Corona-Krise führt zu Mehraufwand

Damit der Kanton Zürich den Wiederaufbau des Tourismus und auch kommerzielle Kulturunternehmen unterstützen kann, unterbreitet der Regierungsrat dem Kantonsrat Nachtragskredite zum Budget 2020. Sie belaufen sich auf 13,5 beziehungsweise 2,5 Millionen Franken.

Wegen der Corona-Krise ist der Tourismus im Kanton Zürich fast komplett eingebrochen, und es sind viele Arbeitsplätze gefährdet. Zürich ist mit 6,5 Millionen Logiernächten die grösste Tourismus-Region der Schweiz, die zu 71 Prozent auf Reisende aus dem Ausland zurückgehen. Zürich Tourismus, zu 93 Prozent privat finanziert (vor allem durch die Hotels), plant nun Marketing-Kampagnen zur Wiederbelebung des Tourismus. Auf Grund der Verteilung der Logiernächte kommt der Kanton für 39 Prozent der Kosten auf, die Stadt Zürich für 61 Prozent. Für das laufende Jahr geht es um 2,5 Millionen beim Kanton, für die beiden Folgejahre (welche ordentlich budgetiert werden) um 1,6 und 0,7 Millionen Franken.

Ebenfalls wegen der Corona-Krise haben kommerzielle Kulturunternehmen im Kanton Zürich beträchtliche Ertragsausfälle erlitten, weil sie Veranstaltungen absagen mussten. Solche Schäden können nicht über den Lotteriefonds finanziert werden, weil dieser nur gemeinnützige Vorhaben unterstützen darf. Deshalb beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat einen Nachtragskredit für Mittel aus der Erfolgsrechnung; er rechnet mit maximal 13,5 Millionen Franken. Damit kann ein gleich hoher Beitrag des Bundes ausgelöst werden.

Die beiden Kredite sind Bestandteil der ersten Nachtragskredit-Sammelvorlage, die noch weitere Änderungen zum Budget für das laufende Jahr enthält. Unter anderem betreffen diese höhere Beiträge für den Unterhalt und den Bau von überkommunalen Strassen an die Städte Zürich und Winterthur, die Kosten für 37 zusätzliche Vollzeiteinheiten zur Umsetzung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes, höhere Investitionen der Universität auf dem Irchel und eine Erneuerung der Netzwerkinfrastruktur der Pädagogischen Hochschule.

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