Award der Vereinten Nationen für Zürcher e-Voting

Hohe Auszeichnung für das e-Voting-Projekt des Kantons Zürich: Im Rahmen des siebten Globalen Forums der UNO zum Thema «Reinventing Government» in Wien wird der Public Service Award der Vereinten Nationen 2007 an Zürich vergeben, wie der Chef des Statistischen Amtes, Giampiero Beroggi, am Abstimmungssonntag anlässlich der Öffnung der virtuellen e-Voting-Urne bekannt gab.

Das e-Voting-System des Kantons Zürich hat den Public Service Award der Vereinten Nationen 2007 gewonnen in der Kategorie «Förderung der Teilnahme an politischen Entscheidungsprozessen durch innovative Mechanismen.» Regierungsrat Dr. Markus Notter, Vorsteher der Direktion der Justiz und des Innern, wird am 26. Juni im UNO-Hauptquartier in Wien den Preis für das Projekt «e-Government (e-Voting) des Statistischen Amtes des Kantons Zürich» entgegennehmen. In der Laudatio wird festgehalten, dass das e-Voting-System des Kantons Zürich eine Inspiration und Ermutigung für andere Tätigkeiten im öffentlichen Sektor sein sollte. «Your outstanding achievement has demonstrated excellence in serving the public interest and I am sure it has made a significant contribution to the improvement of public administration in your country. It should be an inspiration and encouragement for others working for the public service,» schrieb Guido Bertucci, Direktor der Division for Public Administration and Development Management des UN-Departments of Economic and Social Affairs in seiner Ankündigung der Preisverleihung.

Der Preis wird im Rahmen des siebten Globalen Forums der UNO zum Thema «Reinventing Government» vom Untersekretär für Wirtschaft und Soziale Angelegenheiten, José Antonio Ocampo, ausgehändigt werden im Anschluss an die Begrüssungsrede durch den UNO-Generalsekretär Ban Kimoon. An der Zeremonie werden über 2000 Vertreter aus aller Welt anwesend sein. Für Details zum Global Forum siehe: www.7thglobalforum.org.

Das Pilotprojekt «e-Voting» wurde im Rahmen der Zürcher e-Government-Projekte und in Zusammenarbeit mit dem Bund und den Kantonen Genf und Neuenberg im Jahre 2002 lanciert. Das e-Voting-Pilotprojekt im Kanton Zürich wurde vom Statistischen Amt erstellt und im April 2006 erfolgreich abgeschlossen. Der Kanton Zürich plant in Koordination mit der Bundeskanzlei eine sukzessive flächendeckende Ausweitung des e-Voting-Systems im gesamten Kanton. Verschiedene Kantone und ausländische Institutionen haben bereits ihr Interesse am Zürcher e-Voting-System bekundet.

Öffnung der elektronischen Urne

Bei der Abstimmung vom 17. Juni konnten im Kanton Zürich die Stimmberechtigten in den Städten Bülach und Schlieren und in der Gemeinde Bertschikon wie bereits zweimal zuvor per e-Voting ihre Stimme abgeben. Zum ersten Mal wurde dabei die virtuelle e-Voting-Urne als öffentlicher Akt zentral im Medienzentrum Walcheturm geöffnet und nicht mehr wie bis anhin dezentral in den jeweiligen Gemeinden. Auch diesmal lief die elektronische Stimmabgabe problemlos ab. Die Daten wurden in Anwesenheit von Vertretern der Bundeskanzlei vom e-Voting-Server in das Wahl- und Abstimmungssystem (WABSTI) eingespeist, wo sie mit den restlichen Abstimmungsresultaten zusammengeführt wurden.

Der nächste e-Voting-Termin ist der 25. November 2007.

(Medienmitteilung der Direktion der Justiz und des Innern)

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