N4 Knonaueramt: Inbetriebnahme der Tunnelbohrmaschine am Islisberg
Medienmitteilung 07.04.2004
Der Islisbergtunnel ist der längste Tunnel der Westumfahrung Zürich und der N4 Knonaueramt. Kantonsingenieur Georg Pleisch hat heute offiziell den Vortrieb mit der Tunnelbohrmaschine (TBM) freigegeben. Der Tunnel wird 4,95 Kilometer lang und macht rund 40 Prozent der gesamten N4 Knonaueramt aus. Als direkte Verbindung der Innerschweiz mit dem Grossraum Zürich ist sie ein wichtiges Bauwerk.
Der Islisbergtunnel wird 4,95 Kilometer lang und besteht aus zwei parallelen Röhren mit je zwei Fahrstreifen. Zwischen den Röhren sind alle 300 Meter Querverbindungen angeordnet, die im Brandfall als Fluchtweg dienen. Der Vortrieb durch das Gebirge erfolgt mechanisch mit einer Tunnelbohrmaschine (TBM). Die Arbeiten in den beiden Röhren werden vom Installationsplatz Filderen aus gestartet.
Der Islisbergtunnel durchquert die obere Süsswassermolasse, die aus Sandstein und Mergel besteht. Der Tunnel wird ausschliesslich mit der TBM «aufgefahren». Die Vortriebsarbeiten der Arbeitsgemeinschaft Islisbergtunnel (ARGE IBT) erfolgen einschichtig an fünf Werktagen pro Woche. Während einer zweiten Schicht (Nacht, mit reduziertem Personalbestand) werden Unterhaltsarbeiten an der TBM sowie Nebenarbeiten ausgeführt. Mit diesem Arbeitszyklus sollen pro Woche 100 Meter Tunnel ausgebrochen werden.
Im rückwärtigen Bereich der Vortriebsanlage wird die ARGE IBT die begeh- und befahrbaren Querverbindungen, die Zentrale in der Tunnelmitte und die SOS-Nischen ausbrechen. In den Portalbereichen sind je eine Lüftungs- und Elektrozentrale zu erstellen. Der Durchschlag der Weströhre beim Südportal wird gemäss Bauprogramm voraussichtlich im Frühsommer 2005 erfolgen.
Vorarbeiten
Für den Voreinschnitt Nord (Wettswil) wurden rund 110'000 Kubikmeter Locker- und Festgestein ausgehoben. Die Baugrubenwände bestehen aus 110 Bohrpfählen. Diese sind mit 950 Vorspannankern gesichert. Momentan sind die Bauarbeiten am Voreinschnitt Süd (Zwillikon) in Arbeit. Sie werden bis im Herbst 2004 abgeschlossen.
Die Arbeiten auf dem Installationsplatz Filderen sind abgeschlossen. Um die anfallenden rund 5000 Tonnen Ausbruchmaterial pro Tag abtransportieren zu können, wurden verschiedene Förderbandanlagen gebaut. Diese führen direkt zur Zwischendeponie und zur Bahnverladestation. Von dort wird das Ausbruchmaterial mit der Bahn zum Rafzerfeld gebracht. Zusätzlich gibt es auf dem Installationsplatz eine Werkstatt, verschiedene Büros, Unterkünfte für das Personal und eine Kantine.
Eröffnung 2010
Der Tunnelrohbau sollte bis 2007 beendet sein. Die Eröffnung des Islisbergtunnels und der N4 Knonaueramt ist gemäss langfristigem Bauprogramm des Bundes im Jahr 2010 vorgesehen. Der Tunnel kostet 545 Millionen Franken (Preisbasis 1996). Davon übernimmt der Bund 80 Prozent.
(Medienmitteilung der Baudirektion)
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