Zentrum Hard kann für stationäre Langzeitpflege genutzt werden
Medienmitteilung 30.06.2011
Per 1. Juli tritt der Kanton einen Grossteil des ehemaligen Psychiatriezentrums Hard in Embrach im Baurecht an die Interkommunale Anstalt Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit ab. Der Regierungsrat hat die dazu nötigen Beschlüsse gefasst. Der frühere Krankenheimverband Zürcher Unterland wird die für die Psychiatrie nicht mehr benötigten Gebäude für die stationäre Langzeitpflege nutzen.
Der Bedarf an stationären Behandlungsplätzen in der Psychiatrie ist im Kanton Zürich in den vergangenen Jahren laufend gesunken. Angesichts dieser Entwicklung hat der Regierungsrat das ehemalige Psychiatriezentrum Hard in Embrach und die Integrierte Psychiatrie Winterthur (ipw) auf Anfang 2010 zu einer Institution zusammengefasst. Das Konzept für die neue psychiatrische Versorgungsregion Winterthur-Zürcher Unterland sieht vor, die stationären Angebote der ipw mittel- bis langfristig in Winterthur zu konzentrieren. Der bisherige Standort Hard wird für die Psychiatrie nur noch zu einem kleineren Teil genutzt. Um einen Leerstand zu vermeiden, tritt der Kanton den grössten Teil des Areals im Baurecht an die Interkommunale Anstalt Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit (IKA KZU) ab. Die Übergabe erfolgt per 1. Juli 2011.
Die aus dem Krankenheimverband Zürcher Unterland hervorgegangene Interkommunale Anstalt Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit (IKA KZU) ist bereits heute auf dem Areal des ehemaligen Psychiatriezentrums Hard eingemietet. Sie plant dort die Einrichtung eines Pflegezentrums. Die IKA KZU übernimmt im Baurecht mehrere Pavillons sowie den Zentrumsbereich mit dem Spital-, dem Geselligkeits-, dem Therapie-, dem Arbeits- und dem Wirtschaftstrakt. Die Liegenschaften werden von der IKA KZU nach ihren Bedürfnissen umgebaut und erneuert. An der bereits projektierten ersten Erneuerungs- und Umbauphase beteiligt sich der Kanton mit einem Staatsbeitrag von rund 6,4 Millionen Franken. Die östliche Arealhälfte bleibt beim Kanton und wird von der Sicherheitsdirektion weiterhin für soziale Einrichtungen genutzt.
Mit der Infrastruktur des ehemaligen Psychiatriezentrums Hard übernimmt die IKA KZU von der ipw auch die Zuständigkeit für die logistische Versorgung. Für den grössten Teil der 68 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ipw konnte unter anderem dank neu geschaffenen Stellen der IKA KZU eine Anschlusslösung gefunden werden. In Zusammenhang mit dieser Veränderung hat der Regierungsrat einen Sozialplan festgelegt. Dafür hat er eine gebundene Ausgabe von 4,4 Millionen Franken bewilligt.
Die Regierungsratsbeschlüsse werden im Verlaufe der nächsten Stunde unter www.rrb.zh.ch aufgeschaltet.
(Medienmitteilung des Regierungsrates)
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