Regierungsrat fällt Systementscheid für die Limmattalbahn
Medienmitteilung 17.12.2009
Die geplante Limmattalbahn soll ab 2019 mit so genannten Zweirichtungsfahrzeugen verkehren. Das hat der Regierungsrat entschieden. Die Schienenfahrzeuge können dank zwei Führerständen in beide Richtungen fahren und sind daher flexibel einsetzbar. Sie sind zudem mit dem Tramnetz der Stadt Zürich und dem Netz der Bremgarten-Dietikon-Bahn kompatibel. Dadurch kommen mehrere Betreiber in Betracht.
Der Regierungsrat gab dem System mit Zweirichtungsfahrzeugen mit Führerständen an beiden Enden sowie beidseitiger Anordnung der Türen den Vorzug im Vergleich zu so genannten Einrichtungsfahrzeugen, die nur über einen Führerstand verfügen. Die weitere Planung des Projekts wird entsprechend vorangetrieben. Der Entscheid des Regierungsrates erfolgt in enger Absprache mit den zuständigen Stellen des Kantons Aargau, der ebenfalls am Projekt Limmattalbahn beteiligt ist (siehe Box).
Flexibel, platzsparend und modern
Ein Vorteil der Zweirichtungsfahrzeuge ist insbesondere die flexible Einsatzmöglichkeit bei Störungsfällen oder Baustellen sowie bei der Planung des Angebots. Die Fahrzeuge benötigen für einen Richtungswechsel keine Wendeschlaufe. Bei der geplanten Linienführung der Limmattalbahn, die unterwegs keine Ausweichmöglichkeiten vorsieht, kann auch bei einem Vorfall ein geregelter Pendelbetrieb von der Endstation bis zum Ort des Unterbruchs aufrecht erhalten werden. Der Wegfall der Wendeschlaufe wirkt sich ebenfalls positiv bei einem Ausbau des Netzes aus, da für eine neue Endstation erheblich weniger Platz benötigt wird. Die Fahrzeuge verfügen sodann auf beiden Seiten über Türen, so dass beispielsweise eine Haltestelle auch platzsparend in der Mitte von zwei Gleisen angebracht werden kann. Im nahen Ausland werden neue, vergleichbare Projekte mehrheitlich auf Zweirichtungsfahrzeuge ausgerichtet.
Effizienz dank Kompatibilität mit angrenzenden Verkehrsmitteln
Dank des künftigen Einsatzes von Zweirichtungsfahrzeugen ist die geplante Limmattalbahn kompatibel mit beiden benachbarten Schienenverkehrsmitteln in der Region. Die Fahrzeuge können sowohl auf dem Tramnetz der Verkehrsbetriebe Zürich als auch auf den Schienen der Bremgarten-Dietikon-Bahn verkehren. Damit kommen mehrere Anbieter in Betracht.
Die Limmattalbahn
Die geplante Limmattalbahn ist ein gemeinsames Projekt der Kantone Aargau und Zürich. Sie verbindet künftig als Meterspurbahn den Bahnhof Zürich Altstetten mit Killwangen im Kanton Aargau. Eine Verlängerung bis Baden im Kanton Aargau wird zurzeit geprüft. Die Limmattalbahn ergänzt als leistungsfähiges Feinverteilersystem das öffentliche Verkehrsnetz in dieser dynamischen Region. Auf der 13,5 Kilometer langen Strecke durch die wachsenden Arbeitsplatz- und Wohngebiete sind 25 Haltestellen vorgesehen. Der Baubeginn ist für das Jahr 2016 geplant. Drei Jahre später soll die Limmattalbahn in Betrieb genommen werden. Weitere Informationen unter www.limmattalbahn.ch.
(Medienmitteilung des Regierungsrates)
Hinweis
Diese Meldung ist vor 2018 erschienen. Gegenüber der ursprünglichen Fassung sind alle Bilder, Links und Downloads entfernt worden. Dies beim Wechsel zum neuen kantonalen Webauftritt 2020.
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