Das Grossmünster wird zum Kunstobjekt

Während zweier Jahre ist das Grossmünster infolge der Instandsetzung komplett eingerüstet. Der Kanton Zürich realisiert in diesem Rahmen ein Kunst-und-Bau-Projekt mit der Zürcher Künstlerin Shirana Shahbazi, das ab Mitte März sichtbar wird.

Shirana Shahbazi wird die Gerüstverkleidung des Zürcher Wahrzeichens mit einer Collage aus vielen verschiedenen Fotografien bespielen. Unterschiedliche Arten von Bildern überlagern sich und erzeugen komplexe Situationen und Bildräume, in denen immer wieder neue Bezüge entdeckt werden können. Die gewählte Farbigkeit orientiert sich an den Glasfenstern im Innenraum und taucht die Kirchenhülle für die Zeit der Intervention je nach Lichtsituation in unterschiedliche Farbstimmungen ein.

Eine Vielzahl von Figuren schwebt, fällt, fliegt und rennt den Betrachtenden entgegen. Sie bewegen sich, scheinbar von der Schwerkraft losgelöst, durch räumliche Fragmente, in denen sich die Perspektive nie ganz einlöst. Weitere Ebenen der dichten Collage verweben diese Elemente mit alltäglichen Szenen und Details, mit dem Leben, der Erinnerung daran und mit dem Tod. Aufnahmen aus der Stadt Zürich und Abbildungen aus historischen Dokumenten verorten die Arbeit zudem lokal und spannen einen zeitlichen Bogen.

Die Montage der Installation beginnt Mitte März und dauert voraussichtlich rund vier bis fünf Wochen. Im Herbst 2027 wird das Gerüstnetz zu grossen Teilen wieder demontiert und die markanten Doppeltürme des Grossmünsters werden wieder sichtbar.
 

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