur. Beide Neubauten dienen dazu, Erfahrungen mit dem lokalen Rohstoff zu sammeln sowie Hindernisse in der Produktions- und Logistikkette zu erkennen und zu überwinden.

Kontakt

Baudirektion – Medienstelle

Adresse

Walcheplatz 2
8090 Zürich
Route (Google)

Für diese Meldung zuständig: