Ersatzneubau Bezirksgericht Hinwil: Wettbewerb ist entschieden

Dem Bezirksgericht Hinwil soll mit einem Neubau ein optimaler Gerichtsbetrieb ermöglicht werden. Den offenen Wettbewerb, den das kantonale Hochbauamt durchgeführt hatte, gewann das Projekt der ARGE Brütsch Riggio Ugolini aus Bern.

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Visualisierung des Ersatzneubaus des Bezirksgerichts Hinwil
Visualisierung des Ersatzneubaus des Bezirksgerichts Hinwil. Quelle: ARGE Brütsch Riggio Ugolini Bild «Visualisierung des Ersatzneubaus des Bezirksgerichts Hinwil» herunterladen

Das Bezirksgericht Hinwil ist eines von zwölf Bezirksgerichten des Kantons Zürich. Es behandelt erstinstanzlich alle Verfahren aus dem Zivilrecht sowie Strafverfahren, die nicht von den Staatsanwaltschaften rechtskräftig abgeschlossen wurden. Zurzeit arbeiten dort rund 40 Personen als Richterinnen und Richter, Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber, Auditorinnen und Auditoren sowie als Kanzleimitarbeitende. Ein Neubau soll dem Bezirksgericht einen optimalen Gerichtsbetrieb ermöglichen und den Bedürfnissen aller Beteiligten entsprechen. Wichtig ist dabei die Trennung zwischen öffentlichen, halböffentlichen und internen Bereichen.

Nachhaltiger Holzelementbau

Aus einem einstufigen Wettbewerb im offenen Verfahren ging das Projekt «Salesch» der ARGE Brütsch Riggio Ugolini aus Bern als Sieger hervor. David Vogt, Kantonsbaumeister a. i. und Vorsitzender der Jury, gab am Montag den Entscheid des Preisgerichts bekannt. Insgesamt nahmen 39 Teams am Wettbewerb teil.

Das Projekt sieht einen schlanken Holzelementbau mit einem grosszügigen Ankunftsbereich – dem Gerichtsplatz – vor. Die Publikums- und Verwaltungsbereiche sind vertikal gegliedert und alternierend gestapelt, was eine effiziente Organisation des Gerichtsbetriebs ermöglicht. Die Geschosshöhen passen sich den jeweiligen Nutzungen an. Überzeugend umgesetzt ist das Thema Nachhaltigkeit. Eine kluge Fassadenkonstruktion mit einem angemessenen Fensteranteil, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und in der Fassade sowie eine Nachtauskühlung zur energieeffizienten Gebäudeklimatisierung zeigen. Die Anforderungen des Standards «Nachhaltiges Bauen Schweiz» sowie Minergie-P werden erfüllt. Zudem bietet das Projekt Nistplätze für Mauersegler.

In einem nächsten Schritt werden die Termine und Kosten detailliert ausgearbeitet. Vorgesehen ist, das Baugesuch Anfang 2023 einzureichen und Anfang 2024 mit den Bauarbeiten zu beginnen. Aufgrund von Vergleichswerten werden die Kosten derzeit grob auf rund 30 Millionen Franken geschätzt. 

Prämierung der Wettbewerbsarbeiten

1. Rang: ARGE Brütsch Riggio Ugolini, Bern
2. Rang: raumfindung architekten gmbh, Rapperswil
3. Rang: Menzi Bürgler Kuithan Architekten AG, Zürich
4. Rang: Architekturbüro Bernhard Maurer GmbH, Zürich
5. Rang: ATP architekten ingenieure Zürich AG

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