Erneuertes Bezirksgericht Zürich eingeweiht
Medienmitteilung 27.03.2026
Das aus den 80er Jahren stammende und jetzt instandgesetzte Gebäude an der Wengistrasse 30 bietet attraktive Räume für den Gerichtsbetrieb und ein sicheres Arbeitsumfeld für rund 120 Mitarbeitende. Soweit sinnvoll, wurde die bestehende Bausubstanz erhalten. Wo nicht, wurde gezielt weiterentwickelt, um die Anforderungen zu erfüllen. Heute fand die offizielle Einweihung statt.
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Das Bezirksgerichtsgebäude an der Wengistrasse 30 in Zürich war sanierungsbedürftig: Die Fenster, die Fassade, das Dach und die Gebäudetechnik hatten das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Statt punktuell einzugreifen, entschied sich der Kanton, das Gebäude umfassend energetisch zu sanieren. Neben der energetischen Sanierung bestand die zentrale Aufgabe darin, das Gebäude zu erweitern und räumlich neu zu organisieren. Nach drei Jahren Bauzeit ist ein modernes, einladendes und zeitgemässes Gericht entstanden. Kantonsbaumeister Beat Pahud, Gerichtspräsidentin des Bezirksgerichts Zürich Marie Schurr, Obergerichtspräsidentin Flurina Schorta sowie Architektin Caroline Fiechter von Fiechter & Salzmann Architekten haben heute das Gebäude eingeweiht.
Aus Gewerbebau wird modernes Gericht
Das Gebäude wurde 1981 als Molkerei erstellt. Da es für eine Gewerbe-, Lager- und Büronutzung konzipiert wurde, entsprach es vor der jüngsten Erneuerung nie ganz den Anforderungen eines Gerichts. Zudem ist der Raumbedarf im Laufe der Jahre gestiegen.
Das Architekturbüro Fiechter & Salzmann Architekten und die Baumanagement Fanzun AG erhöhten das Volumen, indem sie das Gebäude bis an die Schreinerstrasse erweiterten und im Attikabereich erhöhten. Um den gestiegenen Raumbedarf zu decken, organisierten sie das Innere des Gerichts komplett neu: Zwölf modern ausgestattete Gerichtssäle und Beratungsräume sind entstanden. Die neue Organisation sorgt zusätzlich für eine klare Trennung zwischen öffentlichen, halböffentlichen und internen Bereichen und erhöht die Sicherheit. Ein zweigeschossiger Lichthof bildet das neue Zentrum des Gebäudes und erschliesst sämtliche Gerichtssäle. Grosszügige Fensterflächen bringen mehr Tageslicht ins Innere. Die Loge im Erdgeschoss empfängt Besucherinnen und Besucher offen und einladend. Die erneuerten technischen Anlagen erfüllen nun den Minergie-P-Eco-Standard.
Auch äusserlich präsentiert sich das Gebäude neu. Die rötliche Fassade nimmt Bezug auf das benachbarte Gerichtsgebäude. So erhält der Gerichtsstandort ein einheitliches und prägnantes Erscheinungsbild.
Weiterbauen statt neu bauen
Das Projekt steht exemplarisch für das Thema «Bauen im Bestand»: Bestehende Bausubstanz bleibt erhalten, wo dies sinnvoll ist. Wo nicht, wird gezielt weiterentwickelt, um die Anforderungen zu erfüllen. So wurde aus einem Bau der 1980er-Jahre ein zeitgemässes Gericht für das 21. Jahrhundert.
Galerie
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Der Haupteingang ist eindeutig adressiert und barrierefrei zugänglich. Quelle: Kuster Frey -
Die grosszügigen Fensterflächen bringen mehr Tageslicht ins Innere. Quelle: Kuster Frey -
Die zweigeschossige Gerichtshalle mit der geschwungenen Treppe bildet das neue Zentrum des Gebäudes und erschliesst sämtliche Gerichtssäle. Quelle: Kuster Frey -
Mit den zwölf neuen und modernen Gerichtssälen wurde der gestiegene Raumbedarf gedeckt. Quelle: Kuster Frey