Saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit bei verbesserter Geschäftslage
Medienmitteilung 06.02.2026
Die Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich ist im Januar saisonbedingt leicht auf 3,0 Prozent gestiegen. Gleichzeitig beurteilen die Zürcher Unternehmen die Geschäftslage als positiv und planen mehrheitlich, ihre Personalbestände zu halten oder auszubauen.
Ende Januar waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich 26'878 Personen als arbeitslos gemeldet. Das sind 1'131 Personen mehr als im Vormonat, was einem Anstieg der Quote von 2,9 auf 3,0 Prozent entspricht. Diese Entwicklung ist zum Jahresbeginn üblich und mehrheitlich auf saisonale Effekte zurückzuführen. Bereinigt um diese Saisoneinflüsse fiel der Anstieg mit 490 Personen deutlich moderater aus.
Anstieg der offenen Stellen durch Ausweitung der Meldepflicht
Das Gastgewerbe verzeichnete mit einem Plus von 105 Personen den grössten absoluten Anstieg der Arbeitslosigkeit – eine für die Jahreszeit typische Entwicklung. Auch im Handel (+100) sowie bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+88) nahm die Arbeitslosigkeit leicht zu.
Einen deutlichen Sprung machten die bei den RAV gemeldeten offenen Stellen: Ihre Zahl erhöhte sich im Januar um 3'124 auf neu 8'243, den höchsten Stand seit rund zweieinhalb Jahren. Diese Zunahme ist vor allem auf die Ausweitung der Liste meldepflichtiger Berufe zurückzuführen. Neu meldepflichtig sind unter anderem Reinigungspersonal und Hilfskräfte in Büros und Hotels (+676 neu gemeldete Stellen) sowie Köchinnen und Köche (+344).
Geschäftslage verbessert sich zu Jahresbeginn
Die Geschäftslage hat sich im letzten Halbjahr auf einem leicht tieferen Niveau stabilisiert und zeigt seit Jahresbeginn wieder eine Aufwärtsbewegung. Die Geschäftserwartungen liegen trotz einer seit Ende 2025 beginnenden Erholung noch immer tiefer als vor der Coronapandemie. Für die kommenden Monate erwarten die Unternehmen in allen Branchen – mit Ausnahme des Grosshandels – ein geringes, aber positives Beschäftigungswachstum. «In den meisten Branchen überwiegt der Anteil der Unternehmen, die einen Stellenaufbau planen», sagt Hans Rupp, Chef des Amts für Arbeit. Besonders erwähnenswert ist das Baugewerbe, wo der Indikator zur Beschäftigungserwartung den höchsten Stand seit über zwei Jahren erreicht.