ÖKOPROFIT: Regierungsrat Martin Neukom zeichnet ressourcenschonende Betriebe aus

Das internationale Zusammenarbeitsmodell für Unternehmen und Behörden ÖKOPROFIT zielt darauf ab, den Ressourcenverbrauch in Betrieben zu drosseln, damit Kosten zu sparen und die Umweltbelastung zu senken. Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) hat zwischen April 2019 und Oktober 2020 gemeinsam mit sechs Betrieben ein Pilotprojekt durchgeführt. Baudirektor Martin Neukom hat die entsprechenden Zertifikate unterschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Regierungsrat Martin Neukom beim Einpacken der Inserate.
Regierungsrat Martin Neukom beim Einpacken der Inserate. Quelle: Baudirektion

In diesem Jahr erhalten folgende Betriebe ein ÖKOPROFIT-Zertifikat: Meier Oberflächen AG in Rafz ZH, SIGA Manufacturing AG in Ruswil LU, Swiss Premium AG in Dietikon ZH, Adro AG in Andelfingen ZH, eloxalwerk züri-oberland ag in Wetzikon ZH und Lässer Teppich- und Polsterreinigung AG in Dübendorf ZH.

Das Zertifikat berechtigt die Unternehmen, das Logo mit Angabe des Programmjahrs in ihren Werbemitteln zu verwenden. Das AWEL führt das Basisprogramm seit Oktober 2020 mit weiteren Betrieben fort. Ab 2022 soll ein erstes Klubprogramm vom Stapel gehen. Langfristig soll eine unabhängige Trägerschaft für den Fortbestand von ÖKOPROFIT in der ganzen Schweiz sorgen.

Jährliche Einsparungen zugunsten der Umwelt und des Unternehmens

Das Kooperationsmodell ÖKOPROFIT wurde im österreichischen Graz anfangs der 1990er Jahre entwickelt. Seit seiner Einführung haben sich Tausende von EU-Unternehmen in regionalen und lokalen Netzwerken zusammengeschlossen – vor allem in Österreich und Deutschland. Sie sparen erhebliche Mengen an Wasser, Rohstoffen, Energie, CO2 und nicht zuletzt Geld – Jahr für Jahr.

ÖKOPROFIT besteht aus einem Basisprogramm für Einsteiger und einem sich jährlich wiederholenden Klubprogramm für Fortgeschrittene. In beiden Programmen tauschen sich die Umweltteams der Unternehmen in moderierten Workshops zu ressourcenrelevanten Fachthemen und betriebsspezifischen Fragestellungen aus. Hinzu kommt eine enge Begleitung durch speziell geschulte Beratungspersonen. Die Betriebe werden so dazu angeleitet, aus eigener Initiative einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu erarbeiten und das Erreichte zu bewahren.

Wer am Ende des Programmjahres mindestens zwei ökologisch und finanziell erfolgreiche Massnahmen umsetzt, wird mit dem ÖKOPROFIT-Zertifikat ausgezeichnet. Weitere Auszeichnungskriterien sind das Führen eines minimalen Umweltmanagementsystems und ein gut instruiertes Umweltteam. Die Beurteilung erfolgt durch eine interdisziplinär zusammengesetzte Audit-Kommission aus Wirtschaft und Verwaltung. Beide Programme sind freiwillig und können jederzeit wieder verlassen oder ausgesetzt werden.

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Unternehmen Branche Massnahmen Jährliche Einsparungen
Meier Oberflächen AG in Rafz ZH, 36 Mitarbeitende Ablaugerei, Entlackiererei
  • Inbetriebnahme einer Verdampfungsanlage
  • Umsteigen Öl- auf Pelletheizung
  • Einführung Hydroxidschlammtrockner
  • 5700 m3 Wasser,
  • 400 t Abfall
  • 695 t CO2
  • CHF 70'000
SIGA Manufacturing AG in Ruswil LU, 519 Mitarbeitende Herstellung von Gebäude-Dichtungsfolien
  • Verdichten der Container-Ladungen
  • Zweitliner (Papier) im Beschichtungsprozess
  • Reduktion Verpackungsmaterial
  • 9 t CO2
  • 20 t Abfall
  • CHF 90’000
Swiss Premium AG in Dietikon, 20 Mitarbeitende Herstellung von Mozzarella und Ricotta
  • Leuchtmittel durch LED-Leuchten ersetzen
  • Strahlrohre an Wasserschläuchen montieren
  • Wasserströme optimieren
  • 5’800 kWh Strom
  • 129 kg CO2,
  • 3000 m3 Wasser
  • CHF 14’000
Adro AG in Andelfingen, 14 Mitarbeitende Zuschneiden von Kunststoffelementen
  • Leuchtmittel durch LED-Leuchten ersetzen
  • Digitalisierung der Belege
  • Ersatz PET-Flaschen durch Getränkeautomaten
  • 29’164 kWh Strom
  • 0,32 t CO2
  • 42 kg Papier,
  • 61 kg PET
  • CHF 5’500
eloxalwerk züri-oberland ag in Wetzikon, 13 Mitarbeitende Veredelung metallischer Oberflächen
  • Geräte über Nacht ausschalten
  • Licht nur bei Gebrauch angeschaltet
  • Ersatz der Farbbäder mit besser isolierten neuen Anlagen
  • 10’000 kWh Strom
  • 113 kg CO2
  • CHF 31’000
Lässer Teppich- und Polsterreinigung AG in Dübendorf, 25 Mitarbeitende Teppich- und Polsterreinigung
  • Leuchtmittel durch LED-Leuchten ersetzen
  • Reduktion der Verpackungsfolien
  • Stromlecks und Blindstrom eliminieren
  • 20'500 kWh Strom
  • 3 t CO2
  • 100 t Abfall
  • CHF 4'800

Ansprechperson für Medien

Daniela Brunner

Projektleiterin, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, Baudirektion


+41 43 259 39 66

Montag, 9. November 2020, von 14 bis 17 Uhr

Für dieses Thema zuständig: