Kriminalstatistik 2025: Wirkungsvolle Massnahmen – Rückgang der Kriminalität
Medienmitteilung 23.03.2026
Die polizeilich registrierte Kriminalität ist im vergangenen Jahr im Kanton Zürich um 5 Prozent zurückgegangen. Zum Vergleich: Gesamtschweizerisch fällt die Abnahme der Straftaten mit 1,5 Prozent deutlich geringer aus. Auffallend ist insbesondere der Rückgang in den Bereichen Gewaltdelikte (-6 Prozent), Jugendkriminalität (-10 Prozent) und Einbruchskriminalität (-12,5 Prozent), wie Sicherheitsdirektor Mario Fehr bei der Präsentation der Kriminalstatistik 2025 heute vor den Medien, zusammen mit dem Chef Kriminalpolizei der Kantonspolizei, Jann Leutenegger, und der Chefin der Kriminalabteilung der Stadtpolizei Zürich, Andrea Jug-Höhener, ausführte.
«Die Kantonspolizei erkennt die Kriminalitätsentwicklung und setzt Schwerpunkte im Kampf dagegen», betonte Sicherheitsdirektor Mario Fehr. Die entsprechenden Massnahmen sind wirkungsvoll – das zeigt sich exemplarisch bei der Jugendkriminalität (-10 Prozent) oder bei den Vermögensdelikten (-5 Prozent). Bei Letzteren betrifft die anzahlmässig gewichtigste Abnahme Diebstähle, die um 2634 Straftaten bzw. 9 Prozent abgenommen haben; unter anderem kam es zu rund tausend Einschleich- und Einbruchsdiebstählen weniger als im Vorjahr. So verhaftete die Polizei während gezielter Aktionen und Kontrollen gegen die Einbruchskriminalität («Indue») rund 120 Tatverdächtige und stellte dabei umfangreiches Einbruchswerkzeug und Deliktsgut sicher. Auch im Bereich Telefonbetrug haben die intensiven Ermittlungen und Präventionsmassnahmen der Kantonspolizei Wirkung gezeigt: Die vollendeten Betrüge nahmen um mehr als 60 Prozent ab.
Die Cyberkriminalität sank 2025 leicht um 2,5 Prozent. Dennoch verbleibt diese auf hohem Niveau. Die momentane Abnahme ergibt sich aus Rückgängen in der digitalisierten Kriminalität – insbesondere bei digital begangenen Be-trugsdelikten (-11 Prozent). Die Anzahl verzeichneter Cybercrime-Straftaten bleibt damit dreimal höher als zu Beginn des Jahrzehnts.
Im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt und familiärer Differenzen rückten die Polizistinnen und Polizisten im vergangenen Jahr kantonsweit im Schnitt zwischen 21- und 22-mal pro Tag aus. Bei gut drei Vierteln dieser Fälle ordneten sie Schutzmassnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz an.