Kanton erhöht Asyl-Aufnahmequote

Der Bund wird den Kantonen auch in den nächsten Wochen eine hohe Zahl von Personen mit Schutzstatus S zuweisen. Die Sicherheitsdirektion hat daher entschieden, die für die Gemeinden geltende Aufnahmequote für Asylsuchende per 19. April 2022 auf 0,9 Prozent zu erhöhen.

Gemäss Schätzungen des UNHCR sind seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine 4,3 Millionen Menschen aus der Ukraine ins Ausland geflüchtet. In der Schweiz verzeichnen die Bundesasylzentren seit der Einführung des Schutzstatus S am 12. März 2022 täglich zwischen 700 und 1400 Eintritte. Der Bund verteilt asylsuchende Personen nach einem gesetzlich definierten Schlüssel an die Kantone. Nach dem geltenden Verteilschlüssel hat der Kanton Zürich entsprechend seiner Bevölkerungszahl 17,9 Prozent der Asylsuchenden zu übernehmen. Der Verteilschlüssel wird auch für Personen mit Schutzstatus S angewendet.

Die Gemeinden im Kanton Zürich erfüllen jetzt die seit 1. Januar 2020 bestehende Aufnahmequote von fünf Asylsuchenden auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner (0,5 Prozent). Um auch die Unterbringung der Schutzbedürftigen aus der Ukraine in den nächsten Wochen und Monaten weiterhin gewährleisten zu können, hat die dafür zuständige Sicherheitsdirektion entschieden, die Aufnahmequote per 19. April 2022 auf 0,9 Prozent zu erhöhen.

Das Asylwesen ist eine Verbundaufgabe. Regierungsrat Mario Fehr: «Bund, Kanton und Gemeinden stehen einmal mehr vor einer grossen Herausforderung. Die Unterbringung der Schutzbedürftigen hat oberste Priorität. Ich bin zuversichtlich, dass es in den Gemeinden gelingen wird, die erforderlichen Strukturen aufzubauen.» Auch der Kanton schafft zusätzliche Kapazitäten. Sie dienen insbesondere für kurzzeitige Unterbringungen in Notfällen
oder über das Wochenende.

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