Zürich baut Angebote in der Palliative Care aus
Medienmitteilung 27.02.2026
Am Tag der Kranken 2026 bekräftigt der Kanton Zürich sein Engagement für eine würdige, selbstbestimmte Palliative Care. Mit der 2024 verabschiedeten Strategie werden mobile Palliative-Care-Teams mit einem ärztlichen Hintergrunddienst und Pflegeheime mit spezialisierter Palliative-Care-Expertise unterstützt sowie Angebote für Kinder und Jugendliche ausgebaut. Online-Tools, Schulungen, Sensibilisierungsanlässe und die neue Webseite von Palliative zh+sh fördern Information, Vernetzung und Qualität in der palliativen Versorgung.
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Am Tag der Kranken setzen der Bundespräsident, Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren sowie zahlreiche Unterstützer ein Zeichen für kranke, betagte und beeinträchtigte Menschen in der Schweiz. Das Motto für das Jahr 2026 lautet: «selbstbestimmt und eingebunden». Am Tag der Kranken 2026 unterstreicht der Kanton Zürich sein Engagement für eine Palliative Care, die Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen und/oder chronischen Krankheiten begleitet – selbstbestimmt, würdevoll und eingebunden in ein kompetentes Netzwerk aus Fachpersonen und Angehörigen.
Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat 2024 eine umfassende Palliative-Care-Strategie verabschiedet und die Mittel für deren Umsetzung gesprochen (vgl. Medienmitteilung vom 28. März 2024). In den Bereichen Versorgung, Sensibilisierung und Qualität wurden bestehende Angebote weiterentwickelt und neue Strukturen aufgebaut. Damit wurde die Palliative Care im Kanton Zürich weiter gestärkt.
Regierungsrätin Natalie Rickli, Vorsteherin Gesundheitsdirektion, betont: «Selbstbestimmt bis ans Lebensende: Mit unserer Palliative-Care-Strategie ermöglichen wir Patientinnen und Patienten ein würdevolles Leben und mehr Lebensqualität durch professionelle Begleitung und Unterstützung.»
Mobile Palliative Care neu für Zürcher Pflegeheime
Mobile-Palliative-Care-Teams mit spezialisierten Pflegefachpersonen sind im Kanton Zürich auf Abruf im ganzen Kanton bei den Menschen zu Hause im Einsatz. Seit 2025 steht zudem ein ärztlicher Hintergrunddienst aus den zehn Kompetenzzentren für die mobilen Teams bereit. 2026 startete das Pilotprojekt «Mobile-Palliative-Care-Teams in Pflegeheimen»; rund die Hälfte der Zürcher Gemeinden hat bereits eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Das Angebot unterstützt Pflegeheime in komplexen palliativen Situationen vor Ort und kann unerwünschte Spitaleinweisungen verhindern. 2025 betreuten die Palliativteams rund 2700 Personen. Erste Erfahrungen des neuen Pilotprojekts zeigen eine kontinuierliche Nutzung des Angebots.
Auch die spezialisierte Palliative Care für Kinder, Jugendliche und ihre Familien wird gezielt mit 100'000 Franken jährlich gefördert. Das Kinderspital Zürich betreute 2025 insgesamt 245 Familien mit einem schwer kranken Kind und führte dabei 8’295 Konsultationen durch.
Mit der neuen Webseite von Palliative zh+sh steht der Bevölkerung und Fachpersonen eine übersichtliche Anlaufstelle für Fragen rund um Palliative Care zur Verfügung. Regionale Weiterbildungs- und Vernetzungsanlässe in den zehn Palliative-Care-Kompetenzzentren der Akutspitäler fördern den Wissensaustausch und die interprofessionelle Zusammenarbeit.