Waffenplatz Reppischtal: «Dreiklang» Militär – Natur und Umwelt – Mensch und Erholung
Medienmitteilung 14.07.2008
Der Waffenplatz Zürich-Reppischtal steht im Eigentum des Kantons Zürich. Schon im beleuchtenden Bericht zur Volksabstimmung vom 7. Dezember 1975 über die Verlegung der Kaserne und des Waffenplatzes Zürich hiess es, dass der Waffenplatz auch als Erholungsraum dienen und dass den Belangen des Naturschutzes gebührend Rechnung getragen werden soll. Insbesondere in den letzten Jahren wurden Anstrengungen im Bereich Natur- und Umweltschutz unternommen. So wurde eine Holzschnitzelheizung für das gesamte Kasernenareal eingebaut. Verschiedene Abschnitte der Reppisch sind renaturiert worden. Im Rahmen eines regionalen Landschaftsentwicklungskonzeptes wurden Fördergebiete für Lebensräume von seltenen Pflanzen und Tieren ausgeschieden, die besonders gepflegt werden. Regierungsrat Dr. Hans Hollenstein und Anton E. Melliger, Chef des Amtes für Militär und Zivilschutz, haben den «Dreiklang» von Militär, Natur und Umwelt sowie Mensch und Erholung heute anlässlich eines Rundgangs den Medien präsentiert.
Am 7. Dezember 1975 stimmte das Zürcher Volk der Verlegung der Kaserne und des Waffenplatzes Zürich im Reppischtal zu. Im beleuchtenden Bericht dazu hat der Regierungsrat festgelegt, dass mit der Verlegung ein militärischer Ausbildungsplatz für die Infanterie geschaffen werden soll, ein Erholungsraum für eine ganze Region erstellt bzw. ausgebaut sowie die land- und forstwirtschaftliche Nutzung des betreffenden Kulturlandes aufrechterhalten werden soll. Darüber hinaus sollen der ursprüngliche Charakter des Tals und allfällige Kulturobjekte erhalten bleiben sowie die Belange des Natur- und Heimatschutzes berücksichtigt werden. Vor rund 22 Jahren, nämlich am 12. November 1986 wurden die neue Kasernenanlage und der Waffenplatz Reppischtal in Betrieb genommen.
Vom rund 320 Hektaren umfassenden Waffenplatzareal nimmt die Armee nur rund einen Viertel des Geländes in Anspruch. Rund 30 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt und rund 45 Prozent sind Wald.
In den letzten Jahren sind beträchtliche Anstrengungen in den Bereichen Natur- und Umweltschutz unternommen worden. Auf den fünf Ausbildungsplätzen sind Hecken angepflanzt und Biotope angelegt worden. Durch Anpflanzungen und Pflege stehen heute ca. 1'000 Hochstamm-Obstbäume auf dem Waffenplatzgelände. Hervorzuheben ist die Kultur von 160 raren Speierling-Bäumen. Aber auch eine grosse Zahl von Tierarten fühlt sich auf dem Waffenplatz zu Hause. Die Befestigungsbauten aus den 1940-er Jahren sind belassen und ökologisch aufgewertet worden. Die herkömmlichen Kugelfänge werden laufend saniert und durch umweltschonende Systeme ersetzt.
In Zusammenarbeit mit der Planungsgruppe Limmattal und den Gemeinden (Birmensdorf, Urdorf, Dietikon, Bergdietikon, Berikon/Rudolfstetten) ist ein regionales Landschaftsentwicklungskonzept in Erarbeitung, das für die Vernetzung von artenreichen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen sorgt. Auch sämtliche Naturschutzflächen sind Teil dieses Konzeptes. Sie werden in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Naturschutz des Kantons Zürich gepflegt und aufgewertet.
In den letzten Monaten wurden erste Abschnitte der Reppisch renaturiert als eine der Ersatzmassnahmen für den Bau der Autobahn N4. Der Fluss wurde aus einem kanalisierten, schnurgeraden Kanal befreit. Heute fliesst die Reppisch wieder in ihrem ursprünglichen Bett.
Vor zwei Jahren wurde die bisherige Heizungsanlage der Kaserne Reppischtal durch eine Holzschnitzelheizung ersetzt. Jährlich werden so rund 2'800 Kubikmeter Holzschnitzel, die überwiegend aus den eigenen 152 Hektaren Wald gewonnen werden, zur Beheizung der gesamten Kasernenanlage verfeuert. Eine aufwändige, aber ökologisch und ökonomisch sinnvolle Alternative zur ursprünglichen Ölheizung.
Eine eingetragene Rad-Route führt durchs Tal und die Wanderwege werden laufend unterhalten. Ebenso steht der Öffentlichkeit beim «Beobachterstand» ein Grillplatz zur Verfügung.
(Medienmitteilung der Sicherheitsdirektion)
Hinweis
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