Regierungsrat will klimaneutrale Wärmeversorgung von Gebäuden fördern

Öl und Gas zum Heizen und fürs Warmwasser verursachen heute 40 Prozent der inländischen CO2-Emissionen. Der Regierungsrat will den Klimaschutz vorantreiben – mit der Förderung von Energieeffizienz-Massnahmen sowie klimaneutraler Wärmeversorgung von Gebäuden. Er beantragt dem Kantonsrat einen neuen Rahmenkredit.

In seinen «Richtlinien der Regierungspolitik 2019 – 2023» setzt sich der Regierungsrat zum Ziel, einen Beitrag zur Begrenzung des globalen Klimawandels im Rahmen des Pariser Abkommens zu leisten. Nun beantragt er dem Kantonsrat als erste konkrete Massnahme einen neuen Rahmenkredit zur Förderung von Energieeffizienz-Massnahmen und klimaneutraler Wärmeversorgung von Gebäuden. Der Rahmenkredit soll mit insgesamt gut 33 Millionen für die vier Jahre von 2020 bis 2023 ausgestattet werden und den laufenden Vierjahres-Rahmenkredit 2018 bis 2021 ablösen, der keine kantonalen Beiträge an Energieeffizienz-Massnahmen sowie klimaneutrale Wärmeversorgung von Gebäuden vorsah.

Beträchtliches Potenzial im Gebäudebereich

Im Gebäudebereich konnten in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Effizienzsteigerungen erzielt werden. Die CO2-Emissionen sanken seit 1990 um rund 26 Prozent. Doch es besteht weiterhin ein erhebliches Potenzial für energetische Erneuerungen. Heute wird im Kanton Zürich rund 40 Prozent der Energie für die Bereitstellung von Wärme für Heizen und Warmwasser benötigt. Da die Wärme noch zu einem grossen Teil mit Heizöl und Erdgas erzeugt wird, entfallen auch gut 40 Prozent der kantonalen CO2-Emissionen auf den Gebäudebereich. Mit dem neuen Rahmenkredit können stärkere Anreize zur besseren Wärmedämmung von Häusern und für den Ersatz von fossilen durch CO2-neutrale Heizungen geschaffen werden. Zudem kann die bisherige finanzielle Unterstützung von Pilotprojekten, kommunalen Energieplanungen sowie Informations- und Beratungsmassnahmen fortgeführt werden.

33-Millionen-Rahmenkredit ermöglicht 180 Millionen Fördermittel

Der neue Rahmenkredit erzeugt eine eindrückliche Hebelwirkung. Denn die vom Bund zusätzlich eingeschossenen Mittel aus der CO2-Abgabe sind nebst einem nach der Einwohnerzahl der Kantone ausgerichteten Sockelbeitrag an die Höhe des kantonalen Beitrags gekoppelt. Damit honoriert der Bund das Engagement der Kantone. Das Total der für vier Jahre zur Verfügung stehenden Fördermittel erhöht sich so auf insgesamt rund 180 Millionen Franken zugunsten von Zürcher Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern, die ihr Gebäude klimafit machen.

Zum Beispiel Wärmepumpen oder Holzheizungen

Wie genau das neue Förderprogramm ausgestaltet wird und welche Massnahmen konkret mit welchen Beträgen gefördert werden, definiert die Baudirektion nach der Genehmigung des Rahmenkredits durch den Kantonsrat. Im Vordergrund steht der Ersatz von Öl- und Gasheizungen durch eine klimafreundliche Wärmeversorgung wie zum Beispiel Wärmepumpen oder moderne Holzheizungen. Ab Beschluss des Kantonsrates könnte das gegenüber heute stark erweiterte Förderprogramm starten.

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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