Perimetergespräche zwischen Kanton und Flughafengemeinden abgeschlossen

Mit einem Anlass, zu dem Volkswirtschaftsdirektorin Rita Fuhrer und Baudirektor Markus Kägi eingeladen hatten, wurden die so genannten Perimetergespräche zwischen Kanton und Flughafenanrainer-Gemeinden zum Abschluss gebracht. Im Verlauf der Perimetergespräche wurden wichtige Erkenntnisse zur zukünftigen Entwicklung der Nachbargemeinden des Flughafens gewonnen. Eine der Erkenntnisse betraf die Auswirkungen der raumplanerischen Vorsorge für eine Parallelpiste, die der Bund nun nicht mehr weiter verfolgt.

Die Perimetergespräche wurden seit dem ersten Semester 2007 im Rahmen der Erarbeitung des Sachplans Infrastruktur Luftfahrt für den Flughafen Zürich (SIL-Prozess) mit den zehn Nachbargemeinden des Flughafens geführt. Der Planungsprozess diente den beteiligten kommunalen und kantonalen Stellen, den Stellen des Bundes sowie der Flughafen Zürich AG dazu, die künftigen Auswirkungen des Flughafens auf die lokale Siedlungsentwicklung zu beurteilen und Lösungsansätze für die Ortsentwicklung zu prüfen. Die umfangreichen Ergebnisse der Perimetergespräche bilden eine wichtige fachliche Grundlage für die weiteren Planungsschritte auf Ebene Bund, Kanton und Gemeinden.

Parallelpiste hätte unabsehbare Auswirkungen gehabt

Die vertieften Untersuchungen in den Perimetergesprächen haben gezeigt, welche konkreten Auswirkungen ein Parallelpistensystem auf die Siedlungsentwicklung von Gemeinden in der direkten Nachbarschaft des Flughafens gehabt hätte. Diese Erkenntnis war nicht zuletzt der Grund dafür, dass sich der Zürcher Regierungsrat in der Folge gegen dieses Projekt wehrte. Der Bund hat am 3. Juli 2008 entschieden, die Option Parallelpiste nicht mehr weiter zu verfolgen.

Leben um und mit dem Flughafen

Im Zentrum der Perimetergespräche und auch der Abschlussveranstaltung vom 9. Juli stand die Frage, wie den Flughafengemeinden eine angemessene bauliche Entwicklung ermöglicht werden soll, ohne die Bevölkerungszahl in stark lärmbelasteten Gebieten zu steigern. Einig sind sich Kanton und Gemeinden darin, dass die zeitgemässe Erneuerung der bestehenden Gebäude ein ausserordentlich wichtiges Element der Siedlungspolitik bilden muss. Bei Neubauten und bei der Erneuerung des bestehenden Gebäudebestandes ist ein hohes Qualitätsniveau anzustreben, das zeitgemässe Ansprüche an die Wohnqualität mit einem hochwertigen Lärmschutz und mit Energieeffizienz verbindet.

Kritik an den Entscheiden des UVEK

Regierungsrätin Rita Fuhrer nutzte ihre Ansprache auch, um erneut Kritik an den Entscheidungen des UVEK im SIL-Prozess zu äussern. So sagte sie wörtlich: «Das UVEK hat am 3. Juli im SIL-Prozess Zwischenentscheide getroffen - nach Meinung des Regierungsrates zur Unzeit. Es hat mit seinem voreiligen Beschluss eine optimale Abstimmung zwischen der von der Schweiz und Deutschland in Auftrag gegebenen Belastungsanalyse und dem SIL versäumt. Damit wird es schwieriger, Verbesserungen für die Menschen sowohl in der Schweiz wie auch im angrenzenden süddeutschen Raum zu erzielen.»

(Medienmitteilung der Volkswirtschaftsdirektion)

Hinweis

Diese Meldung ist vor 2018 erschienen. Gegenüber der ursprünglichen Fassung sind alle Bilder, Links und Downloads entfernt worden. Dies beim Wechsel zum neuen kantonalen Webauftritt 2020.
Bei Fragen zu dieser Meldung wenden Sie sich bitte an den unten aufgeführten Kontakt.