Spannender Austausch über krisengeschüttelte Lieferketten

Globale Krisen stellen unsere bewährten Wertschöpfungs- und Logistikketten auf den Kopf. Gefragt sind neue innovative Konzepte, weniger globale Abhängigkeit und findiges Unternehmertum. Wenn dies gelingt, kann die momentane Situation eine Chance sein. Dies ist das Fazit des traditionellen UnternehmerInnen-Anlasses der Kantone Zürich und Graubünden anlässlich des Weltwirtschaftsforums WEF in Davos. Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer nutzten die Chance, sich zusammen mit hochkarätigen Referentinnen und Referenten zu den Auswirkungen globaler Krisen auf die Wertschöpfungs- und Logistikketten auszutauschen.

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Passend zur Kulisse des House of Switzerland im Eisstadion Davos appellierte Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh an die Flexibilität, den Sportgeist und den Siegeswillen der Unternehmen, um die schwierige Situation zu meistern. «Unsere Wirtschaft kann sich künftig nicht mehr nur auf globale Strukturen verlassen. Auch eine gute regionale Vernetzung wird wichtig sein.» Carmen Walker Späh verwies auf die Bestrebungen des Kantons Zürich, die Wirtschaft noch vielfältiger und krisenresistenter zu machen. Eine wichtige Rolle spielten dabei die verschiedenen Innovations-Hubs, die in den letzten Monaten und Jahren entstanden sind, insbesondere auch der Innovationspark Zürich.

Lieferketten als Lebensretter

Bundespräsident Ignazio Cassis bezeichnete funktionierende Lieferketten in der Krise als Lebensretter, denen Sorge getragen werden muss. «Wir werden uns an diese Zeiten nicht gerne zurückerinnern», so Cassis. Umso mehr sei es wichtig, auch die positiven Zeichen und die Solidarität wertzuschätzen.

Globalisierung neu erfinden

Wirtschaftsnobelpreisträger Prof. Joseph Stiglitz warf einen kritischen Blick auf die Globalisierung und deren nun klar ersichtlichen negativen Auswirkungen. Seine klare Aussage: «Wir managen die Globalisierung nicht gut». Michael Wurmser, Gründer des Bergbauunternehmens Norge Mining sprach sogar vom Ende der Globalisierung, wie wir sie kennen. Die Krisen hätten die Rohstoffabhängigkeit Europas deutlich gemacht und verschärft. «Anstatt sich stark auf den Import von Rohstoffen zu verlassen, kann Europa sowohl Ressourcen im Ausland sichern als auch seine eigenen heimischen Ressourcen nutzen.» Mit eindrücklichen Fakten zur Situation bei den internationalen Lieferketten wartete Stefan Paul, designierter CEO von Kühne+Nagel, auf. Die Preise für den internationalen Warentransport hätten sich zum Teil vervielfacht. Allein in Shanghai seien zurzeit 150 Containerschiffe blockiert. Der Logistikfachmann rechnet erst für 2024 wieder mit einer Entspannung der Situation.

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